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Old 02-12-2015, 10:48 PM
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Das Haus im Villenviertel Teil 2

as Haus im Villenviertel Teil 2

Da Hatte mir die Tante ja allerhand erzählt offen wie sie war.
Die Milchs kamen also regelmäßig um an Sylvias Füßen zu riechen. All das hatte vor Jahren begonnen und sich mittlerweile eingespielt.
Sylvias Haus war mittlerweile vom Keller bis zum Dachboden renoviert und ich hatte die zwei Mansardenzimmer die wir früher mit drei Personen bewohnt hatten für mich alleine. Großzügig wie sie war konnten wir uns

alle entfalten. Alleine dafür hätte ich ihr die Füße küssen können. Die Unterhaltung eines solchen Gebäudes war natürlich eine kostspielige Angelegenheit welche Sylvia den Milchs die über nahezu unbegrenzte finanzielle

Möglichkeiten verfügten geschickt zugeschoben hatte.
All das weckte natürlich mein Interesse und meine Neugier und so bat ich die Tante eines Tages, es war wieder Dienstag mir doch bitte mal das Zimmer im Keller ansehen zu dürfen. Mokant grinsend lehnte sie meine

Bitte ab um dann als ich erneut bettelnd darum bat den Schlüssel aus ihrer Tasche zu ziehen.
“Aber mach mir keinen Unsinn da unten und die Sylvia darf nichts davon erfahren” so die Tante mir den Schlüssel überreichend. “Und schau mal nach der Heizung und komm dann gleich wieder hoch bevor Sylvia nach

Hause kommt” so die Tante mir nachrufend.
Und tatsächlich der Raum war total überhitzt, so zog ich meine Jacke aus und drehte erst einmal das Thermostat auf Stufe zwei um mich dann staunend umzusehen. Vollkommen weiß gekachelt sah es hier wie in einem

Klinikraum aus. Das weiße Metallrohrbett mit stark riechendem rot braunem Gummi bezogen stellte einen wunderbaren Kontrast dar. Darin musste Herr Milch wahrscheinlich an Sylvias Füßen riechen. Ein kleiner

Gummisack unten und oben zugebunden lag dort in der Ecke und ebenfalls ein aus Gummistoff angefertigter Fußsack der jedoch nicht nur oben eine Öffnung hatte sondern auch unten. Neugierig öffnete ich den kleinen

Gummisack als mir auch schon ein unglaublich übler Geruch entgegen strömte. Vollgestopft mit alten Socken und Nylonstrümpfen band ich ihn sofort wieder zu um ihn gleich wieder zu öffnen und meinen Kopf hinein zu

stecken. Die Tante rief von oben herunter und so musste ich meiner Riechlust entsagen.
“Herr Milch verbringt dort unten seine Wochenenden und muss im Gummibett an Sylvias Füßen riechen, wehe Du erzählst ihr das” so Frau Sesselmann als ich ihr den Schlüssel zurück gab.
Die Milchs trafen wie immer Dienstags ein und Sylvia bat mich beim Feinkosthändler zwei Flaschen ihrer bevorzugten Champagnermarke zu holen. “Zieh Dir Deine Jacke an, es ist kalt draußen” so Sylvia zu mir mich dabei

ganz merkwürdig ansehend als ich feststellte das diese nicht wie sonst üblich an der Garderobe hing.
“Ach das geht auch so” meine Antwort das Haus verlassend.
Beim Feinkosthändler an der Kasse wurde es mir plötzlich heiß und kalt und ich wusste wo meine Jacke geblieben war. Ich würde auswandern, nie wieder unter Sylvias Augen treten.
Mehrmals musste mich die Kassenfrau auffordern zu bezahlen und dann irrte ich herum mit den Champagnerflaschen auf die Sylvia doch wartete.
“Mein Gott wo bleibst Du denn nur, ich habe Dich doch auf keine Weltreise geschickt, Du bist ja vollkommen unterkühlt” so Sylvia besorgt. “Warum hast Du Dich nicht warm angezogen? Brauchst doch vor mir nicht den

Helden zu spielen”.
Sofort ließ mir die Tante ein heißes Bad mit einer Kräutermischung ein.
Viel lieber hätte ich jetzt an Sylvias Füßen gerochen. Doch in den Genuss kam Herr Milch nun wieder den ganzen Abend.
Dank der Führsorge der Tante blieb eine Erkältung aus.
Am nächsten Morgen hing auch wieder meine Jacke an der Garderobe und ich dachte das jetzt wieder alles in Ordnung sei, hatte ich sie doch nur irgendwo herumliegen lassen.
Am späten Nachmittag unterrichtete mich Sylvia wieder. Ich liebte es ihr nahe zu sein.
Nach Mathematik und Geschichte, ihre Lieblingsfächer kam sie auf Religion zu sprechen.
“Hast Du mir nichts zu beichten?” fragte sie mich, dabei ihre Beine hebend und ihre Füße betrachtend.
“Weis garincht was Du meinst” “Komm sei kein Feigling, Du weist wo ich Deine Jacke gefunden habe” so Sylvia.
“Im Gummikeller” kleinlaut meine Antwort. “Möchtest Du mal meine Füße riechen?” so fragte sie mich dann unvermittelt.
Nichts lieber als das hätte ich getan, doch plötzlich mit dieser Frage konfrontiert schnürte sich mein Hals wieder einmal zu und ich lief blutrot an hatte sie mich doch vollkommen durchschaut.
“Nein, bitte Sylvia, bitte nicht” “Komm, mach schon, runter mit Dir und zieh mir die Schuhe aus“.
So tat ich was sie mir befohlenen hatte. Welch ein Geruch strömte mir da entgegen. Gouda, Tilsitter und Harzer Käse und das alles vermischt mit dem Geruch von Popcorn, Essig, Vanille und dem alten Leder ihrer

Schuhe.
“Komm riech mal schön, riecht doch gut oder. Herr Milch ist verrückt nach dem Geruch meiner Füße, hat uns das Haus dafür geschenkt. Wollte sich aufhängen der Wahnsinnige”. so Sylvia.
“Hast doch rumgeschnüffelt nach all dem was hier abläuft. Darfst dann am Dienstag auch mal mit uns Mensch Ärgere Dich nicht spielen” .
So durfte ich dann jenen Raum den ich wochenlang von außen belauscht hatte betreten.
Frau Sesselmann, Frau Milch und Sylvia saßen ausgelassen lachend am Spieltisch.
Wein- und andere Spirituosenflaschen waren schon zur hälfte geleert.
“Nun komm doch endlich, mach hin” so Sylvia als ich den Nachschub in den Händen erschien.
Herr Milch war merkwürdigerweise nicht anwesend so dachte ich.
“Wo ist denn Herr Milch?” so fragte ich neugierig.
“Der ist da wo er hingehört, unter meinen Füßen. Aber jetzt mach und würfel schon, Du bist dran” so Sylvia mich, abgelenkt von den Geräuschen unter dem Tisch ungeduldig auffordernd.
Voller Dankbarkeit blickte Frau Milch in Sylvias Gesicht um im gleichen Moment die Hände der Tante zu ergreifen.
“Mein Gott, Ihre Tochter. Wie können wir Ihnen nur dafür danken?” so Frau Milch die Hände der Tante küssend als ihr schon wieder Tränen in die Augen schossen.
“ Frau Milch, Sie sind dran, ist doch nicht der Rede wert für all das was Sie für uns getan haben” so die Tante ihr zweites Männchen ins Zielfeld schiebend.
Erneut grunzende Geräusche ließen mich einen einen neugierigen Blick unter den Tisch werfen.
Sylvias Füße steckten in diesem rot braunen Gummifußsack den ich neulich im Keller gesehen hatte.
“Mein Mann steckt mit seinem Kopf darin, er riecht so gerne an Sylvias Füßen” Frau Milch etwas verlegen zu mir.
Schnell würfelte ich weiter um mit einer fünf, ärgerlich von Sylvia beobachtet mein drittes Männchen ins Ziel zu bringen.
Ihren Frust, hatte sie erst zwei Figuren im Ziel stehen arbeitete sie unter dem Tisch in Herrn Milchs Gesicht ab, der dies hörbar genoss.
Wieder blickte ich neugierig unter den Spieltisch.
“Wo sind eigentlich Deine Schuhe?” fragte ich Sylvia, worauf mir Frau Milch, wieder gefasst erklärte das Sylvia mit ihren Schuhen in den Riechsack schlüpft und sie dort erst abstreift.
Es kamen nur noch Einsen und zweien während Sylvia fünfen und sechsen nur so würfelte und das Spiel gewann. Ich glaube sie hatte das verdient !
Das also waren die Spielabende die sie all die Jahre miteinander verbracht hatten.
Februar war angebrochen und als echt rheinisches Mädchen war der Karneval für Sylvia ein Jahreshöhepunkt. Vor Jahren selbst das Funkenmariechen der Karnevalsgesellschaft Rotweiß waren die sechs Tage vom

Weiberdonnerstag bis zum frühen morgen des Aschermittwoch ihre Zeit sich die Füße in ihren Stiefeln heiß zu tanzen.
“Als was gehst Du eigentlich dieses Jahr” fragte ich Sylvia worauf sie nur mit dem Wort “Melone” antwortete.
Am Dienstag vor Karneval spielten wir wieder Mensch Ärgere Dich Nicht.
“Wie verbringen Sie denn so diese Tage “ fragte die Tante Frau Milch deren Mann schon wieder unter Sylvias Füßen im Gummisack steckte.
“Wir haben Karten für die große Prunksitzung am…..” als Sylvia ihr ins Wort fiel.
“ Frau Milch , Ihr Mann wird auf keine Prunksitzung gehen. Ich will ihn hier haben unten im Keller im Gummibett für die ganzen Tage von Donnerstag bis zum nächsten Mittwoch, verstehen Sie das? “
“Ja aber ..” “Kein ja aber, werde die nächsten sechs Tage barfuss in meinen alten Lederstiefeln verbringen und glauben Sie mir nichts wird Ihrem Mann besser tun als meine Mauken. Und dann gibt es da noch eine kleine

Überraschung am Rosenmontag. Das wird der Höhepunkt für Ihren Mann in der diesjährigen Session. Habe mit einigen Freunden einen Festwagen auf die Beine gestellt zum Thema Gesundheitsreform, das wird eine super

Sache und wir alle fahren da mit. Verstehen Sie das?”
“Nein, nicht ganz aber wenn Sie meinen, ja natürlich und entschuldigen Sie ” Frau Milch etwas irritiert und kleinlaut.
“Bin Ihnen ja so dankbar für all das was sie für meinen Mann tun. Das werden wir Ihnen niemals vergessen das er an Ihren herrlichen Füßen riechen darf “.
“Ja Frau Milch aber Sie brauchen sich doch nicht so sehr zu bedanken und zur Sitzung gehen wir beide und werden unseren Spaß haben” so die Tante.
Sylvia erteilte mir dann den Auftrag in den nächsten Tagen Wärmflaschen einzukaufen, so um die zwanzig Stück, was mir schon sehr merkwürdig erschien. “Frag nicht dumm, tu was ich Dir sage” so Sylvia auf meinen

verdatterten Gesichtsausdruck.
Am Morgen des Weiber Donnerstag traf mich dann fast der Schlag. Da stand sie vor mir, Sylvia als Emma Peel von Kopf bis Fuß in schwarzem Leder gekleidet. Sofort fiel ich zu Boden um sie, ihre Stiefel küssend zu bitten

ihr Fußboy sein zu dürfen. “Was macht ihr denn hier” so die Tante die gerade erschien. “Der Tommy ist da Sylvia, Dich abzuholen”.
Laut lachend verließ Sylvia mit ihrem Freund das Haus um sich in den beginnenden Karnevalstrubel zu stürzen.
“Warum küsst du denn Sylvias Stiefel” die Tante mich fragend. “Wirst doch hoffentlich nicht in Herrn Milchs Fußstapfen treten wollen. “Das ist nicht gut für einen jungen Menschen oder hat sie Dich etwa schon an ihren

Füßen riechen lassen?”
Demütig gestand ich der Tante, ihre Vermutung bestätigend das ich Sylvias Füße mehr als einmal hatte riechen dürfen und versuchte zu erklären warum.
“Na ja, eigentlich gehören Sylvias Füße ja Hernn Milch, aber an den Tagen wenn Herr Milch nicht daran schnüffelt , was soll es; Du bist so oder so verloren ” .
Am Nachmittag trafen die Milchs ein und die Tante hatte alles für einen schönen Spielabend vorbereitet. Wir spielten wieder Mensch Ärgere Dich Nicht.
Herr Milch, den ich zuvor immer nur flüchtig gesehen hatte und der jetzt hier am Tisch saß gefiel mir sehr. Total lustig einen Witz nach dem anderen machend strich der Abend dahin.
“Theo, es ist nach eins. Du musst jetzt ins Bett. Sylvia kann doch jeden Moment nach Hause kommen“.
“Ach Frau Milch die kommt erst im Morgengrauen, machen Sie sich da mal keine Sorgen” so die Tante mich anweisend das Gummibett im Keller anzuwärmen.
Zwei Wärmflaschen packte ich ins Bett. Frau Milch zog sich in unser Gästezimmer zurück während ihr Mann im Keller ins Gummibett kam.

Jodelnd und grölend erschien im Morgengrauen die Bande vor unserem Haus deren Anführerin Sylvia wohl war. Dem Tommy, noch einigermaßen bei Verstand gelang es dann die Leute nach Hause zu schicken.
“Los in den Keller” Sylvia ausgelassen zu mir. “Ich muss aus den Stiefeln raus, die explodieren fast”.
Es ging hinunter in den Gummikeller. Das Licht brannte dort. Herr Milch lag schnarchend im Gummibett. Sein Kopf steckte in jenem Gummisack den ich vor Tagen in Augenschein genommen hatte.
“Runter mit dem Schnüffelbeutel, mach schon” Sylvia mich ungeduldig drängend.
Vorsichtig zog ich den mit Sylvias alten Socken und Nylonstrümpfen vollgestopften Gummisack
Herrn Milch vom Kopf. Laut lachend streckte Sylvia, mittlerweile auf dem hohen Hocker sitzend ihre bestiefelten Füße erwachtem Herrn Milch ins Gesicht.
“Nun mach hin, zieh sie mir aus”
Die Reißverschlüsse ihrer Stiefel nach unten ziehend kam mir schon unbeschreiblicher Geruch
entgegen. Schnell zog ich ihr die Lederstiefel dann von den Füßen. Barfuss hatte sie mehr als zehn Stunden darin verbracht und ich dachte ich würde fast ohnmächtig ob des Fußgeruchs der meterweit entfernt kaum zu

ertragen war.
“Herr Milch riechen, schön riechen, schnüffeln! Riecht gut, nicht wahr” Sylvia Herrn Milch ihre stinkigen Zehen immer wieder auf die Nase drückend.
“Schnüffeln schön schnüffeln, ahh das riecht gut “ als Sylvia seine Nase zwischen ihre Zehen nahm.
Wie verrückt zuckte und wand sich Herr Milch im Gummibett unter Sylvias Füßen und begann dann plötzlich zu zittern. Laut krachend entleerte sich sein Darm vor lauter Aufregung.
“Sylvia ich muss raus, ich halte das länger nicht mehr aus, das ist ja Wahnsinn“.
“Sag Frau Milch bescheid, sie wird gebraucht” Sylvia lachend sich die Stiefel wieder anziehend und den Raum verlassend.
Es war nach fünf. Vorsichtig hatte ich Frau Milch geweckt und auch der Tante bescheid gesagt.
“Theo! Was ist denn passiert” so Frau Milch ihren Mann fragend. “Alleine wenn ich sie schon sehe und dann ihr Lederkostüm” Herr Milch wimmernd “Das bringt mich um den Verstand". Frau Milch hatte Bett und ihren Mann noch in dieser Nacht gründlichst zu reinigen.

Am Rosenmontag fuhren wir dann in die Innenstadt. Sylvia, die Tante, die Milchs und ich mit meinen
35 Wärmflaschen. Es war kurz nach neun Uhr und ein kalter Morgen als unser von Sylvia gesteuerte Wagen in einen Fabrikhof einbog und ich glaubte meinen Augen nicht trauen zu können.
Welch ein Gespann stand dort vor uns ! Die Zugmaschine weiß lackiert und der Wagen eine Klinik auf Rädern. Wie kann man nur auf solche Ideen kommen schoss es mir durch den Kopf dabei Sylvia ehrfürchtig anblickend.
Genau solch ein weißes Metallgitterbett in dem Herr Milch die Nacht verbracht hatte stand auf dem Wagen, bezogen mit demselben rotbraunem Gummi wie in unserem Keller. Transfusionsflachen an entsprechenden

Gestellen komplettierten das Bild. Ein hoher, weißer Hocker mit Rückenlehne war in Höhe des Kopfendes fest im Boden des Wagens verschraubt. Links und rechts am Wagen warben Transparente für natürliche Narkotika

um die Kosten im Gesundheitssektor zu senken. Ich ahnte Schlimmes als der Tommy, ein richtiger Teufelskerl uns zur Eile ermahnte.
“Her mit den Wärmflaschen, alle auffüllen hier aus dem Kessel mit dem heißen Wasser und dann in die Warmhaltekiste damit, fünf Flaschen habe ich schon ins Gummibett reingepackt”.
Herr Milch musste sich nun entkleiden und kam in einem Gummisack in das vorgewärmte Gummibett.
Frau Milch und die Tante bestiegen dann verkleidet als Krankenschwestern den Wagen.
Sylvia zog sich einen weißen Kittel über ihr Lederoutfit und trug ebenfalls eine Schwesternhaube.
“Du wirst mir gleich laufend die Stiefel an und ausziehen während Herr Milch meine Füße riechen wird und aus der Kiste die Wärmflaschen immer wieder ins Gummibett nachlegen !” so Sylvia.
“Der soll hier im Karnevalszug an Deinen Füßen riechen. Das sehen doch hunderttausende Menschen” ungläubig meine Erwiderung. “Mach was ich Dir sage und hier probier mal unser Wurfmaterial”.
Sylvia hatte aus einer Kiste einen kleinen Beutel geöffnet und schob mir ein kleines in Fußform geschnittenes Stückchen Käse in den Mund. “Lecker die Käsefüße nicht wahr?“
Jetzt sprang der Tommy auf die Zugmaschine und mit einem Heidentempo ging es zum Aufstellplatz.
Es war nun kurz vor elf Uhr und der Zug fast vollständig zusammengestellt und so wie der Tommy sagte, sollte nur noch ein Wagen hinter uns vor dem Prinzenwagen laufen.
Nie zuvor hatte ich gesehen wie man ein zwanzig Meter Gespann rückwärts in eine Lücke von kaum größeren Raum einparkt.
Der Zug setzte sich langsam in Bewegung. Die Tante und Frau Milch warfen die Tütchen mit den Käsefüßen unter die Zuschauer während ich damit beschäftigt war Sylvia laufend die Stiefel aus und wieder anzuziehen.

Herr Milch musste dann immer abwechselnd Sylvias linken oder rechten Fuß riechen. Ein kalter Tag, wusste ich nun warum mich Sylvia die Wärmflaschen zu besorgen beauftragt hatte. Die Gummiflaschen von Zeit zu Zeit

auswechselnd hielt ich Herrn Milch in seinem Gummibett schön warm. Zufrieden mit mir breitete Sylvia immer wieder ihre Arme aus während sie Herrn Milch ihre Füße ins Gesicht rieb. Unser Wagen kam voll an beim

Publikum, rissen sich doch die Zuschauer regelrecht um die kleinen Tüten die Frau Milch und die Tante großzügig unter das Volk warfen.

Immer wieder fiel mir auf das ein Junge den ich schon an der letzten Straßenecke gesehen hatte unserem Wagen folgte. Immer wieder tauchte er aus der Menschenmenge auf um so dicht als möglich an unseren Wagen zu

gelangen.
Wir kamen jetzt in die Innenstadt und die Art und Weise wie der Tommy unser Gespann durch die engen Altstadtgassen steuerte nötigte mir schon einigen Respekt ab. Links und rechts, nach vorne und durch Spiegel nach

hinten hatte er alles im Blick. Wir näherten uns, am Dom vorbei dem Rathaus mit der Honoratiorentribüne. Wieder sah ich diesen Jungen der uns verfolgte.
“Sylvia, lass aber jetzt bitte Deine Stiefel an” rief Frau Sesselmann ihrer Tochter zu.
“Los, beide Stiefel ausziehen und schnell ein Karton mit den Käsefüßen her” Sylvia mich anweisend.
Entsetzt nahm Frau Sesselmann wahr das ihre Tochter genau das Gegenteil tat.
Beide Füße Herrn Milch ins Gesicht reibend rumpelten wir an der Tribüne vorbei, Sylvia dabei mit beiden Händen die Tütchen den Damen und Herren zuwerfend.
Genau hier stockte der Zug.
Der Wagen hinter uns war ein mit vier Pferden bespannter Bierwagen. Unruhig tänzelten die Pferde als plötzlich ein panisches Geschrei einsetzte. Noch bevor ich überhaupt begriffen hatte was hinter uns vorging sah ich

den Tommy vorbei an unserem Wagen nach hinten rasend und sich unter die aufbäumenden Hufe der nervösen Pferde stürzend, um im nächsten Moment ein kleines Mädchen in den Armen unter einem unglaublichen

Jubelgeschrei wieder aufzutauchen. Eine Tüte Lakritze war der Grund, hatte sich das Mädchen von den Händen seiner Eltern losgerissen und war so auf die Fahrbahn gelangt. Fotoreporter waren sofort zur Stelle

Sensationen für ihre Blätter festzuhalten.

Nach mehr als fünf Stunden bog unser Gespann wieder in jenen Fabrikhof ein den wir am Morgen verlassen hatten.
Wir waren alle sehr erschöpft. Herr und Frau Milch fuhr die Tante gleich nach Hause.
Da stand doch schon wieder dieser Junge mit Sylvia sprechend. Kopfschüttelnd wies sie ihn aus dem Hof hinaus worauf der Junge traurig davon trottete.
“Was wollte er denn von Dir” meine Frage.
“Was wohl? Meine Füße riechen natürlich“ ihre Antwort.
“Ja und warum hast Du ihn dann einfach so weggeschickt? Der ist doch den ganzen Zugweg hinter unserem Wagen hergelaufen. Immer wieder hab ich ihn gesehen. Der ist doch bestimmt jetzt total traurig, hat all seinen

Mut zusammengenommen Dich zu fragen. Das ist gemein von Dir“.
Merkwürdig wie nie zuvor blickte mich Sylvia an, nahm dann meinen Kopf in ihre Hände und presste mir, was sie noch nie getan hatte einen fetten Kuss auf meine Lippen.
“Glaube ich kann von Dir auch noch was lernen. Los, hol ihn zurück” Sylvia mich auffordernd.
Sofort lief ich hinaus auf die Strasse. Traurig stand der Junge an der Straßenecke als ich ihm meinen Arm auf die Schulter legte.
“Komm, komm mit” als er mich ungläubig ansah. “Komm schon, hab der Sylvia mal ins Gewissen geredet. Darfst an ihren Füßen riechen wenn Du das so gerne möchtest aber sie hat totale Stinkefüße.
Wie heißt Du denn”.
“Olli, Oliver” verlegen seine Antwort mich dabei ansehend als wäre ich der Weihnachtsmann.
“Na Olli dann komm und wenn Du nach dem ersten mal die Nase noch nicht voll genug hast dann darfst Du so oft Du möchtest an Sylvias Füßen riechen, das verspreche ich Dir”.
“Sylvia, das hier ist der Olli, der möchte so gerne mal an Deinen Füßen riechen ”.
Sanft streichelte sie ihm das Haar.
“Na dann komm” Sylvia ihn ins Kontor hinter die Halle führend.

Ich fühlte mich gut wie nie zuvor ob solch eines gelungen Rosenmontags. Am Nachmittag gab es dann die leckersteten, von Sylvia gebackenen Mutzelmänner .
Nur sie konnte dieses Karnevalsgebäck, gelernt von ihrer Großmutter herstellen.

Die Zeitungen waren voll am nächsten Tag, dem Veilchendienstag von jenem Ereignis.
“Held rettete Leben” , “ Kleines Mädchen von beherztem Karnevalisten gerettet”,
“Heldenwagen war sehr originell”, und dann die Frage: “War Patient im Heldenwagen echt?”.

Die Zugleitung gab auf all die Rückfragen am Aschermittwoch lapidar bekannt, das es sich bei dem Patienten im Gummibett natürlich nur um eine Attrappe gehandelt hat.
Asche auf unser Haupt!

© fts 2015
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Last edited by fussriecher; 02-13-2015 at 10:52 AM.
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  #2  
Old 02-13-2015, 3:55 AM
zero666 zero666 is offline
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Ungewöhnliche Handlung. Gut geschrieben. Eine sehr spezielle Geschichte. Gefällt mir aber, obwohl ich kein Geruchsfanatiker bin.

Danke
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  #3  
Old 02-13-2015, 6:30 AM
fussriecher's Avatar
fussriecher fussriecher is offline
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Danke zero666

Kleine Rechtschreibfehler schleichen sich immer wieder ein.
Die Handlung passt doch gut zur Jahreszeit.
Sylvias Füße stinken nicht eigentlich, riechen nach einer Aprikosen, Vanille Käsemischung. Aber das sehr intensiv und angenehm.

Kannst meine Storys gerne auf Deiner Seite posten wenn Du magst.
Permit erteilt !
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