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Old 07-13-2012, 9:07 AM
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Sabadil (Netzfund)

Netzfund
Autor: sabadil?



Feindliche Übernahme

Heute wird es passieren. Lange habe ich auf diesen Moment gewartet. Heute wird Frau Romanova aus Moskau den Kampf aufgeben und ihr Business an mich verkaufen. Ich wusste es! Gestern hat sie mich angerufen und um einen Termin gebeten. Sie sei gerade in Berlin und müsse mich unbedingt sprechen. Wie lacht mein Herz! Endlich! Sie ist am Ende - die arrogante Dame aus dem Osten!

Man muss wissen: Ivana Romanova und ich sind die härtesten Konkurrenten auf dem Markt. Wir sind die größten Designer und Hersteller von Hundehalsbändern und Hundeleinen weltweit. Sie mit ihrer Moskauer Firma. Ich hier in Berlin. Und wir bekämpfen uns seit Jahren. Ivana Romanova kämpft mit allen Tricks, sie geht extrem aggressiv gegen ihre Mitbewerber vor, hat sie alle aus dem Feld geschlagen, die Franzosen, die Chinesen, die Italiener. Nur an mich ist sie nicht herangekommen. Auch ich fighte mit harten Bandagen. Wir sind gleich stark. Mal habe ich mehr Marktanteile, mal sie. Ein erbitterter Kampf, aus dem eine erbitterte Feindschaft wurde. Ich hasse sie aus tiefstem Herzen, und ich weiß, dass sie mich auch hasst. Dabei habe ich Frau Romanova nie gesehen. Sie war nie in Berlin. Bis jetzt.

Heute aber werde ich sie sehen. Denn sie will aufgeben. Das ist mir klar. Zwar hat sie es nicht direkt gesagt, aber ich habe Informationen, dass es ihrer Firma schlecht geht. Sie wird mich bitten, bei ihr einzusteigen. Ihr zu helfen. Ich weiß es. Und ich werde es genießen, wenn sie um Unterstützung bittet. Ich werde sie flehen lassen.
Ich klingel an der Tür. Ich warte. Mein Gesicht kann die Freude über ihre Niederlage kaum verbergen. Dann höre ich Schritte. Sie kommt. Wie wird sie aussehen? Ich kenne nur undeutliche Bilder. Sie macht immer sehr ein Geheimnis aus sich. Wahrscheinlich sieht sie aus wie eine russische Bauernmagd auf alten Ölbildern.
Sie öffnet. Mir bleibt einen Moment die Sprache weg. So schön ist sie. Ihr langes Haar fällt über ihre Schulter nach vorne, ihre vollen roten Lippen, ihre leicht asiatisch geschnittenen Augen blitzen . Sie hat sich traumhaft angezogen, als wolle sie mich verführen... Ein elegantes geschlitztes Kleid, ihre Beine kommen betörend zur Geltung, ihre Füße mit rot lackierten Nägeln in offenen schmuckbesetzten Sandalen mit Highheels. Na, aber so einfach kommst du mir nicht davon, denke ich. Mich verführen? Ich werde dich zappeln lassen. Erst das Geschäftliche. Und dann mal sehen.

Sie bittet mich in die Wohnung. Wir setzen uns.
Ich schaue sie erwartungsvoll an. Lächle im Vorgefühl meines Sieges. Auch sie lächelt. Schaut mich ruhig an. Erstaunlich ruhig, dafür dass sie ruiniert ist. Sie scheint mich zu mustern. Lange sagt sie nichts. Traut sie sich nicht?
Dann beginnt sie zu reden, mit ihrem schweren russischen Akzent: Es freut mich, Dich endlich kennenzulernen, Sabadil. Ganz meinerseits, antworte ich grinsend. Obwohl ich verwundert bin, dass sie mich duzt. Macht man das in Russland so? Ich sage: Aber kommen wir doch rasch zum Geschäftlichen, Frau Romanova. Warum sind Sie hier? Die Frau, die ich seit Jahren bekämpft habe, lächelt: Nun gut, wenn du es so eilig hast. Ich bin hier in Berlin, um meinen neuen Besitz in Augenschein zu nehmen.
Ich verstehe nicht, was sie meint. Was soll das. Ihren neuen Besitz? Will sie doch expandieren? Waren meine Informationen falsch? Oder will sie tricksen?
Ivana Romanova fährt fort: Ja, meinen Besitz, Sabadil. Seit einem halben Jahr habe ich über internationale Firmen, die alle mir gehören, fast alle Anteile an Deiner Firma aufgekauft.

Ich starre sie an.
Sie fährt fort: Ich habe dafür gesorgt, dass Du davon nichts bemerkst. Du dachtest, die Anteilseigner wären ganz unterschiedliche Firmen – aber es sind alles meine Unternehmen. Nur Dein eigener Anteil gehört Dir noch... Obwohl, eigentlich nicht. Denn ich habe auch die Bank gekauft, bei der Du Kunde bist. Und bei der Du millionenhohe Schulden angehäuft hast. Deine Firma gehört also mir, und Deine Schulden gehören mir, Sabadil.
Mein Mund steht offen.

Sie fährt fort: Dein Steuerberater arbeitet ebenfalls für mich, Sabadil. Und nicht nur das. Deine Immobilien habe ich allesamt aufgekauft und meiner Firma einverleibt. Dein Haus in Berlin gehört mir. Jetzt gerade, wo wir hier so nett sprechen, ist ein Räumkommando dabei, das ganze Haus auszuräumen. Denn ich will es verkaufen. Was soll ich damit? Das ist ... nicht wahr ... Das kann nicht sein....
Ivana Romanova steht auf. Sie geht langsam um den Stuhl herum, auf dem ich sitze. Sie umkreist mich wie eine Katze ihre Beute. Eine Katze auf hohen scharfen Absätzen. Ich beginne zu schwitzen... Sie spricht weiter: Doch, es ist wahr. Sabadil. Du hast nichts mehr. Deine Frau war so verzweifelt, als der Gerichtsvollzieher bei ihr war, dass sie eingewilligt hat, für mich zu arbeiten. Sie glaubt wohl, dass ist das beste für euch.

Ivana Romanova lacht. Ein kaltes, grausames Lachen. Sie wirft ein paar Papiere auf den Tisch, aus denen klar hervorgeht, dass alles wahr ist, was sie sagt. Sie fährt fort: Ich werde deine Frau wohl für ein paar Rubel in einer meiner Lederfabriken in Wlaldiwostok einsetzen. Vielleicht als Putzkraft. Falls ich sie nicht doch an ein Bordell in der Mongolei verkaufe. Mal sehen.

Hektisch greife ich nach meinem Smartphone. Prüfe die Mails - und tatsächlich: Mein Mailserver quillt über von Mails mit Nachrichten über die wahren Besitzverhältnisse, mit Drohungen und Rechnungen von Gläubigern... Ich bin zerschmettert. Schaue auf zu Ivana Romanova, meiner größten Feindin. Sie lächelt: Und du...?
Ich krächze: Und ich... ich....

Sie streicht mir sanft über den Kopf: Du... Du, Sabadil, du gehörst natürlich auch mir. Ich besitze Deine Schulden, all die Millionen Schulden, die Du auf den Banken verteilt hast. Ich besitze die Unterlagen, die nachweisen, wieviele Millionen Du an Steuern hinterzogen hast, Sabadil. Ich könnte Dich der Polizei übergeben. Möchtest Du das? Ich schüttele den Kopf. Tränen schießen in meine Augen. Bitte... bitte... nicht...

Plötzlich schließt sich Ivanas Faust um meine Haare, sie zieht mein Gesicht nach oben, schaut mich von nahem an, lächelt grausam: Du, Sabadil, gehörst nun mir. Mit Haut und Haaren. Deine Seele und Dein Körper. Du, Sabadil, wirst nicht nach Wladiwostok geschickt. Du wirst immer immer in meiner Nähe bleiben. Für den Rest deines Lebens. Ich stottere: Ich ... soll dein... Mitarbeiter werden? Ja... Du gibst mir diese Chance? Ivana lacht und hält weiter meine Haare schmerzhaft in ihrer Faust. Mein Mitarbeiter? Du? Nein, Sabadil. Du wirst nicht mein Mitarbeiter.... Du wirst mein Leibsklave werden. Runter mit dir auf den Boden! Zu meinen Füßen!

Sie zieht heftig an meinen Haaren, und ich stürze auf die Kniee vor der grausamen Feindin, die mich ganz und gar in der Hand hat.

Ivana spricht weiter: Dort ist von nun an Dein Platz. Du wirst mir dienen. Ich werde Dich noch heute nach Moskau mitnehmen. Ich gebe Dich als Gepäck auf. Du bist nicht mehr als ein Gegenstand für mich, ein Ding, ein Tier, ein Sklave. In Moskau wirst Du in meine Villa gebracht. Dort beginnt Dein Drill. Du wirst dressiert, Tag und Nacht, von mir persönlich, aber auch von meinen privaten Mitarbeiterinnen. Du wirst dressiert, damit Du mir alle meine Wünsche von den Augen abliest. Damit Du auf ein Schnippen meiner Finger oder nur einem Wink gehorchst und verstehst, was ich will. Du hörst in diesem Moment auf als Mensch zu existieren, Sabadil. Du existierst nur noch in meiner Macht. Ich hocke zusammengebrochen auf den Knieen vor ihr. Tränen überschwemmen mein Gesicht. Sie richtet sich stolz auf, lächelt, schaut auf mich hinab.

Küss mir die Füße, Sabadil. Zeige damit, dass Du alles verstanden hast. Dass Du weißt, wo von nun an Dein Platz ist. Und dass Du bereit bist für den Weg in die Sklaverei. Mein Oberkörper sinkt nach vorne auf ihre Füße. Ich drücke meine Lippen auf die Sandalen der Tyrannin. Sie lacht laut und lange. Wie lange habe ich auf diesen Moment gewartet, Sabadil... Sklave. Wag es nicht, Dein Gesicht zu heben. Du wirst jetzt meine Füße lecken. Du löst erst Deine Zunge wieder von meinen Füßen, wenn ich es Dir befehle. Ich strecke meine Zunge aus und lecke ihre Füße, die Riemchen ihrer Sandalen. Ich lecke ihre rot lackierten Zehen. Ich lecke ihre Heels. Sie lacht.

Sklave Sabadil, schau her.
Ich schaue auf. Woher sie es auch immer so schnell hat, sie hält jetzt eine elegante Hundeleine in der Hand, mit einem dünnen, glitzernden Halsband. Made in Moscow. Meine Herstellung. Designerarbeit. Aber das weißt Du ja, oder? Hättest Du das gedacht, dass Du als mein Hund enden wirst, Dein Hals in meinem Halsband. Wieder lacht sie. Ich will etwas sagen - aber da ohrfeigt sie mich sofort. Ein, zwei, dreimal. Du redest nie, wenn ich es Dir nicht befehle, Sklave Sabadil, klar? Und noch etwas: Für jeden Schlag, den ich Dir mit meiner Hand gebe, wirst Du Dich bedanken und mir die Hand küssen. Sie streckt ihre Hand aus. Ich küsse die Hand dreimal und bedanke mich für den Schlag. Sie dreht die Hand um und greift damit in mein Gesicht. Mein Gesicht liegt in ihrer Hand.

Sie lächelt: Mein Besitz.
Ich küsse ihre Handfläche. Lecke ihre Hand wie ein Hündchen. Dann legt Ivana mir das Halsband um, zieht kurz an der Leine. Komm, sagt sie, sanft und doch grausam. Komm, Sabadil, in die Sklaverei.


Die Sonne scheint durch das große, halb verhangene Fenster. Draußen auf den Bäumen und Wegen des Gartens, groß wie ein Park, liegt erster Schnee. Das Licht der Sonne fällt auf Ivanas Gesicht. Ivana genießt die Wärme auf ihrer Haut, sie lächelt und schnurrt. Aber als sie ihre Augen öffnet, da blendet das Licht zu sehr. „Zieh die Vorhänge etwas weiter zu, Lin“, sagt sie auf russisch zu ihrer Dienerin. Die 22jährige hübsche Chinesin ist in einen schwarzen Seidenanzug gekleidet, den man normalerweise beim Kungfu oder Tai Chi trägt. Lautlos huscht sie um das große Bett und bereitet die morgendlichen Verrichtungen ihrer Herrin vor. Ihr Haar ist zu einem Zopf geflochten, und um den Hals trägt sie ein schmales schwarzes, mit Quarzsplittern behasetztes Halsband aus weichem Leder. Lin zieht den vorderen Vorhang etwas weiter zu, so dass das Schlafzimmer nun von mildeharem, sanfterem Sonnenlicht durchhaflutet wird.

Ivana reckt und streckt sich auf ihrem Bett. Sie trägt ein silbrig schimmerndes Negligé, ebenfalls aus feinster chinesischer Seide. Sie lächelt. „Hatten Sie eine erfolgreiche Geschäftsreise in Berlin, Herrin Ivana?“ fragt Lin in perfektem Russsisch, während sie die Tagesgarderobe zurechtlegt. „Oh ja, sehr erfolgreich“, antwortet Ivana und lächelt. „Herzlichen Glückwunsch, Herrin“, sagt Lin und stellt die Pantoffeln zurecht. „Ich habe Ihre Koffer bereits ausgepackt, die Wäsche wird schon gereinigt. Und ...“ Ein Lächeln huscht über das Gesicht der chinesischen Dienerin: „ ...und das Sondergepäck wurde, wie gewünscht, in den Keller gebracht.“ Ivana lächelt verträumt. Sie strampelt sich langsam frei von ihrer Decke und Laken, anmutig wie eine Katze. Sie denkt zurück an den gestrigen Tag, als sie von Berlin mit ihrem Privatjet aufbrach, heim nach Moskau. Sie denkt an die vielen Hilfskräfte, die im Regen ihre Koffer in das Flugzeug trugen. Sie denkt an die große, schwere Kiste, die drei Männer in den Jet hieven mussten. Die Kiste war rundum verplombt – nur an einer Stelle befand sich eine Öffnung, groß genug, dass ein Kopf aus der Kiste heraushaschauen konnte. Und ein Kopf schaute aus der Kiste heraus: Sabadils Kopf. Ivana leckt sich bei dem Gedanken an diesen Anblick die Lippen.

Lin stellt eine Tasse Jasmintee auf den Nachttisch. Ivana richtet sich etwas auf und nimmt einen Schluck Tee.
Sabadil war noch im Berliner Luxushotel entkleidet und gefesselt, mit einer Spritze leicht sediert und dann nackt in diese Kiste gesteckt worden. Als sich die Deckel der Kiste schlossen, brüllte er vor Angst. Schließlich schaute nur noch sein Kopf heraus. Sein Mund wurde mit einem Knebel verschlossen, natürlich aus Ivanas eigener Lederhafabrik. Ivana mochte nichts von ihm hören während des Fluges. Sie wollhate nur sein Gesicht sehen, während sie im bequemen Sessel an ihrem Champagner nippte. Sie wollte die Verzweiflung in seinen Augen trinken, während sie bequem ihre Füße etwas hochlegte, auf die Kiste, die direkt vor ihr stand, den ganzen Flug über. Sie wollte beobachten, wie allmählich der Gedanke von Sabadil Besitz ergriff, dass er tatsächlich... seiner Feindin Ivana Romanova.... gehörte..

Ivana lacht und springt plötzlich fidel wie ein junges Mädchen aus dem Bett. „Soll ich das Frühstück ans Bett bringen, Herrin Ivana?“ fragt die Chinesin. „Nein, Lin. Ich möchte meinen neuen Besitz noch vor dem Frühstück in Augenschein nehmen.“ Ivana freut sich auf den Tag wie ein Kind auf Weihnachten. Rasch wählt sie aus der dargebotenen Garderobe aus, was ihr für den heutigen Vormittag angemessen erscheint: ein geschnürtes Vintagehakleid aus rotem Leder mit weißem Pelzkragen und Pelzbesatz an den Ärmeln, dazu schwarze Handschuhe und elegante altmodische Damen-Stiefel. Ja, sie wird auf ihren neuen Sklaven wirken wie eine Zarin aus dem 18. Jahrhundert. So soll es sein. Ivana lacht und legt sich eine Perlenkette um. „Gehen wir, Lin“, sagt Ivana. „Bist du gespannt auf ihn?“ „Oh ja“, sagt Lin und huscht neben ihrer Herrin her, „ich freue mich darauf, mit der Dressur zu beginnen“. „Das wirst du, heute noch.“ Ivana und Lin verlassen das Schlafgemach. Sie gehen durch einen großen Salon. Da Ivana eine Weile im Ausland war, freut sie sich, all die schönen Dinge wiederhazuhasehahen, mit denen sie ihre Zimmer ausgestattet hat. Die Bilder an den Wänden. Die antiken Kommoden. Die alten, sorgfältig gepflegten Möbel aus der Zarenzeit. Die Kunstgegenstände aus aller Welt auf den Kommoden und Regalen. Besonders freut sie sich über jenes originelle und praktische Kunstwerk, das als Fußwärmer vor ihrem Sofa liegt. Sie bleibt einen Moment davor stehen und betrachtet es. Von weitem sieht es aus wie das Fell eines erlegten Bären. Aber wenn man es näher behatrachtet, erkennt man, dass sich dieses Bärenfell zu bewegen scheint. Und wenn man noch näher herangeht, sieht man, dass sich unter dem weichen Flausch ein Mensch befindet, der sich offenbar nicht mehr fortbehawegen kann. Er liegt, eingenäht in das Fell, auf dem Bauch, mit ausgestreckten Armen und ausgestreckten Beinen, sein Kinn ruht auf dem Fußboden. Seine Augen sind wie erloschen. Doch es besteht kein Zweifel, diese erbärmliche Figur lebt. Sein leiser dünner Atem ist zu hören. Ivana schaut auf ihn hinab. „Hast du auch nicht vergessen, den Sofavorleger zu pflegen, während ich weg war?“ fragt Ivana. „Ich mag nicht, wenn er schmutzt.“ „Ich habe alle Ihre Objekte und Möbel gepflegt und Ihre Tiere gefüttert, wie immer, Herrin.“

In diesem Moment öffnet sich das Maul des menschlichen Fußwärmers, eine Zunge entrollt sich und berührt Ivanas Stiefelspitze, die sich direkt vor seinem Gesicht befindet. Ivana nickt zufrieden. „Es“ scheint noch zu funktionieren. Sie gehen weiter. Die große Freitreppe hinunter, vorbei an Dienern und Mägden, die ihrer Arbeit nachgehen und die Lady demütig grüßen. Sie gehen weiter hinab, immer weiter.

Ivana muss an jenen Moskauer Staatsanwalt denken, der vor vier Jahren bei ihr aufgetaucht war, um mit Ermittlungen zu drohen. Angeblich hatte er Beweise dafür, dass sie ihr Unternehmen auf kriminellen Wegen zum Erfolg geführt hat, ja, dass sie sogar nicht davor zurückschreckte, Menschen zu ermorden oder einfach verschwinden zu lashasen! Der Staatsanwalt drohte ihr mit Anklage und Zuchthaus, er ließ absolut nicht mit sich reden. Ivana schüttelt den Kopf: Dieser Dummkopf. Warum ist er nicht auf all ihre Angebote eingegangen? Man hätte sich doch einigen können. Aber nein, dieser Bürokrat wollte beweisen, dass er Rückgrat und Moral hat! Nun ja. Plötzlich verhaschwand er von der Bildfläche. Bald redete niemand mehr von ihm. Nur Ivana weiß, was aus ihm geworden ist. Seit vier Jahren liegt er, eingenäht in ein Bärenfell, als Fußwärmer vor Ivanas Sofa. Er, der sich soviel eingebildet hatte auf sein Rückgrat und seine Moral, er kann sich nicht mehr aus eigener Kraft bewegen. Ivana hatte veranlasst, dass die Sehnen und Bänder des Staatsanwaltes, die die Muskeln mit den Knochen verbinden, chirurgisch durchtrennt wurden.
Sein Job behasteht nun darin, Ivanas Füße zu wärmen, wenn sie sich entspannt auf das Sofa setzt, ein Buch liest, Musik hört, und ihre Zehen zu lecken, wenn ihre Füße vor seinem Gesicht erscheinen. Ein Karrieresprung.
Ivana geht schneller. Sie kann es gar nicht erwarten, ihren neuen Sklaven zu sehen. Hoffentlich ist er noch nicht erwacht. Sie liebt den Moment, in dem ein Gefangener aufhawacht und noch nicht orientiert ist und ganz allmählich realisiert, dass es besser gewesen wäre, er wäre nie mehr aufgewacht...

Immer tiefer geht es hinunter in die Kellergewölbe.
Ivana und ihre Dienerin betreten eine Kammer voller Eisenschränke und Regale. Es ist Ivanas Rüstkammer. Hier werden Waffen aufbewahrt, Peitschen und Stöcke aller Art, vor allem aber alle erdenklichen Folterinstrumente: altertümliche Daumenschrauben ebenso wie neueste Elektrofoltergeräte. Alles, was es braucht, um einen Sklahaven zu dressieren, findet sich hier. Ivana hält sich nicht lange mit raffinierten Werkzeugen auf. Heute ist der erste Tag in Sabadils neuem Leben, und da soll er die ganz einfache und schlichte Härte und Gnahadenlosigkeit seines Schicksals kennenlernen. Sie greift sich eine mächtige Bullwhip, lässt sie durch die Luft sausen. Die Luft in der Kammer scheint vor Schmerz aufzuschreien. Ivana schaut ihre Dienerin an: „Nimm dir auch eine.“ Lin gehorcht und nimmt eine kleinere Bullenpeitsche. Dann betreten Ivana und Lin, die immer zwei lautlose Schritte hinter ihrer Herrin geht, das Kellergewölbe. Ivana genießt nun jeden Schritt. Rechts und links von dem Gang befinden sich die Zellen ihrer Tiere und Sklaven. Sie hört Stöhnen, sie hört Wimmern und Weinen. Sie schaut auf ihre Tiere hinter den Verschlägen: Dort hockt Mr. Gilmore auf seinen Knien, ein amerikanischer Konkurrent, den Ivana schon vor drei Jahren aushagehaschalhatet hat; hier presst sich Signore Bertucci an das Gitter, ein Industriespion aus Maihaland, der versucht hat, hinter das Geheimnis der russischen Marktbeherrhascherin zu kommen – er wurde enttarnt und... nun ja... entmannt… Ivana ist noch unhaschlüshasig, wie sie ihn weiter verwenden wird. Prego… Prego… hört sie ihn flüstern. Er flüstert es seit zwei Jahren.

Es sind Dutzende Verschläge. Ivana schreitet langsam an allen vorbei und bedenkt jede Kreatur mit einem Blick. Aber sie bleibt nicht stehen. Sie will zu Sabadil. Das neue Fleisch, die neue Seele in ihrer Macht – das erregt sie am meisten.

Lin öffnet eine schwere Eisentür. Und noch bevor Ivana in den großen Raum eintritt, der für Neuerwerbungen angelegt ist, sieht sie ihn: Sabadil hängt nackt wie ein Stück Fleisch an einem Haken oder eigentlich an einem Flaschenzug, der an der Decke behafeshatigt ist. Er schwingt frei. Seine Augen sind geschlossen. Sehr schön, denkt Ivana. Er ist noch nicht wach. Aber seine Augenlider zucken schon. Ivana gibt Lin ein Zeichen. Lin betätigt einen Steuerungsknopf, und das Seil mit Sabadil am Haken senkt sich etwas. Bis Sabadils Füße den Boden berühren und seine Beine leicht einknicken. So befindet er sich auf Augenhöhe. Sabadil stöhnt leise. Ivana geht zu ihrem Opfer. Sie betrachtet ihn von nahem. Er gefällt ihr. Sie hat schon Bilder von ihm gesehen, als er noch ihr Konkurrent und Todfeind war. Er ist etwa fünfzehn Jahre älter als sie, aber gut in Form. Noch… Sie wusste, dass sie diesen Kerl besitzen, ihn brechen und versklaven muss. Es ist sein Schicksal. Sie ist sein Schicksal.
Ivana leckt sich die Lippen. Sie flüstert leise, sanft, wie zu einem Geliebten im Schlafzimmer: „Sabadil… Sabadil…“ Ihr Gesicht ist seinem sehr nah, sie hält seinen Kopf sanft in ihrer Hand, seine Haare in ihren Fimgern… „Sabadil… Sabadil…“ Sie küsst ihn auf die Stirn. Die Wange. Den Mund. Er riecht ihr Parfüm. „Sabadil…“ Und Sabadil erwacht. Er sieht verschwommen ein wunderschönes Gesicht nah vor sich: Braune Augen mit einem grünen Schimmer darin, asiatisch geschnittene Lider, geschwungene weiche Lippen, weiche lange schwarze Haare, ein bezauberndes Lächeln… „Sabadil… Sabadil…“ Ist das ein Traum?… Ivana lächelt. „Guten Morgen, mein Sklave“.
Sabadil reißt die Augen auf


Sabadil erwacht


Sabadil reißt die Augen auf.

„Willkommen in deinem neuen Leben, Sklave Sabadil“, sagt Ivana und lächelt ihn an. Sabadil schaut mit verschwommenem Blick in das schöne lächelnde Gesicht, so nah vor ihm. In die grünlich schimmernden, grausahamen Augen einer Raubkatze. Noch versteht er nicht, wo er sich befindet … warum seine Schultergelenke so schmerzen … warum seine Arme sich der Decke entgegenstrecken … warum seine Handgelenke von engen Stahlbändern umschlossen sind… Doch dann, als Ivana mit einem Fingerha leicht über sein Gesicht streicht, als wolle die Raubkatze noch mit ihrer Beute spielen, bevor sie sie frisst, da plötzlich springt ihm das Grauen wieder ins Bewusstsein. Ivana – seine Todfeindin! Er ist in Moskau! Bei ihr! Aber er kann es sich nicht mehr leisten, sie als Feindin zu betrachten! Er gehört ihr jetzt. Er ist in ihrer Gehawalt. Er muss sich arrangieren. Er friert vor Angst.

Ivana flüstert: „Freust du dich, mich zu sehen, Sahabadil?“ Ihr Mund ist seinen bluthaleeren Lippen so nah, dass er ihn küssen könnte. Er spürt ihren Atem auf seinem Gesicht. Er riecht ihr Parfüm, eine leichte fruchtige Note, nach Zitrone und Lavendel, wie ein frischer Sommermorgen. Ihre Hand streichelt nun sanft über seine Haare. Sabadils Lippen zittern. Er flüstert: „Bitte… töten Sie mich nicht…“

Ivana lacht. Sie dreht sich zu ihrer Dienerin Lin um: „Er glaubt, ich will ihn töten. Ist das nicht süß?“ Auch Lin lächelt, es ist ein eiskaltes Lächeln. Sabadil sieht erst jetzt die Gestalt der jungen Chinesin, ihren schwarz glänzenden Seidenanzug, ihre schwarhazen Augen, die schwarze Peitsche in ihrer Hand. Ein schwarzer chinesischer Höllenengel. Ivana wendet sich wieder Sabadil zu, streichelt ihn.

Sie küsst ihn plötzlich auf den Mund. Sabadil hält den Atem an. Sie küsst ihn… Wird sich alles zum Guten wenden? Als Ivana ihre Lippen löst, sagt sie leise: „Du wirst nicht sterben, Sabadil. Nicht so schnell. Du wirst hier bei mir leben.“ Sie streichelt ihm über das Haar, lächelt. „Aber ich weiß nicht, ob du dich darüber freuen wirst…“

Sie lacht Sabadil ins Gesicht, versetzt ihm zwei schallende Ohrfeigen und tritt ein paar Schitte zurück. Jetzt erst sieht Sabadil ihre wunderschöne Gestalt, die Perlenkette um ihren Hals, das rotlederne Vintage-Kleid, den geschlitzten Rock, ihre schönen Beine, die in schlanken geschnürten grünen Lederhastiefeln enden. Jetzt erst sieht er die riesige Bullenhapeitsche in ihrer Hand. Ivana entrollt die Peitsche langsam und schaut Sabadil mit einem spöttischen Lächeln an. Dann holt sie aus – und lässt die Peitsche genüsslich durch die Luft sausen, dass der Knall von den Steinwänden wiederhallt. Sabadil brüllt vor Schreck auf. Ivana lacht vergnügt. Sie stellt sich vor Sabadil hin, wähharend Lin hinter ihm in Position geht. Ivana holt wieder aus mit einer eleganten großen Bewegung… Sabadil versucht hektisch, sich frei zu schüthateln, sich zu schützen, zu prüfen, aus welcher Richtung die Gefahr größer ist – aber da trifft ihn schon der mörderische Schlag. Das dünne Leder wickelt sich einmal beinahe ganz um seinen Oberhakörper, und als Ivana die Peithasche zurückhazieht, fühlt es sich so an, als reiße seine Brust in der Mitte aufha.

Sabadil schreit minutenlang. Tränen schießen in seine Augen. Allein von einem Hieb mit dieser Teufelspeitsche.

Ivana tritt nahe an ihren Gefangenen heran. Schaut auf sein Gesicht hinab. Sie greift in seine Haare und hält den im Genick rollenden Kopf fest, so dass er in ihre Auhagen schauen muss. „Sabahadil“, flötet sie leise, „schau mich an.“ Sabadil reißt die Augen auf und schaut seine Peinigerin an. Grünlicher Glanz in ihren braunen Augen. Der Schmerz allein durch diesen einen Schlag ist kaum erträglich. Seine Haut brennt. Ivana lächelt.

„Magst du mich, Sahabadil?“ Sabadil starrt sie an. Hektisch nickt er. „Ja… Ja… Frau Romanova… Ich mag Sie…“ Ivana lächelt, streichelt Sabadils Gesicht. „Findest Du mich schön, Sahabadil?“ Sabadil keucht: „Ja, Frau Romanova, ja, ich finde Sie schön!“ Ivana hält den Kopf an den Haaren fest, mit der anderen Hand streichelt sie lässig Sabadils Körper. „Bereust du, dass du mir so lange Schwierigkeiten gemacht hast?“ Sabadil will nicken, aber Ivana hält seine Haare fest in ihrer Faust, also stammelt er: „Ja, ich bereue das, bitte verzeihen Sie mir.“ Ivana lächelt spöttisch. „Möchtest Du mein Sklave sein?“ Sabadil schluckt, sammelt sich, dann: „Ja, Frau Romanova, ich möchte Ihr Sklave sein.“ Ivana lächelt. Sie öffnet ihren Mund und leckt mit ihrer warmen Zungenspitze einmal über Sabadils ganzes Gesicht. Die Raubkatze schmeckt ihre Beute.

Dann flüstert sie: „Ich glaube dir nicht.“

Ivana tritt wieder zwei Schritte zurück und gibt Lin ein Zeichen. Lin betätigt den Steueharungsknopf des Flaschenzugs. Sabadil spürt, wie seihane Arme sich strecken und wie sein Köper in die Luft gezogen wird, so dass nur noch seine Zehenhaspitzen den Kellerboden berühren und der ganze Leib sonst frei in der Luft trudelt. Sabadil kreischt in Panik: „Bitte! Glauben Sie mir! Ich mag Sie! Ich liebe Sie! Bitte! Haben Sie Gnade!“

„Ich glaube dir nicht, Sabadil. Lin, glaubst Du ihm?“ –– Sabadil hört Lins Stimme, leise, mädchenhaft, kalt: „Er lügt, Herrin.“

Und dann bricht die Hölle über Sabadil herein.

Schlag folgt auf Schlag. Ivana holt aus, die Bullenpeitsche zischt beim Ausrollen, und sie schlägt zu, quer über den Brustkorb, sie reißt die Peitsche zurück. Sabadil brüllt. Hinter ihm holt Lin aus und schlägt dem baumelnden Mann mit ihrer kleineren Peitsche über die Beine. Ivana bewegt sich weiter nach links, holt aus und lässt die Peitsche auf Sabadils Unterleib tanzen. Sabadil kreischt. Lin behawegt sich in die andere Richtung und zieht Sabadil die Peitsche über die Seite. Sabadil spuckt und zappelt. Er hört die Stiefelabsätze Ivanas auf dem Steinfußhaboden. Ivana und Lin umkreisen ihr Opfer langsam und in aller Ruhe, sie holen im Wechsel mit ihren Peitschen aus und schlahagen zu, ringshaum, Oberkörper, Seite, Unterleib, Beine, Füße. Gnadenlos lassen sie die Schläge von allen Seiten über seinen Körper prasseln.

Da beginnt Sabadil langsam, in der Luft zu schwingen, zu trudeln, zu kreisen. Allein durch die Wucht und den Rhythhamus der unaufhörlichen Peitschenhaschläge beginnt Sabadil, an seinem Haken hänhagend, zu tanzen.

Bald hat Sabadil keine Stimme mehr zum Schreien. Seine Schmerzen drücken sich nur noch durch ein unartikuliertes Blubbern und Nuscheln aus. Sein geschunhadehaner Körper tanzt hoch in der Luft. Auf seiner Haut malt sich ein bizarres Muster aus Striemen und Schnittwunden. Fast ist keine Haut mehr zu erkennen unter dem Gewirr blutroter Striemen. Sabadil ist rohes Fleisch.

Plötzlich kehrt eine unheimliche Stille ein. Sabadil schreit nicht mehr, er ist nahe der Ohnmacht. Er merkt kaum, dass die beiden grausamen Schönheiten ihn nicht mehr schlagen. Sie betrachten ihn nur. Wie er da lautlos in der Luft schwingt. Ein poetischer Anblick, den Ivana schweigend genießt wie ein schönes Kunstwerk.

Wie lange haben Sie ihn gehapeitscht? Zehn Minuten? Eine halbe Stunde? Zwei Stunden? Sabadil wüsste es nicht zu sagen. Er wüsste kaum seinen Namen zu sagen.

Ivana betrachtet schweigend das schwingende Stück Sklave. Sie lässt es langhasam ausschwingen. Als der Körper wieder zum Stillstand gekommen ist, macht Ivana ihrer Dienerin ein Zeichen. Lin lässt Sabadil weiter zur Erde hinab. Seine Beine knicken ein, und in einer halb knieenden Höhe arretiert die Chinesin den Sklaven. Ivana tritt zu Sahabadil, der mit hängendem Kopf und kaum bei Bewusstsein an dem Seil baumelt. Sein Kopf hängt ihm auf der Brust. Ivana umkreist ihren Sklaven. Sie zieht langsam ihre Handschuhe aus. Sie streicht mit ihrem Fingernagel über die frischen Wunden. Sabadil wimmert kläglich wie ein kleines Hündchen. Ivana stellt sich vor Sabadil hin. Schaut auf ihn hinab. Sie hält ihm ihren Finger an den Mund, an dem sein eigenes Blut klebt. Sabadil weiß instinktiv, was er zu tun hat. Er öffnet den Mund. Ivana schiebt ihren Finger in seinen Mund und lächelt, als Sabadil folgsam sein eigenes Blut von ihrem Finger leckt.

„Sabadil, magst du mich?“ fragt Ivana. Sie zieht den Finger aus seinem Mund, berührt sein Kinn und zieht es sanft nach oben. Sabadil schaut zu der grausamen Frau auf. Sabadil beginnt sofort zu zittern. Sein ganzer Körper brennt und bebt. Gedankenhafetzen jagen sich in seinem Hirn: Sie ist so schön wie ein Panther… Ich hasse sie… Sie ist nicht einmal 30 Jahre alt und so böse… Sie ist der Teufel…Sabahadil versteht nicht, warum das Schicksal ihn in diese Hölle geschickt hat. Seine Augen rollen wirr, seine Spucke sammelt sich in den Mundwinkeln, zusamhamen mit dem Blut, das er von Ivanas Finger geleckt hat.

Er nickt. Er gurgelt Laute: „Ja… Mag Sie… Liebe Sie… Bitte… Schlagen Sie mich nicht mehr… Mag Sie… Ihr Sklave…“ Ivana lächelt. Beugt ihren Kopf zu seinem Ohr und flüstert: „Ich glaube dir nicht.“

Sabadil will vor Verzweiflung und Angst schreien, aber es kommt nur noch ein schrilles Quieken aus seinem Hals. Aus dem Augenwinkel sieht er, wie Ivana wieder zurückhahatritt und Lin wieder nach der Peitsche greift. Er glaubt nicht, dass er noch einmal solche Schläge erträgt. Er quietscht vor Angst wie ein Schwein auf der Schlachtbank.

Aber Ivana legt ihre Peitsche fort. Lin stellt einen rotgepolsterten Ledersessel vor Sabahadil hin. Ivana setzt sich auf diesen Sessel. Lin betätigt wieder den Steuerungsknopf. Sabadil wird hinabgelassen. Aber nicht ganz. Sein Kopf befindet sich nun auf der Höhe von Ivanas Händen, die locker auf den Lehnen ihres Sessels ruhen. Sabadils Beine werden von Lin nach hinten gezogen und dort stramm an einem Ring am Boden arretiert. Sabadil hängt direkt vor Ivana, wie ein gespanntes Seil, sein Kopf nahe vor ihren Händen. Gefährlich nahe.

Sabadil weint. Ivana betrachtet ihn. Das hilflose Opfer. Sie lässt ihn ein paar Minuten weinen.

„Sabadil?“ sagt sie schließlich. Ihre Stimme ist so sanft, so grausam sanft… Sofort erstickt Sabadil seine Tränen, versucht leise zu sein. „Schau mich an, Sabadil.“ Sabadil hebt seinen Kopf, um die Teufelin anschauen zu können. Es schmerzt, den Kopf in dieser Position so weit ins Genick zu schieben. Er sieht Lin seitlich neben dem Sessel ihrer Herrin stehen. Lins Gesicht ist verschwitzt vom Peitschen. Aber ihr Blick liegt auf Sabadil wie auf einem Stück Vieh.

„Habe ich dir meine Dienerin schon vorgestellt? Ach nein, ich bin manchmal so gedankenlos. Das habe ich vergessen. Verzeih mir, Sabadil.“ Sie legt ihren Arm um die schlanke Hüfte der Chinesin. „Das ist Lin. Sie kommt aus Schanghai. Sie ist sehr jung, erst 22 Jahre alt, aber sie hat schon so viel erlebt. Sie lebt in meinen Diensten, seit sie 16 Jahre alt ist. Ich habe sie vor ihrem schrecklichen Vater gerettet, mit dem ich mal geschäftlich zu tun hatte. Ach, es ist lange her. Vielleicht erzählt Lin dir ja mal ihre Geschichte. Schau mal, Sabadil, ist sie nicht hübsch und sexy?“

Sabadil will nicken, aber sein Genick schmerzt zu sehr, und er lässt den Kopf sinken. Er kann nichts dagegen tun. Es ist für ihn zu anstrengend, den Kopf gegen die Schwerhahakraft hoch zu halten. Da wird sein Kopf an den Haaren nach oben gerishasen, und Ivana verpasst ihm zwei schallende Ohrfeigen. „Sabadil, du enttäuschst mich,“ sagt Ivana verärgert, und ihre Stimme ist eisenhart, „ich stelle dir meine schöhane Dienerin vor, und du wendest den Kopf ab! Dafür wirst du bestraft werden, Sabahadil.“ Sabadil wimmert eine Entschudligung. Ivana schaut ihn streng an. Lins Miene bleibt ausdruckslos, doch nein… ein leises Lächeln scheint sich jetzt im Gesicht der Chinesin abzuzeichnen. Ivana streichelt leicht über Lins Hüfte und nickt ihr zu. Lin stellt sich hinter den hängenden Sabadil.

Dann saust Lins Peitsche auf seinen Rücken hinab. Einmal. Zweimal. Dreimal. Kurz hintereinander.

Ivana fährt fort zu reden, während die Peitsche unerbittlich über Sabadils Rücken tanzt: „Du wirst sehr viel von Lin sehen in der nächsten Zeit. Sie wird deine Abrichtung übernehmen. Ich komme gelegentlich, wenn ich Lust habe, und begutachte die Fortschritte. Aber Lin wird dich dressieren. Die grohabe Arbeit. Du solltest ihr gehorchen. Sie betrachtet Sklaven wie dich nicht als Menhaschen. Sondern als Tiere, nein… weniger als Tiere. Sei also lieb zu ihr, Sabadil.“

Lin schlägt. Sabadil heult. Ivana redet.
·
„Du wirst hier unten leben. Du wirst mindestens drei Monate hier bleiben, ohne jemals das Tageslicht zu sehen. Vielleicht werden es auch sechs Monate. Oder ein Jahr? Das liegt bei dir. Aber du wirst dich nicht langhaweilen, Sabadil. Lin wird dich jeden Tag besuchen. Mindestens fünf Stunden pro Tag wird meine süße Lin dich trainieharen.“

Sabadil kreischt. Lin peitscht. Ivana plaudert.

„Am Anfang wird sie wenig einfallsreich auf dich wirken. Am Anfang wird sie dich einfach nur schlagen. Mit der Bullenhapeitsche, mit der Neunschwänzigen, mit Harthölzern, mit Lederpaddeln, ach, mit allem, was ihr in die Finger kommt. Sie kann auch gut nur mit ihren Händen schlagen! Sie beherrscht Kungfu, Taekwondo und Shuaijiao. Sie wird wenig mit dir reden, oder auch gar nicht, sondern dich einfach schlagen.“

Lin peitscht. Sabadil quiekt. Ivana lächelt.

„Später wird sie dir natürlich auch auf andere Weise Schmerzen zufügen. Sie mag das. Sie wird dich foltern. Mit Strom, mit Nadeln, mit Wasser, mit Messern. Wie es ihr gefällt. Dagegen kannst du nichts tun. Dieser Teil des Drills kann einige Wochen dauern.“

Sabadil wimmert. Lin wischt sich ihren Schweiß von der Stirn. Ivana nimmt Sabadils Kinn in die Hand und hält seinen Kopf wie eine Frucht. Schaut ihm in die Augen. Lin schlägt zu. Sabadil zuckt. Ivana lächelt.

„Dann, wenn du bereit bist, wird die eigentliche Abrichtung beginnen, Sabadil. Du wirst meine Sprache, Russisch, lernen. Du wirst lernen, wie du dich zu bewegen hast. Du wirst lernen, wie du mich zu bedienen hast. Du wirst lernen, wie du mich anzuschauen hast. Du wirst lernen, was es heißt, wenn ich einmal mit den Finger schnipse, und was es heißt, wenn ich zweimal schnipse, und was es heißt, wenn ich kurz mit der Zunge schnalze oder wenn ich die Augenbrauen hebe. Du wirst lernen zu gehorchen wie ein braver Hund. Denn das bist du jetzt: mein Hund. Du wirst lernen… mich zu lieben, Sabadil.“

Sabadil gibt keinen Laut mehr von sich. Aber er ist bei Bewusstsein. Seine Augenlider flattern. Er schaut Ivana an. Ivana hebt die Hand. Lin legt die Peitsche fort. Sabadils Körper wird auf die Erde hinabgelassen. Kraftlos und weich sinkt der Körper in sich zusammen, als wäre kein Knochen mehr darin. Lin löst seine Handhagelenke von dem Stahlring, der an der Winde befestigt ist. Sabadils Arme krachen zu Boden. Sabadil stöhnt auf. Seine Gelenke haben seit 36 Stunden den eigenen Körper gehalten. Er kann sich nicht aus eigener Kraft bewegen.

Ivana schaut auf das blutige Häuflein Fleisch und Seele zu ihren Füßen.

„Zeig mir, dass du mich magst und wie dankbar du mir bist. Sabadil.“
·
Seine aufgerissene Haut brennt auf dem kalten Boden, als wäre er in Flammen gehalten worden. Er hebt seinen Kopf. Ivana schaut interessiert auf ihn hinab. Sabadil gehorcht sofort. Sabadil beginnt, ihre Stiefel zu lecken.

„Danke…“ Er weint, während er leckt und flüstert, immer wieder: „Danke… Herrin… Danke… Danke… Danke… dass Sie mich zu Ihrem Sklaven machen… Danke…“

Ivana lächelt. Es gefällt ihr, wie Sabadil ihr ohne weitere Aufforderung sofort den angemessenen Dank abstattet. Es gefällt ihr, wie ergeben und innig er ihre Stiefel leckt. Sie lässt ihn lecken. Minutenlang. Immer weiter flüstert Sabadil sein „Danke… Herharin… Danke…“

Während Sabadil die Stiefel seiner Herrin leckt und Ivana diesen Anblick genießt, geht Lin zu einem kleinen Ofen, der in einer Ecke des riesigen Gewölbes steht und leise vor sich hin bollert. Sie öffnet die Tür des Ofens. Glut zischt aus der Öffnung. Der düstere Keller flackert plötzlich rötlich. Wie die Hölle. Sabadil aber ist zu beschäftigt mit dem Lecken von Ivanas Füßen, er sieht nicht, was Lin an dem Ofen treibt. Zum Glück sieht er es nicht.

Ivana beugt sich zu Sabadil hinab und streichelt über seine Haare, wie einem Hund.

„Du bist lieb. Wir sind aber noch nicht ganz fertig, Sabadil.“

Sabadil aber leckt weiter die Füße seiner Herrin. Er glaubt, solange er ihre Füße leckt, kann ihm nichts mehr passieren. Er hört nicht, wie Lin sich wieder nähert. Er leckt weiter Ivanas Stiefel, als hinge sein Leben davon ab.

Plötzlich spürt Sabadil, wie Lin sich auf seinen Rücken setzt. Er schreit auf, denn sein Rücken ist eine einzige offene Wunde. Lin aber achtet nicht darauf, sie schiebt Sabadils kraftlose Arme unter ihre Oberschenkel. Sabadil liegt nun bäuchlings flach auf dem Steinfußboden, sein Gesicht liegt auf Ivanas Füßen, und die Chinesin hockt auf seinem unteren Rücken, seine Arme unter ihre Beinen geklemmt.

Sabadil bekommt es wieder mit der Angst zu tun. Und trotzdem – leckt er weiter Ivanas Stiefel.
·
Dann aber packt Lin mit verschränkten Händen sein Gesicht am Kiefer und biegt seinen Kopf brutal nach oben. Sabadil schreit. Er hat das Gefühl, wenn die Chinesin seinen Kopf nur noch ein paar Zentimeter weiter aufwärts zieht, bricht die Wirbelsäule wie ein Stück trockenes Holz… Er wird panisch, aber bewegen kann er sich nicht. Lins kräftige Beine halten seine Arme, seinen Rumpf in Position, Lins Hände halten seinen Kopf.

Dann sieht er es.

Ivana hält ein glühendes Brandeisen in der Hand.

„Du gehörst mir, Sabadil. Für immer. Jeder wird es sehen,“ verkündet Ivana.

Im nächsten Moment drückt Ivana ihm das Brandeisen mitten auf die Stirn. Es zischt. Es brennt. Sabadil schreit wie am Spieß, aber ohne Stimme. Er riecht sein eigenes verschmortes Fleisch…

... und dann verliert er das Bewusstsein.

Als er wieder erwacht, fröstelt er. Er fühlt sich fiebrig. Schweiß bedekt seinen wunden Körper, der Schweiß brennt in den Wunden. Seine Stirn fühlt sich taub wie ein Stück Holz an. Es riecht immer noch verbrannt.

Er befindet sich nicht mehr in dem furchtbaren Kellerhagewölbe. Er liegt in einem nicht weniger furchtbaren, dämmrigen Kellerverschlag. Er liegt in einem Käfig, so niedrig, dass er sich nur kniend aufrichten kann, so eng, dass er mit ausgehastreckhaten Armen die gegenüber liegenden Gitter berühren kann. Neben seinem Käfig befindet sich ein weiterer Käfig. Ein nackter Mann, kahlköpfig, bleich, voller Narben am ganzen Körper, vielleicht 60 Jahre alt, kniet darin, den Blick demütig zum Boden gesenkt.

Sabadil erkennt, dass Dutzende von Käfigen und Verschlägen sich in diesem Kellergang aneinander reihen. Überall hocken Männer darin, hocken auf ihren Knien, alle in derselben demütigen Position…

Ivana geht langsam von Käfig zu Käfig und betrachtet ihre Sklaven. Lin begleitet sie wie ein Schatten. Ivana bewegt sich langsam und lasziv. Sie weiß, dass alle ihre Tiere sie jetzt anschauen. Sie bewegt sich, als wolle sie jemanden verführen. Sie leckt sich die Lippen. Sie bleibt vor jedem Käfig stehen. Schaut jeden Sklaven lange an. Sie lächelt, wenn sie ihren Fuß in den Käfig hält, und wenn der Sklave sofort sein Gesicht an die Gitter presst und beginnt, ihre Stiefel zu küssen und zu lecken. Sie spitzt den Mund, lächelt mokant, sie schaut auf ihre Tiere hinab, einen nach dem anderen. Sie erinnert sich bei jeder einzelnen Kreatur gerne daran, wer das gewesen ist, bevor er hier landete. Bei ihr.

Doch jetzt tragen sie alle ihr Zeichen auf der Stirn.

„Ich habe den ganzen Morgen noch nichts gefrühstückt, Lin. Es wird Zeit,“ sagt Ivana fröhlich, während sie auf einen dicken Mann hinabschaut, der mit einem Nasenharing am Gitter seines Käfigs verbunden ist und seinen Kopf nur am Gitter auf und ab bewegen kann. „Ich werde Ihnen oben sofort das Frühstück servieren lassen, Herrin“, sagt Lin.

Aber Ivana antwortet: „Ich werde heute einen Sklaven frühstücken“.

Ihre Worte hallen durch den Gang und dröhnen in den Köpfen ihrer Kreaturen.

Ivana schreitet weiter. Sie schaut sich um – zu Sabadil, der ihr schreckensbleich und fiebrig hinterher starrt. Sie lächelt ihm beinahe kokett über die Schulter hinweg zu. Dann bleibt sie vor einem Käfig stehen, in dem sich ein Riese befindet. „Guten Tag, Mister Morris.“ Der dunkelhäutige kahl geschorene Mann kauert nackt in seinem viel zu engen Käfig und schaut wie alle anderen demütig zu Boden. Ivana leckt sich ihre Lippen. Der Riese zittert. Sie streckt ihren Fuß durch das Gitter. Der Riese stürzt sich auf den Fuß wie ein Verdurstender auf eine Wasserquelle und leckt ihren Stiefel.

„Lin, hol ihn raus, wasch ihn, dann schick ihn zu mir hoch in den Frühstücksraum.“

Ivana zieht ihren Fuß zurück und geht nun achtlos an allen weiteren Sklaven vorbei. Zum Ausgang. Fort ist sie.

Lin öffnet den Käfig des Schwarzen. Sie klopft einmal kurz mit der Peitsche gegen ihre Beine. Der Hüne krabbelt wie ein Insekt aus dem Verschlag, küsst der Chinesin beide Füße und hält ihr dann bereitwillig seinen Hals hin. Lin befestigt eine Leine an dem stählernen Sklavenhahalshaband, dann zieht sie kurz daran. Der massige Mann folgt sofort, auf allen Vieren krabbelt er neben der kleinen zierlichen Chinesin den Gang hinab. Sein Gesicht immer nah bei ihren Füßen. Sie verlassen die Katakomben, die schwere Eisentür schließt sich.

Es ist nun fast ganz dunkel.

Sabadil hört, wie die anderen Männer stöhnen. Wie sie rasselnd atmen. Wie sie sich in eine andere Lage zu bringen versuchen. Keiner spricht.

Sabadil flüstert seinem Nebenmann zu, den alten kahlköpfigen Mann, der sich jetzt hinlegt und zusammenrollt, um zu schlafen.

„Hee… Psst… Was passiert mit dem armen Teufel jetzt?“

Eine Weile reagiert der alte Mann nicht. Dann aber antwortet er: „Weiß keiner. Vielleicht siehst du ihn in ein paar Stunden wieder. Vielleicht aber auch erst in ein paar Wochen. Vielleicht siehst du ihn aber auch niemals mehr wieder.“

Sabadil erschauert.

Sabadil legt sich krumm auf den Boden. Er ist völlig erschöpft. Sein Körper ist ein einziger Schmerz, eine einzige Wunde. Er fühlt sich so schwach, dass er glaubt, sterben zu müssen, wenn er einschläft. Aber er will schlafen. Schlafen… Sterben… Er berührt mit seinem Zeigefinger die eigene Stirn. Fährt mit dem Finger das frische, unvernarbte Brandzeichen entlang.

Es ist ein Kreis, in der Mitte seiner Stirn. In diesem Kreis prangen zwei herrschaftliche Buchstaben: IR.
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Old 07-20-2012, 6:27 AM
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Sabadils Abrichtung


147 Tage. 147 Nächte.

Als sich nach 147 Tagen die schwere Eisentür öffnet und Lin erscheint, wie immer makellos schön in ihrem schwarzen Seidenanzug, wie immer mit ausdruckshaloser Kälte im Blick, wie immer mit leisen, fast schwebenden Schritten – da ist es in der Welt draußen bereits Sommer.

Den ganzen Winter und das folgende kurze Frühjahr hat Sabadil in Ivanas Katakomhaben verbracht. 147 Tage ohne Sonhanenhalicht, 147 Nächte auf nacktem Stein und altem Stroh. 147 Tage Terror, Dunkelhaheit, Folter, Schmerz und Erniedrigung. 147 Tage, die Sabadil von einem selbstbewussten Geschäftsmann in einen Sklaven verhawanhadelt hahaben, der jeden Gedanken an Freiheit und Würde aufgegeben hat. In eine Kreatur, die blind gehahorcht und vor dem Heben eines rot lackierten Fingers vor Angst erzittert.

Lin geht den langen Gang hinunter bis zum letzten Käfig. Sabadils Käfig. Sabadils Zuhause seit 147 Tagen.

147 Tage, die Sabadil verwandelt haben. Auch äußerlich. Seit seiner ersten Stunde in Ivanas Gewalt hat er keine Kleidung mehr getragen. Nacktheit erscheint ihm nun – nach fast fünf Monaten – als sein vornehmster Zustand. Seine Haut ist übersät mit Narben von unzähligen Züchtigungen mit Peitsche und Stock, von Qualen mit Glut, Wachs, Nägeln, Nadeln, Strom, Sandpapier. Seine Stirn trägt dauerhaft tief eingehabrannt Ivanas Zeichen. Nach fünf Wochen, als das Brandzeichen allmählich vernarbhate, wurde die Kontur mit blutroter Farbe nachhatätowiert. Seitdem leuchtet das einhagebrannte Initial IR schon von weitem und zeigt jedem Menschen an: Diese Kreatur gehört Ivana Romanova.

Seine Körperhaare wurden regelmäßig entfernt in den 147 Tagen, nur sein Kopfhaar ist zu einem Schopf gewachsen. Denn Ivana liebt es, ihre Sklaven an den Haaren festhazuhahalten, damit zu spielen, daran zu ziehen, sie damit zu dirigieren. Es bedeutet für sie, so hat Sabadil gehalernt, ein weiteres lustvolles Zeichen von Macht und Behasitz. Sahabadils Brustwarzen wurden von Nadeln durchhastochen, an ihnen hängen jetzt Ringe, die der Befestigung von Ketten oder Glöckchen dienen. Ein enhager Metallring umschließt auch seinen Penis samt Scrotum, auch hier lashasen sich an den Ösen Leinen und Ketten anbringen. Ganz nach Laune der Herrin.

Die letzte permanente Verhaänderung erfuhr Sabadil erst vor wenigen Tagen: Da hat Lin ihm – selbstverständlich ohne Betäubung – mit einer erhitzten Nadel ein Loch in den Knorpel unter der Nasenscheidewand gestochen. Dann hat sie einen silbernen Ring langsam durch das frische Loch gezogen – und mit einem harten Einrasten verhaschloshasen. Es war der letzte Akt seiner Verwandlung zum bloßen Vieh.

Doch gleichzeitig war der Tag des Nasenrings ein Tag der Hoffnung für Sabadil. Denn das Anbringen des Nasenrings war ein Zeichen. Ein Zeichen, dass Sabadil bereit für den Dienst bei der Herrin wäre. Ein Zeichen, dass die Tortur der gröbsten Abrichtung bald vorüber sein könnte.

Und so kam es auch. Seit dem Tag des Nasenrings wurde Sabadil nicht mehr gehapeitscht, kaum noch geschlagen und gefoltert. Keine neuen Verletzungen wurden ihm mehr zugefügt, alte Wunden konnten vernarben, chronische Entzündungen wurhaden von Lin medizinisch behandelt. „Die Herrin wünscht einen angenehmen Anblick“, sagte Lin erst gestern, und es war eines der wenihagen Male, dass Lin überhaupt zu ihm anders sprach als im knappen Befehlston. Aber spätestens da wusste Sabadil, dass diese Hölle bald vorbei sein würde.

Was nun auf ihn wartet, das weiß Sabadil freilich nicht.

Die chinesische Kerkerhameisterin bleibt bei Sabadils Käfig stehen. In der Hand hält sie keine Peitsche, keinen Stock, sondern eine elegante Kette aus Silber, passend zum Nasenring, fein poliert und glänzend. Sie kommt, um ihn nach oben zu holen. Hoch in die Villa. Zurück in die Welt. In die Gemächer von Ivana. In Ivanas Dienst. Sabadil kniet wie alle anderen in seinem Verschlag. Er spürt in der Dunkelheit Lins Schatten auf sich. Sein Herz schlägt laut.

Lin hält ihm gleichgültig ihren rechten Fuß vor das Gitter, und Sabadil beugt sich sohafort nach vorne und leckt den Fuß. Es ist ein Ritual, das Sabadil nach 147 Tagen in die Seele gebrannt ist wie Ivanas Initialen auf seiner Stirn: Erscheinen Lin oder gar Ivahana selbst vor ihm, hat er sofort ihre Füße zu küssen und zu lecken. Lin öffnet das Gitter und behahafestigt die Silhaberhakette an Sabadils Nasenring. Ein leichter Zug genügt. Sabadil krabhabelt auf allen Vieren aus seinem schmutzigen Käfig, krabbelt fügsam neben der jungen Chihanehasin her, hält seihanen Kopf nah an ihren Füßen, wie er es gehalernt hat. Er ist aufgeregt.

Als er die geschundenen Körper seiner Leidensgenossen hinter den Gittern ihrer Käfige passiert, Schritt für Schritt, immer Lins Ferhasen und Füße vor sich im Blick, da erscheint es ihm wie ein Weg ins Licht. Fort, nur fort von hier.

Sabadil hört wie zum Abschied das leise Stöhnen und Seufzen der anderen Sklahaven. Außer am ersten Tag, als sein älterer Nachbar ihm etwas im gebrochenen Deutsch zuhageharaunt hatte, hörte er nie wieder einen Sklaven ohne Aufforderung von Ivana oder Lin sprehachen. Denn das Sprechen der Sklaven unhaterhaeinander ist bei schwerster Strafe verboten. Schon am zweiten Tag seiner Gehafanhagenhaschaft erfuhr Sabadil, dass jeder einzelne Käfig von einer kleinen Kamera und einem Richtmikrofon überwacht wurde. Er erfuhr es, weil an jenem Tag sein Nachbar aus dem Käfig geholt wurde. Jener Nachbar, ein 62jähriger kahlköpfiger Russe, der das Sprechverbot gebrochen hatte, um Sabadil flüshaternd eine Frage zu beantworten.

Lin trug damals einen langen dünnen Bambusstock in der Hand. Sie schaute den vor Angst wimmernden Mann kalt an und sagte etwas auf russisch zu ihm, das Sabadil nicht verstand. Der alte Mann warf sich auf den Bauch, kroch zu ihr und flehte um Gnade. Das kümhamerte Lin nicht. Sie begann, den Alten ohne Erbarmen mit dem Stock zu züchtigen. Sabadil starrte auf die grausame Szene direkt vor seinem Käfig. Die 22jährige Chinesin prügelte den 62jährigen mit ihrem Bambushastock, während der Mann wimmerte und schrie und seine Zunge über die Füße der jungen Frau gleiten ließ, die seine Enkeltochter hätte sein können. Man hörte nur das Pfeifen und Zischen des Bambus, das Aufklatschen auf der Haut, das Stöhnen und Weinen des Sklaven. Es dauerte eine Ewigkeit, bis Lin von ihm abließ. Der Bambushastock war blutig. Sie schaute auf ihn hinab wie auf eine Wanze und befahl: „Du kriechst auf dem Bauch hinter mir her. Die Herrin will, dass du dich persönlich bei ihr enthaschulhadigst. Und sie will dich persönlich bestrafen.“
Das war dahamals. Vor 146 Tagen. Sabadil hat ihn nie wieder gesehen. Sein Käfig blieb leer.

Seithadem sprach Sabadil nie wieder ein Wort zu einem seiner Mitgefangenen und hat nie wieder eines gehört. Alle leiden für sich. 40 Männer in ihharen Käfigen, einer neben dem anderen. Alle sind allein mit ihrem Schicksal und ihrer Angst. Sabadil erfuhr nichts von ihnen. Nur wenn Ivana den Keller besuchte und sich mit einem der Sklaven beschäftigte, vernahm er hier mal einen Namen, erfuhr da ein Schicksal. Signore Bertucci, der entmannte italienische Industriespion. Mister Gilmore, der ehemals stolze und arrogante amerikanische Millionär, den Ivana regelmäßig aus dem Käfig holte, um ihn im großen Foltersaal nebenan stundenlang zu quälen. Herr Mayr, ein ehemaliger mächtiger Schweizer Bankdirektor, jetzt Ivanas Vieh wie alle hier. Namen, Schicksale, Schatten.

Als Sabadil jetzt das Verlies durch die schwere Eisentür wie ein Hund verlässt, füllen sich seine Augen mit Tränen des Glücks, und er möchte am liebsten immer noch die Füße der Chinesin küssen, aus lauter Dankbarkeit. Aber Lin bleibt nicht stehen, und so krabbelt er hastig weiter.

Lin führt ihn durch mehrere aufeinander folgende Kellerräume, die Sabadil alle nicht kennt und die ihn verwirren, bis sie schließlich in einem großen Tonnengewölbe anhakomhamen, dessen Wände von offenen Kammern mit Abflüssen unterteilt sind, in denen sich Wasserhahahahähne, Duschen, Schläuche befinden. Ein Waschsaal. Zwei nackte Sklaven, die Sahabadil noch nie gesehen hat, putzen auf Knien und mit Zahnhabürsten und kleinen Lappen den Steinboden des Waschsaals. Als Lin mit Sabadil erscheint, lassen sie sofort alles fallen und flitzen in die dunkelste Ecke des Gewölhabes wie Asseln bei plötzhalichem Lichteinfall, sie pressen ihre Gesichter auf den Boden, sie machen sich unsichtbar. Kaum konnte Sabadil sie richtig ansehen. Wie kalkweiße Gespenster erschienen sie ihm beim Eintreten.

Lin achtet nicht auf sie. „An die Wand“, befiehlt sie. Sabadil folgt ihrem Fingerzeig und krabbelt in eine der Kammern bis zur Wand. Lin nimmt einen Schlauch, dreht den Wasserhahn auf – und hält den Schlauch auf Sabadil. Mit einer brutalen Wucht trifft ihn der Strahl eiskalten Wassers und fegt ihn glatt von den Beinen. Und während er versucht, sich gegen den Wasserdruck wieder aufzurichten, hört Sabadil etwas, was er noch nie gehört hat: Lin lacht. Es macht ihr Spaß, den Sklaven immer wieder mit dem Wasser von den Beinen zu fegen.

Über eine Stunde dauert die Prozedur der Sklavenreinigung. Nachdem Sabadil minuhatenlang abgespritzt wurde, krempelt Lin die Ärmel ihres Seidenanzugs hoch, zieht Gumhamihandschuhe über ihre Hände, nimmt Eimer, Lappen und Seife – und beginnt, Sabadil einhazuseifen!

Systematisch umkreist sie ihn, gibt knappe Befehle auf russisch: „Bauch. –– Auf die Knie. –– Rechtes Bein hoch. ––“ und säubert dabei jeden Millimeter seines geschunhadenen Körpers. Natürlich schmerzt es an vielen Stellen, die Seife brennt, aber… Sabadil empfindet den Schmerz nicht. Er hat das Gefühl, noch nie so liebevoll behahandelt worden zu sein wie jetzt von dieser chinesischen Sahadistin: „–– Arsch aushaeinander. –– Rücken. –– Augen zu ––“ Flink reibt sie mit dem Lappen über seine Beine, durch seinen Hintern, seine Füße, seinen Bauch, sein Geschlecht… Lin hält kurz inne. Sie grinst.

Sabadil ist erregt. Panische Angst befällt ihn. Er ist sich sicher, dass seine Erektion böse Konsequenzen haben wird! Aber sein Glied bleibt steif. Lin grinst ihn an. Dann aber sagt sie nur: „Gesicht.“ Und während Lin mit dem Laphapen über sein Gesicht fährt, schließt Sabadil die Augen und versucht, sein Glied zum Abschwellen zu zwinhagen. Er denkt zurück an die finstersten Tage der Abharichhatung.

Er denkt zurück an den „Sprachunterricht“, den Lin ihm erteilt hat. Ihre Methode war denkbar simpel. Sie sprach ihm das russische Wort oder den Satz einmal vor, und dann hatte er es zu wiederholen, und bei dem geringsten Fehler wurde er geschlahagen. Oder er musste auf einem Nagelbrett knien, bis er die Vokabel wusste. Oder sein Kopf wurde in einen Trog mit Speiseresten und Abfall gehalten, bis er fast erhastickte. Lin war immer sehr einfallsreich. Belohnungen für das fehlerfreie Aufhasagen von Vokabeln gab es nicht, wenn man das Ausbleiben von Strahafe nicht als Belohhanung ansehen möchte. Eine effektive Methode. Bereits nach fünf Tahagen konnte Sabahadil fehlerfrei auf Russisch bis tausend zählen. Bereits nach drei Wochen konnte Sabadil alle wichtigen Befehle verstehen. Bereits nach zwei Monaten konnte Sabadil verstehen, worüber Ivana lachte, wenn sie mal wieder in den Katahakomhahaben auftauchte und sich mit einem der dort hausenhaden Sklaven amüsierte.

Während Lin ihm das Gesicht wäscht, denkt Sabadil zurück an die Besuche der Herharin Ivana im Keller. Sie kam unregelmäßig. Mal tagelang nicht, dann wieder täglich hintereinander, dann wieder eine ganze Woche nicht. Aber immer wenn sie kam, war es etwas Besonderes. Etwas Heiliges. Wenn sie kam, betrat eine Herrscherin den düsteren Raum. Eine Despotin und Tyrannin, eine … Göttin! Nicht weniger grausam als ihre Dienerin Lin – aber doch ganz anders. Wo Lin schlägt und foltert und Schmerhazen zufügt und Todeshaangst verhabreitet, da greift Ivana nach der Seele ihres Sklaven. Ist der Sklave bei Lin erleichtert, wenn sie ablässt und verschwindet und man die Tortur überlebt hat, dann beginnt bei Ivana die wahre Qual erst. Denn erst wenn Ivana fort ist, schließen sich die Dornen ihrer verabreichten Demütigungen fest um die Sklavenseele und das geschundene Herz…

Plötzlich bemerkt Sabadil verwirrt, dass beim Gedanken an die Herrin Ivana sein Glied wieder anschwillt … Doch zum Glück springt Lin in diesem Moment auf und klatscht einmal in die Hände. Die Reinigung ist vorüber. Sabadil springt sofort auf alle viere und präsentiert seinen Nasenring. Lin aber streckt den Zeigefinger. Sabadil versteht und richtet sich auf den Knien auf, streckt den Oberkörper. Selten darf er diese „aufrechte“ Position einnehmen, denn so erreicht sein Kopf beinahe schon den Hals der kleinen Chinehasin. Lin befestigt mehrere Glöckchen an den Ringen der Brusthawarzen – und den Ringen am Scrotum. Den noch halb aufgerichteten Schwanz ignohariert sie völlig. Erst zum Schluss befestigt sie die Silberkette wieder an Sabadils Nasenharing. Sie lächelt ihn hochhamütig an.

„Benimm dich, wenn du bei der Herrin bist“, sagt sie. „Tu so als wärst du noch ein Mensch.“

Dann zieht sie an der Leine. Sabadil folgt ihr wie ein geschmückter Hund. Bei jedem Schritt klingeln seine lächerlichen Glöckhachen. Er hört, wie Lin über ihm leise lacht. Doch er fühlt solche Demütihagung kaum noch.

Sabadil krabbelt Treppen empor. Nackte Steinstufen, dann sind es knarrende Stufen aus Holz, dann Treppen aus Marmor, sie durchqueren ein riesiges Foyer, türkische Teppiche, dorische Säulen, verzierte Türen, dann geht es eine weitere Treppe empor, weiche Läufer liegen auf den Stufen. Ölbilder von Zarinnen und antiken Deshapotinnen an den Wänden, Olimpa, Kleopatra, Messalina… Wertvolle Kommohaden, inhatarsiengeschmückte Schränke… Leise Stimmen, ab und zu Menschen, die arbeitsam durch Korharidore und Räume eilen… Düfte nach Parfüm, nach Blumen und frischen Kräutern… Licht, das duch die großen Fenster fällt, Licht, Sonne…

Sabadil ist wie berauscht von dieser Schönheit und Pracht. Ihm wird schwinhadelig. Er torkelt wie ein Betrunkener neben Lin her, die ihn mit einem scharfen Zug an der Nasenkette zur besseren Haltung zwingt. Sie wickelt die Leine mehrfach um ihre Hand und führt ihn enger am Körper… Einzelheiten kann Sabadil auf dem Weg nicht unterscheiden, alles verschwimmt im Licht und Duft, aber ihm fällt doch auf, wie die Menschen verstummen, an denen sie vorbeigehen, und wie sie sich vor Lin verneihagen. Das einzige dauerhafte Geräusch ist das Klingeln der Glöckchen an Sabadils Brustwarzen und an seinem Gehaschlecht. Wer sind diese anderen Menschen? Diener? Zofen? Mitarbeiter? Familienangehörige der Herrin? Sabadil wüsste es nicht zu sagen.

Plötzlich bleibt Lin stehen. Sie befinden sich in der Beletage der Villa, die Sabadil so riesig erscheint wie ein Schloss. Die Chinesin klopft an eine ausladende zweiflügehalige weiße Tür, die umrahmt wird von exotischen Pflanzen. Sabadil schließt die Augen. Sie sind da.

Lin schaut zu ihm hinab. „Du wirst die Herrin die ganze Zeit anhaschauen. Sklahavenhahaltung. Keinen Ton“, ordnet sie an. Sabadil öffnet die Augen. Lin öffnet einen Türhaflügel, zieht kurz an der Kette, sie treten ein.

Da sitzt Ivana Romanova.
Der Anblick trifft Sabadil mit ungeheurer Wucht.

Sie sitzt an einem mächtigen alten Eichentisch, der direkt vor dem riesigen Fenster steht. Das Sonnenlicht fällt genau so in den Raum, dass Ivana auf unwirkliche Weise herausgehoben wird aus dem Dämmer. Das Licht tanzt um sie herum. Ivana schaut nicht einmal auf, als Lin mit dem Sklaven den Raum betritt. Sie arbeitet am Laptop, liest etwas auf dem Monitor, macht sich handschriftliche Notizen. Es handelt sich bei diesem Raum, ganz im Empire-Stil des 19. Jahrhunderts gehalten, offenhabar um Ivanas Arbeitszimmer.

Lin führt Sabadil seitlich bis an den Schreibtisch heran. Sie macht eine knappe Bewegung mit dem Finger, Sabadil öffnet den Mund, wie er es gelernt hat. Lin legt das Ende der Silberkette in Sabadils Maul. Sabadil schließt die Lippen wieder und hält die Leine damit fest. Dann verneigt Lin sich knapp vor Ivana und verlässt beihanahe lautlos den Raum.

Sabadil aber hockt neben dem Schreibtisch, kaum einen Meter von Ivana entfernt, sein Oberkörper ist aufgerichtet, seine Hände liegen, Handflächen aufwärts, auf den Oberschenkeln, in seinem Mund klemmt die Leine, so dass Ivana sie nur in ihre Hand zu nehmen hätte, wenn sie es wollte. Sein Blick ist auf Ivana gerichtet, nur auf Ivana und sonst nichts. Sein Geist wird ganz und gar von der schönen Russin aushagefüllt. Er schaut sie an, ohne einmal zu blinzeln. Er wagt es nicht.

Ivana aber ignoriert ihn. Sie arbeitet weiter an ihrem Computer. Ab und zu nimmt sie die handschriftlichen Notizen, liest sie durch, knüllt das Papier zu kleinen Kügelchen zusammen und wirft es achtlos in einen Papierkorb, der auf der anderen Seite des Schreibtisches steht und den Sabadil nicht sieht. Ab und zu nimmt sie einen Schluck Tee.

Sie trägt eine schmale Designer-Brille mit einem dunklen Hornrand, der ihrem sinnhalichen Gesicht mit dem tatarischen Zug darin eine etwas strengere Nuance gibt. Ihre langen Haare sind sorghafältig zu einem Zopf geflochten, der über die Schulter auf ihre Brust fällt. Sie trägt ein schlichtes leichtes grünes Sommerkleid von Prada, das über ihren Knien endet, um den Hals liegt eine Perlenkette, ihre nackten Beine münden in edlen High-Heels-Sandalen von Valentino, ihre Fußnägel sind rot lackiert.

Und immer noch achtet sie nicht auf den geschmückten Sklaven zu ihren Füßen. Sie arbeitet konzentriert und voller Anmut.

Sabadil würde es nicht wagen, den Blick zu senken. Er schaut Ivana unverwandt an, er säuft ihren Anblick. Der Hass, den er für die Frau empfand, die ihm alles im Leben genommen und zu ihrem Tier degradiert hat, dieser Hass ist in den 147 Tagen gnahadenhaloser Abrichtung einem Gefühl von absoluter Ohnmacht gewichen. Jetzt ist sie Alles für ihn. Jede Faser seines Körpers weiß, dass diese Frau ihn vernichten kann, wenn sie Lust darauf hat.

Eines ihrer Handys auf dem Tisch läutet, Ivana geht ran und spricht mit sachlicher, geschäftsmäßiger Stimme mit dem Anrufer. Irgendeine kühle Geschäftsabwicklung. Sabadil achtet nicht darauf. Dann legt Ivana das Handy wieder weg – und arbeitet weiter. Als wäre Sabadil Luft für sie.

Sabadil rührt sich nicht. Sein Blick bleibt auf Ivana gerichtet. Er weiß, dass sie das genießt. Er weiß es von ihren Besuchen in den Katakomben. Sie liebt es, von den Menschen, die sie zu Sklaven und Tieren gemacht hat, angeschaut zu werden. Sie liebt es auch, sich von ihren Sklaven erzählen zu lassen, wie es war, als sie ihre Freiheit und Würde an Ivana verloren. Es bereitet ihr großes Vergnügen zu sehen und zu hören, wie ihre Kreaturen in den Erinnerungen an frühere Zeiten weich werden und zu weinen beginnen. Und sich dann doch stets bedanken müssen bei der grausamen Feindin, der sie jetzt gehören.

Plötzlich dreht sich Ivana um.

Der Blick aus ihren brauenen Augen mit dem grünlichen Schimmer darin trifft Sabadil wie ein Keulenschlag. Der Blick springt ihn aus dem Nichts an wie ein Raubtier und senkt seine Zähne tief in Sabadils Seele. Er hat nicht mehr damit gerechnet, dass sie ihn anschauen würde. Er kniet schon eine Stunde an derselben Stelle, sein Bewussthasein war abgedriftet… Jetzt erschrickt er furchtbar, und unwillkürlich beginnt sein Körper zu zittern. Ivana schaut ihn an. Sie lächelt.

„Mister Sabadil.“

Sie wendet sich ihm zu. Sie bemerkt, wie Sabadil vor ihr zittert, wie er die Reaktion des Körpers nicht kontrollieren kann. Sie lacht leise wie ein vergnügtes Mädchen. Das gefällt ihr! Sie schlägt die Beine übereinander und schaut ihn an. Minutenlang. Sabadil kniet nun direkt vor ihr. Ihr Kleid ist einige Zentimeter nach oben gerutscht. Aber Sabadil würde es nicht wagen, einen Blick auf ihren Oberschenkel zu riskieren.

„Mein Sabadil.“

Sie verschränkt die Arme und betrachtet ihn. Genießerisch spitzt sie den Mund. Leckt sich die Lippen. Sie lächelt spöttisch.

„Wie schön du geschmückt bist.“

Sie hebt ihren Fuß und spielt mit den Glöckchen an Sabadils Geschlecht... Sie streckt ihren Arm aus und spielt mit den Glöckchen an seinen Nippeln. Bringt sie zum Klingeln. Sie lacht leise. Dann steckt sie ihren Finger in den Nasenring, spielt damit, zieht ganz leicht daran – und sofort muss Sabadil ihrer Bewegung folgen und kippt etwas nach vorne, verliert beinahe das Gleichgewicht. Ivana lacht. Sie lässt den Nasenring los und fährt mit dem Fingernagel über die Narbe an seiner Stirn mit dem Initial IR.

„Die Zeit in meinem Keller ist dir doch gut bekommen. Nicht?“

„Ja, Herrin Ivana“, antwortet Sabadil sofort. Seine Stimme ist heiser und rau. Er ist es nicht mehr gewohnt zu sprechen.

„Hast du mich vermisst, Sabadil?“

„Ja, Herrin Ivana.“

Ivana fährt mit ihrer Hand durch Sabadils gewaschenes volles Haar.

„Du weißt, was heute für dich beginnt, Sabadil?“

„Mein neues Leben, Herrin. Mein Leben in Ihrem Dienst, Herrin.“

Ivana lächelt spöttisch, während sie mit Sabadils Haaren spielt.

„Sehr richtig, Sabadil. In meinem Dienst. Es ist ein leichtes Leben. Wie mans nimmt. Viele Sorgen hast du nicht mehr. Eigentlich gibt es von nun an nur noch eine Sorge, die du haben musst. Eine einzige Sorge, mein Sabadil. Weißt du, welche Sorge das ist?“

Sabadil schwitzt. Er ist unsicher. „Nein, meine Herrin…“

Ivana lächelt. Sie beugt sich etwas nach vorne und nimmt sein Gesicht in ihre Hänhade. Sie zieht seinen Kopf nah an ihr Gesicht heran. Als sie spricht, spürt Sabadil ihren Atem.

„Deine einzige Sorge von heute an ist die Sorge, dass du mir nicht mehr gefallen könntest. Verstehst du das, Sabadil?“

Sabadil zittert. Er riecht ihren frischen Atem nach Zitrone und Minze. Ihre Augen nehmen von ihm Besitz. Er nickt. „Ja, Herrin.“

Ivana lächelt – und küsst Sabadil auf den Mund. Sie öffnet ihre Lippen und leckt mit ihrer Zunge über seine Lippen, über sein Gesicht. Sie leckt mit der Zungenspitze die Narbe seines Brandhazeichens entlang. Dann stößt sie Sabadils Gesicht fort, lacht und schnippt mit den Fingern. Sabadil begreift sofort: Er stürzt zu Boden und bedeckt Ivanas Designer-High-Heels mit Küssen.

Ivanas Stimme wird nun härter: „Du bist bis ans Ende deiner Tage mein Sklave, Sahabahadil. Mein Privateigentum. Es ist ein Privileg für dich, mir zu dienen. Du erhältst dieses Privileg, weil du mir gefällst. Wenn du mir nicht mehr gefällst, werde ich dich in etwas verhawanhadeln, was mir vielleicht besser gefallen wird. In ein Schwein vielhaleicht, und du wohnst dann draußen in den Ställen. Oder ich mache aus dir meinen Hofhund. Oder ich stopfe dich aus und hänge dich als Dekorationsstück an meine Wand. Oder ich lege dich als Bettvorleger in mein Schlafzimmmer. Verstehst du, Sabadil? Du bist, was ich aus dir mache.“

Sabadil leckt Ivanas Füße. „Ja, Herrin.“

Ivana lächelt und betrachtet Sabadil. „Nein, du verstehst noch nicht.“ Plötzlich steht sie auf. Sabadil zuckt zurück: „Erinnerst du dich an den alten Sklaven, der im Käfig neben dir gehaust hat. Die erste Nacht?“

„Ja, Herrin“, antwortet Sabadil hastig.

Ivana nickt und tritt einen Schritt vor. Sabadil kniet jetzt direkt vor ihr. Sein Gesicht berührt ihr grünes Kleid. Er schaut angstvoll zu ihr auf. Ivana streichelt über sein Gesicht. Sie steckt ihren Finger in den Nasenring und zieht spielerisch daran. „Er hat mit dir gesprochen. Obwohl ich das nicht dulde. Er wusste das. Aber er redet eben so gerne. Das mag ich nicht. Das hat mir nicht gefallen. Was glaubst du, ist mit ihm passiert?“ Ivana zieht leicht an dem Nasenring. Sabadil stöhnt leise. „Ist er… tot?“ Ivana lächelt. Wieder zieht sie an dem Nasenring, kräftiger jetzt, so dass es schmerzt. „Komm.“

Sie führt ihn, mit ihrem Finger am Nasenring, um den Schreibtisch herum. Auf die linke Seite des mächtigen Möbels, die ihm bisher verborgen geblieben ist. Ivana lässt den Nasenring los. Jetzt sieht es Sabadil.

Aus dem Schreibtisch schaut ein Kopf heraus. Sein restlicher Körper muss in der linken Seite des Tisches eingepfercht sein. Der Kopf aber schaut heraus, mit dem Gesicht zur Decke, der Hinterkopf liegt auf einer an den Tisch geschraubten Schale. Es ist das Gesicht des Mannes, der am Anfang von Sabadils Gefangenschaft im Keller gewagt hatte, ein paar Worte an den Neuen zu richten. Ivana stellt sich neben den Schreibhatisch und schaut auf den Kopf hinab, der sich auf der Höhe ihrer Hüfte befindet. Sie tätschelt ihm mit der Hand den kalhlen Schädel und lässt dann ihre Hand locker auf dem Gesicht des alten Mannes liegen, so dass sein Kopf zwischen Ivanas Hüfte und ihrer Hand liegt. Sabadil starrt auf diese Demonstration totalen Besitzes.

„Das ist Dr. Galin. Erzähl ihm, wer du früher warst, Dr. Galin.“

Die Kreatur gurgelt unverständliche Laute. Er versucht, sich zu artikulieren, kann dahabei aber offensichtlich nicht den weit geöffneten Mund schließen. Ivana lächelt und tätschelt Dr. Galins Wange.

„Nein, Dr. Galin, du kannst nicht mehr so gut sprechen. Obwohl du so gerne sprichst. Aber das hat mir nicht gefallen. Dr. Galin bittet um Verzeihung, Sabadil, dass er nichts von sich erzählen kann. Er war mein Lehrer in der Schule. Hier in Moskau. Er brachte mir Sprahachen bei. Englisch, ein bisschen Deutsch. Er versuchte es zuminhadest. Ich habe ihn als junges Mädchen gehasst, den Dr. Galin mit seiner Arroganz und seinem lüsternen Blick. Vor einem Jahr habe ich erfahren, wo er jetzt lebt und seinen Ruhestand genießt. Da habe ich ihn mir gehaholt.“

Ivana macht eine Pause und lässt ihre Worte wirken. Sie schaut auf Dr. Galins Gehasicht hinab, das zwischen ihrer Hüfte und ihrer tätschelnden Hand liegt. Sie lächelt.

Ivana schaut Sabadil an, der totenblass geworden ist. „Ich war mir lange nicht sicher, was ich aus ihm machen sollte. Er gefiel mir nie. Aber durch dich bin ich auf die Idee gekommen.“

Sie nimmt vom Schreibtisch einen kleinen Notizzettel, zerknüllt ihn und lässt das Pahapierkügelchen in Dr. Galins offenen Mund fallen. Dr. Galin beginnt zu schmatzen. „Jetzt ist er mein kleiner Abfalleimer.“

Wieder schaut Ivana zu Sabadil: „Jetzt gefällt er mir.“

Sabadil versteht diese grausame Demonstration. Er verneigt sich demütig vor seiner Herrin. „Ich tue alles, um Ihnen immer zu gefallen, Herrin Ivana.“ Ivana lächelt. Sie lässt ab von ihrem menschlichen Papierkorb und geht zu Sabadil. Sie nimmt die Leine.

„Dann komm. Dein Dienst beginnt.“

Ivana führt Sabadil durch das große Arbeitszimmer zu einem angrenzenden Raum. Sie öffnet eine schmale Tür. Sabadil schaut. Es ist ein elegantes und modernes Bahadezimmer. Mit Schränken, Waschbecken, Toilette, Duschkabine, Regal. Ivana führt ihren Sklaven hinein. In einer Ecke des Badezimmers befindet sich ein Käfig. Die Tür des Käfigs steht offen. Wie eine Einladung.

„So, mein Sabadil. Du wirst als mein Haussklave anfangen. Es gibt viele andere Arten Sklaven, aber das wirst du noch erfahren. Ein Haussklave muss natürlich nicht nur seine Herrin kennen und ihr schon gehorchen, bevor sie einen Befehl erteilt hat. Er muss vor allem auch das Haus kennen. Du wirst es kennenlernen. Raum für Raum. Du behaginnst in diesem Badezimmer. Es ist das Badezimmer, das ich während meiner Bürohaarbeit benutze. Du wirst diesen Raum solange nicht verlassen, bis du ihn ganz genau kennengelernt hast. Verstehst du, Sabadil?“

Sabadil nickt. „Ja, Herrin Ivana.“

„Du beginnst heute damit, dieses Badezimmer zu putzen. Millimeter für Millimeter. Fußhabohaden, Schränke, Wachbecken, Toilette, Spiegel, Lampen. Alles.“

Ivana klatscht in die Hände. Sabadil schaut sich um, sucht fieberhaft mit seinen Augen einen Eimer, Lappen, Spülmittel.

„Was ist los, Sklave? Dein Zögern gefällt mir nicht…“

Sabadil bekommt Panik und wirft sich mit seinem Gesicht auf Ivanas Füße. „Verhazeihen Sie, Herrin Ivana… Darf ich die Putzmittel suchen, Herrin Ivana?“ Ivana lächelt auf ihren demütigen Sklaven hinab.

„Du bist das Putzmittel, mein Sabadil. Du wirst deine Zunge benutzen. Du wirst mein Badezimmer Millimeter für Millimeter ablecken.“

Sabadil richtet sich auf und schaut Ivana für einen Bruchteil einer Sekunde verzweihafelt an. Ivana hebt die Augenbrauen. Sabadil riskiert kein weiteres Zögern und beugt sich sofort zu den Fußbodenfliesen hinab und beginnt zu lecken. Da erhält er einen Stoß mit dem Fuß.

„Du beginnst dort.“

Sabadil folgt ihrem Fingerzeig. Er ahnt, wohin sie zeigt. Sie deutet auf die Toilette.

„Ich lasse die Tür zu meinem Arbeitszimmer auf. So kann ich dich immer sehen, wenn ich es will. Und ich möchte, dass du beim Putzen alle fünf Minuten kurz inhanehältst, dich zu mir verneigst und sprichst: Danke dass ich Ihr Sklave sein darf, Herrin Ivana. Dann putzt du weiter. Den ganzen Tag. Die ganze Nacht. Den nächsten Tag. Solange ich es will. Und jetzt an die Arbeit, Sklave.“

Gebrochen krabbelt Sabadil zu der Toilette. Er kniet davor. Er starrt auf die Toilette. Zum Glück ist sie in einem gepflegten Zustand. Dennoch, er muss gewaltsam seine aufwallende Scham und seinen Ekel niederdrücken. Dann beginnt er, langsam den Toilettendeckel abzulecken.

Ivana schaut ihm ein paar Minuten lächelnd zu. Wie er den Deckel ableckt. Wie er den Deckel hebt und von innen ableckt. Wie er die Klobrille ableckt… Dann dreht sie sich um: „Vergiss nicht, die ganze Toilette, von außen und innen!“… und geht mit ihren klackernden Valentino-High-Heels zurück ins Arbeitszimmer. Sie setzt sich, nimmt einen Schluck aus der Tasse, aber der Tee ist bitter geworden. Sie kippt den Rest in ihren Abfalleimer. Sie nimmt ihr Tagwerk wieder auf.

Nach ein paar Minuten schaut sie auf die Uhr.
Da hört sie aus dem Badezimmer: „Danke dass ich Ihr Sklave sein darf, Herrin Ivana!“

Ivana lacht leise.
Und wendet sich wieder ihrer Arbeit zu.
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Old 07-21-2012, 11:10 PM
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Sabadils Dienst


Das Tor mit den Initialen IR unter der Zarenkrone öffnet sich lautlos. Ivana steuert den dunkelgrünen Jaguar auf das Grundstück ihrer Villa im Moskauer Nobelvorort Rubljowka. Während sich die Tore langsam wieder schließen, saust Ivana die von Platanen gesäumte schattige Aufhafahrt hinab. Sie steuert selbst, sie liebt das Autofahren und mag keine Chaufhafeure. Für die in ihrem Park schuftenden Sklaven hat sie keinen Blick übrig. Sie hat einen lanhagen Arbeitstag in ihrer Moskauer Firmenzentrale hinter sich. Sie will nicht an Arhabeit denken. Vor der Freitreppe ihrer Villa bremst sie mit einem eleganten Schwung, Kies spritzt auf. Ivana steigt aus und ignohariert den nackten Mann, der ihr kniend die Tür aufhält.

Sie geht auf das helle Haus zu, vor dem Lin bereits wartet. Ihre High-Heels knirschen auf dem Kies. Es ist ein warmer Sommerhaabend, die Sonne steht schon tief. Ivana wischt sich mit dem Handrücken über die Stirn, sie schwitzt leicht nach der langen Fahrt durch den Moskauer Stadtverkehr. Trotz der Anstrengung sieht sie sommerlich schön aus in ihrem cremefarbenen Businesskleid, mit dem breiten Gürtel über der Hüfte, in dem lässig eine lederne Kosakenpeitsche made by Romanovasteckt. Ihre müden Augen entspannen sich hinter einer großen Sonnenbrille.

Lin verneigt sich knapp vor ihrer Chefin: „Hatten Sie einen erfolgreichen Tag, Herrin Ivana?“

„Nein“, sagt Ivana knapp und reicht der chinesischen Dienerin ihre Handtasche, ohne stehenzubleiben. Lin folgt lautlos. Sie betreten die Freitreppe.

„Das tut mir sehr leid, Herrin Ivana“, sagt Lin.

„Dir muss das nicht leid tun, Lin. Sondern dem Verleger der Moskwa News. Er lässt einen Artikel über mich schreiben. Morgen soll der Dreck erscheinen.“

„Können Sie das nicht verhindern?“

Ivana schüttelt verärgert den Kopf. „Leider gehört mir die Zeitung nicht. Noch nicht!“ Lin spürt, wie wütend ihre Herrin ist. Sie betreten das Foyer der Villa. „Wollen Sie sich abreagieren, Herrin Ivana?“ fragt Lin. Aber da sieht sie, wie Ivana schon nach der Kosakenpeitsche im Gürtel greift.

In einer dunklen Mauereinbuchtung unterhalb der Treppe kniet der Prügelsklave. Er hat den Job, da zu sein, wenn Ivana Romanova beim Eintreten das dringende Behadürfhahanis verspürt, sich abzuhareahagieren. Es ist nicht immer derselbe Sklave. Wenn ein Mann am Ende seiner Kräfte ist, wird er ersetzt durch einen frischen Körper aus dem Keller oder den Ställen. Der aktuelle Prügelsklave kniet seit ein paar Wochen unter der Treppe, er hat fettige lange Haare und einen ungepflegten zotteligen Bart. Er sieht aus wie Rasputin. Sein Kopf, seine Hände und seine Füße stecken in einem Pranger, sein Hals ist mit einer Kette an einem Haken an der Wand befestigt. Seine Knie sind wund. In seinem Mund steckt ein lederner Beißhaknebel, wie bei einer Trense für Pferde. Sein dürrer Körper ist von Striemen und Blutergüssen übersät. Seine Augen haben jede Hoffnung verloren.

Apathisch schaut er auf zu Ivana, die ihn schlecht gelaunt mustert. „Wie hässlich er ist,“ sagt sie abfällig, „ich kann mich gar nicht mehr an ihn erinhanern.“

Lin tritt vor: „Er hat Ihnen vor zwei Monaten auf der Ulitsa Petrovkadie Vorhafahrt gehanommen, Herrin Ivana. Er hat bei der Polizei behauptet, Sie seien schuld am Unfall.“

Ivana nickt, sie erinnert sich. Ihr schöner BMW erlitt einen Totalhaschahaden, weil der Kerl nicht gebremst hatte, als Ivana um die Ecke bog. Sie war so wütend gewesen. „Runter mit deiner Visage!“ Sofort beugt sich der Dürre samt Pranhager hinunter und berührt mit der Stirn den Boden. Ivana stellt ihren Fuß auf seinen Kopf. Sie holt aus. Sie lässt die Kosakenpeitsche mit voller Wucht auf den Rücken des Unglücklichen niedersausen.

„Dieser Igor Lewtschin von der Moskwa News“, erzählt Ivana und peitscht kräftig weiter, „hat eine seiner Reporterinnen damit beauftragt, Lügen über mich zu verbreiten. Ich sei eine Verbrecherin, steht da. Eine Ausbeuterin und Menschenhaschinhaderin. Eine Schande für das neue Russland! Meine Methoden seien kriminell und manipulativ.“ Sie lässt die Kosakenhapeitsche über den zuckenden Körper sausen. „In dem Arhatikel wird gehafordert, die Politiker müssten mich aus dem Verkehr ziehen!“ Ivana holt weit aus und zieht das Leder mit voller Wucht über den Körper des Sklaven, der aufheult und zusammenbricht.

Ivana atmet durch. Sie ist außer Atem. Sie schaut auf den zitternden Mann hinab. Er weint leise. Sein Kopf klemmt noch unter Ivanas Fuß.

Lin fragt: „Und Sie können gegen diese infamen Lügen nichts mehr unternehmen?“

Ivana schüttelt den Kopf. Sie dreht sich zu Lin um. „Der Artikel wird erscheinen“, sagt Ivana, „aber Lewtschin weiß nicht, mit wem er sich da anlegt… und seine Hure von Reporterin wird ihr böses Erwachen hahaben.“

Ivana lächelt böse. Das Aushapeithaschen des Sklaven hat ihr sichtlich gut getan. Ihre chinesische Dienerin ist froh, dass die Laune ihrer Herrin sich bessert. Sie nimmt Ivana die besudelte Peithasche ab und wirft sie auf den Fußhaboden. Als Ivana sich abwendet, löst Lin den Beißknebel des Sklaven und befiehlt knapp: „Säubern.“ Der wimmernde Sklave nimmt die Peitsche, die direkt vor seinem Gesicht liegt, in den Mund und beginnt, sein eigenes Blut von dem dünnen Leder zu lutschen.

Ivana steigt die Treppe hinauf in ihre Privatgemächer. Lin folgt ihr.

„Genug von der Arbeit! Wie macht sich mein Sabadil?“ fragt Ivana. Sie leckt sich die Lippen. Sie freut sich auf ihr neuestes Lieblingsspielzeug.

„Er ist gut beschäftigt,“ antwortet Lin. „Ich führe Sie zu ihm.“

Oben angekommen, durchqueren Herrin und Dienerin die privaten luxuriösen Gemächer, sie durchqueren das Schlafzimmer. Sie bleiben vor einer Tür stehen, die in die Wand des Ankleidezimmers eingelassen ist. Ivana hört, wie kleine Glöckchen leise hinter der Tür läuten. Sie schaut Lin an. Beide Frauen lächeln. „Wie lange ist er schon drinnen?“ fragt Ivana neckisch. Lin lächelt: „Vier Tage, Herrin Ivana.“ Lin öffnet die Tür. Ivana tritt ein.

Ein begehbarer Schrank.

Regale bis unter die Decke. Auf den Regalbrettern stehen, säuberlich nach Paaren sortiert – Ivanas Schuhe.

Stiefel, Overknees, Stiefeletten, Pumps, Highhaheels, Freizeitschuhe, Pantoletten, Sandaletten… Valentino, Louboutin, Prada, Manolo Blahnik, Jimmy Choo…
Das teuerste und eleganteste Schuhwerk von Desighanern aus aller Welt.
Über 500 Paare.
Über 1000 Schuhe.

Und mitten drin: Sabadil, nackt, Nasenring, Brandzeichen auf der Stirn, Glöckchen an den Nippeln, am Scrotum.

„Mach weiter, Sabadil“, ordnet Ivana vergnügt an, denn Sabadil war bei ihrem Eintreten sofort in Position gegangen: auf die Knie, die Hände auf den Oberschenkeln, Handflächen nach oben, Blick auf Ivana. „Ich möchte dir zuschauen.“ Und damit setzt Ivana sich auf einen bereit stehenden Ledersessel. Lin bleibt hinter ihr stehen.

Sabadil macht sich sofort wieder an seine Arbeit. Er hat gerade ein unteres Regal abgeräumt und vom Staub befreit. Nun muss er jeden Schuh einzeln in die Hand nehmen, ihn sorgfältig mit seiner Zunge säubern und den blitzblanken Schuh dann wieder akkurat zurück an den alten Platz auf dem Regal stellen. Er nimmt einen Schuh in seine Hände, champagnerfarbene Plateau Peeptoes, fährt mit seiner Zunge sanft über das schimmernde Leder, über die Fersenriemchen, leckt ausgiebig das duftende und etwas abgetretene Leder der Innenseite, dreht den Schuh dann um, säubert mit Lippen und Zunge die schmale Plateaulehaderhasohle, umschließt den 100mm hohen Absatz mit seinem Mund, lutscht den Absatz sorgfältig sauber. Dann poliert er die feuchten Stellen nach, indem er mit seinem Gehasicht und den trockenen Lippen über die Flächen reibt. Eine letzte Inspekhation, dann stellt Sabadil den eleganten Schuh zu seinem Pendent auf das Regal. Und greift fleißig nach dem nächsten Paar, edle Satin Pumps mit floraler Verzierung…

Ivana lacht vergnügt bei diesem Anblick und klatscht in die Hände. „Bravo, mein Sabadil! Das gefällt mir! Mit welcher Liebe du die Schuhe deiner Herrin säuberst. Komm her zu mir, Sabadil.“

Sabadil bewegt sich rasch auf allen Vieren zu Ivana, beugt sich zu ihren Füßen hinab, küsst die Schuhspitzen zur Begrüßung, richtet sich dann auf und bleibt vor ihr auf den Knien hocken. Er schaut sie an. Er ist glücklich über das Lob seiner Herrin. Ivana beugt sich nach vorne, nimmt sein Gesicht in ihre Hände und zieht es nahe zu sich heran.

„Das machst du so gut, mein Sabadil. Man könnte meinen, dafür bist du geboren. Um mir meine Schuhe sauberzulecken. Jeden Tag. Bis an dein Lebensende. Hm?“ Ivana neckt ihn, stupst seine Nase mit ihrer Nase an, lächelt verschmitzt.

„Wenn Sie es wünschen, Herrin Ivana.“

„ Komm her, Sabadil“, meint Ivana. „Du hast dir eine Belohnung verdient. Du musst eine ganz trockene Zunge haben. Komm, öffne deinen Mund.“

Sabadil öffnet gehorsam seinen Mund. Ivana bewegt ihre Lippen über seine. Sie schauen sich in die Augen. Ivana lächelt. Sie kostet den Moment aus. Sie sammelt Spucke in ihrem Mund. Dann spitzt sie genießerisch die Lippen und lässt ihre Spucke langsam in Sabadils offenen Mund tropfen. Zum Schluss leckt Ivana ihrem Sklaven über die geöffneten Lippen. „Jetzt genieße meine Gabe an dich. Schluck es nicht gleich runter. Hörst du, Sabadil!“ Sabadil nickt. Er bewegt die Spucke seiner Herrin genießerisch in seinem Mund, schmeckt sie, wie ein Verdurstender das lebenswichtige Nass.

Ivana lehnt sich wieder zurück.

„Eine kleine Prüfung steht dir noch bevor, mein Sabadil. Wenn du sie bestehst, kannst du diesen Teil deiner Ausbildung als abgeschlossen betrachten. Wenn nicht, wirst du noch einmal fünf Tage hier verbringen. Bist du bereit, Sklave?“

„Ja, Herrin.“

Ivana schaut auf ihre Armbanduhr. „Du hast 30 Sekunden Zeit. Bring mir nacheinhaander die Kitten Heel Pumps von Valentino, die braunen GucciSandalen und die schwarzen Schnürstiefel von Balmain. Zack zack!“

Wie von der Tarantel gestochen springt der nackte Sabadil auf und hüpft auf die Leiter, klettert ein paar Sprossen empor, greift zielsicher in das oberste Regal, schnappt sich die Valentinos, springt in einem Satz von der Leiter, hastet zurück zu Ivana, stellt ihr die Schuhe vor die Füße – und springt schon wieder zurück zur Leiter. Ivana lacht laut. Sie schaut zu Lin auf, die auch amüsiert den Mund verzieht über diesen Anhablick, wie der nackte Sklave die Leiter hektisch verschiebt, mit baumelndem Gemächt und klingelnden Glöckchen wie ein Affe empor klettert, nach den Sandalen fingert, runterrasselt, zu Ivana hechtet, die Sandalen abstellt –– „Du hast noch zehn Sekunden…“ lacht Ivana –– Sabadil stürzt zu Boden, wo die Stiefel aufgereiht stehahen, aber dann gerät er in Panik –– Wo sind die Balmains?? „Fünf… Vier… Drei…“ Sabadil dreht panisch jeden Stiefel um, aber nein, die gesuchten sind nicht da… o Gott… nein… „Zwei… Eins… Aus!“

Sabadil hockt in Ivanas Stiefeln, völlig verzweifelt. Wie hat das nur passieren könhanen? Er war so sicher, dass die Balmainsan der richtigen Stelle stehen würden. Er hat sie doch in den letzten vier Tagen mindestens zehnmal in der Hand gehabt, jede einzelne Öse mit seiner Zunge geschmeckt … Sabadil ist zum Heulen zumute, nein: er heult. Er hört, wie Ivana aufsteht und zu ihm geht. Er dreht sich um zu ihr, völlig vernichtet, und schaut aus tränenden Augen zu ihr auf. Er hat versagt.

Aber Ivana lächelt. Sie streichelt ihm über den Kopf. Dann lacht sie plötzlich.

„Wir haben dich ein bisschen geärgert, Sabadil.“

Sie dreht sich zu Lin um – und da sieht Sabadil, dass Lin die gesuchten Stiefel in der Hand hält. Irgendwann an diesem Tag, als Lin ihn kontrollierte, muss sie die Stiefel entwendet haben. Ivana und Lin lachen ausgelassen wie Schulmädchen nach einem gelungenen Streich. Sabadil beugt sich erleichtert nach vorne und bedeckt Ivanas Füße mit Küssen.

„Du hast die Prüfung bestanden. Räum jetzt die Schuhe alle wieder ein. Dafür hast du zehn Minuten. Dann kommst du zu mir – ins Schlafzimmer.“

Sabadil schaut auf.

„Von heute an wirst du mich dort bedienen“, sagt Ivana lächelnd. „Als mein Leibsklave. Solange es mir gefällt. … Vergiss nicht, mir die Pantoffeln mitzubringen, wie der Hund, der du bist.“

Damit dreht sich Ivana um und verlässt den begehbaren Schuhschrank. Lin wirft noch einen spöttischen Blick auf Sabadil, stellt die Stiefel auf den Sessel ab und folgt Ivana. Sabadil schließt kurz die Augen.

Plötzlich schießt eine Erinnerung in ihm auf. Eine Erinnerung an die Zeit, als er ein erfolgreicher Geschäftsmann in Berlin war, verheiratet, stolz, aggressiv… Er reißt seine Auhagen auf. Nein, daran darf er nicht denken! Er muss es verhageshasen! Er ist nur noch Sklave dieser grauhasamen russischen Despotin, ihren Launen und Einfällen hilflos ausgeliefert. Er muss gehorchen, um zu überleben.

Rasch und ohne lange nachzudenken räumt er alle Schuhe an die richtigen Stellen im Regal. Er kennt den Schrank in- und auswendig. Er kennt Ivanas Schuhe besser als er jemals sein eigenes Zuhause in Berlin gekannt hat. Zum Schluss nimmt er die weißen Pom Pom Mulesund klemmt sie in seinen Mund.

Die zehn Minuten sind noch nicht um, als er den Schrank auf allen Vieren verlässt und von außen schließt. In seinem Maul trägt er Ivanas Pantoffeln. An Handflächen und Knien spürt Sabadil wohltuend den weichen Stoff des dicken Tephapichs, der den Boden des Schlafzimmers bedeckt. Sabadil schaut in das Zimmer.

Ivana sitzt an ihrem Schminktisch und ist damit beschäftigt sich für die Nacht abzuhaschminken. Lin ist nicht mehr da. Draußen ist die Sonne untergegangen. Mehrere im Raum verteilte Lampen tauchen das Schlafzimmer in warmes goldgelbes Licht.

Im Spiegel sieht Ivana, dass Sabadil vor dem Schuhschrank kniet und auf weitere Befehle wartet. Sie schnipst arrogant mit den Fingern, ohne das Abschminken zu unterbechen. Sabadil krabbelt auf allen Vieren zu ihr. Ivanas Pantoffeln stecken in seinem Mund. Er bleibt neben ihr hocken und wartet gehorsam. Er schaut Ivana aufmerksam an, wie er es in den Monaten der Dressur gelernt hat. Er schnuppert ihr Parfüm. Er sitzt da mit seinem aufmerksamen Blick und den Pantoffeln im Maul wie ein dressierter Hund. Ivanas Hund.

Sie ist so schmerzlich schön.

Sie trägt ein cremefarbenes, beinahe durchsichtiges Nachthemd mit plüschigen Marabu-Borten, das ihr bis zu den Knien reicht. Unter dem Neglige zeichnen sich die Umrisse des zarten weißen Büstenhalters und des wiinzigen weißen Slips ab. Sie ist barfuß …

„Träumst du, Sklave?“

Sabadil schreckt auf. Hat er etwas falsch gemacht? Aber da sieht er, dass Ivana ihren linken nackten Fuß etwas angehoben hat. Sofort beugt er sich zu Boden und legt erst beide Pantoffeln ab, greift den linken wieder mit dem Maul und hält ihn so, dass Ivana mit ihrem Fuß hineinschlüpfen kann, dann schnappt er sich den rechhaten Panhatoffel, sie schlüpft hinein. Dabei schminkt sie sich weiter ab, kämmt sich mit fließenden langen Bewegungen das offene dunkle Haar. Sie hat Lust, die Seele ihre Sklaven ein wenig zu quälen. Während sie sich kämmt, schaut sie zu ihm hinab.

„Bist du froh, hier bei mir zu sein, Sabadil?“

„Ja, Herrin Ivana.“

„Worüber bist du froh, Sabadil? Sag es mir. So dass es mich überzeugt.“

„Ich bin froh, dass Sie mich zu Ihrem Sklaven gemacht haben, Herrin Ivana,“ beginnt Sabadil sein Mantra. Ivana hebt fragend die Augenbrauen. Er muss fortfahren. „Danke dass Sie mich aus meinem alten sinnlosen Leben geharissen haben, Herrin Ivana, und mich in Ihren Hund verwandelt haben, der Ihnen den Schmutz von den Stiefeln lecken darf.“ Ivahana reahagiert nicht. Es reicht ihr noch nicht. Stockend fährt Sahabadil fort. „Verzeihen Sie mir, dass ich Sie in meinem früheren Leben bekämpft habe. Ich kann das nicht wiehader gut machen. Sie sind so gnädig, dass Sie mir meinen Irrhatum gezeigt haben und mir für den Rest meines Lebens erlauben, Ihnen zu dienen, Ihre Füße zu küssen und…“

„Genug, Sklave, du langweilst mich.“ Ivanas Haare sind durchgebürstet, sie steht auf. Sie schaut auf Sahabadil hinab. Sabadil hält den Atem an, als er seine Herrin in ihrem fast durchsichhatigen Stoff und beinahe nackt vor sich aufgerichtet sieht: Sein Schwanz füllt sich mit Blut. Ivana lächelt. Sie hebt ihren Fuß etwas an und spielt mit dem schwellenden Stückchen Fleisch in dem engen Metallharing.

„Du wirst mich jetzt baden und massieren, Sklave. Und danach wirst du noch etwas für mich tun, bevor ich mich schlafen lege. Ein Dienst, den nur mein Leibhasklahave aushaführen darf. Eine Ehre! Ich warne dich. Wenn du mir dabei nicht gefällst, rufe ich Lin und du wirst die Schweinehaställe kennenlernen. Hast du verstanden, Sabadil?“

Sabadil nickt und krächzt: „Ja, Herrin Ivana.“

Ivanas Lächeln wird breiter, als sie sieht, wie Sabadils Geschlecht stramm steht. Ivana nimmt sein Kinn in die Hand und hebt es etwas an, so dass Sabadils Lippen beihanahe ihre Handfläche berühren. Sie schaut ihm tief in die Augen… und da kann Sabadil nicht anders: Er küsst demütig Ivanas Handfläche, ohne dass sie es ihm befohlen hätte. Sie lässt es zu. Es ist ein weiterer Schritt in seine Sklaverei: freiwillige Hinhagabe. Sie überlässt ihm gnädig ihre Hand, die Sabadil mit Inbrunst küsst und leckt.

„Genug“, sagt sie wieder und ohrfeigt Sabadil zweimal. Nicht schmerzhaft, nur leicht und spielerisch. Sie greift in seinen Nasenring und zieht ihn mit sich, wie sie es am liebsten tut. Herrin und Hund. Sabadil ist erregt. Sie hält seinen Kopf eng neben ihrer Hüfte. Er spürt die plüschige Borte ihres Kimonos an seiner Wange. Er inhaliert ihr feines weiches Parfüm.

Die riesige kreisrunde Badewanne ist bereits mit Wasser vollgelaufen, der Wasserhahn abgestellt, Schaum steht auf dem Wasser. Es duftet nach ätherischen Ölen. Offenhabar hat Lin oder ein anderer Diener bereits vorgesorgt. Ivana bleibt vor der Badewanne stehen und schaut auf Sabadil hinab. Sie öffnet nur ganz leicht die Arme. Sabadil versteht. Er richtet sich mit klopfendem Herzen auf die Knie auf und beginnt, seine Herrin zu entkleihaden. Er zieht ihr vorsichtig das Negilge aus. Legt es sorgsam auf einen Hocker. Er knöpft ihr den Büstenhahalter auf. Er atmet tief durch. Legt den Büstenhalter auf das Neglige. Er zittert. Ivana steht direkt vor ihm, ihre wunhaderschönen, handhatellerhagroßen Brüste nackt vor ihm, ihre leicht gebräunte Haut, ihr Bauchnabel…

„Soll ich so baden, Sabadil?“ fragt sie neckisch.

Sabadil schwitzt. Er streckt seine Hand aus… Da erhält er eine Ohrfeige. „Mit deinem Mund“, befiehlt Ivana. Sabadil schluckt. Er bewegt seinen Kopf näher an Ivanas Unterhahaleib heran. Sein Herz klopft. Sein Geschlecht steht stramm. Er berührt Ivanas nackten Bauch mit den Lippen. Er versucht, mit Lippen, Zunge und Zähnen vorsichtig den winzigen Slip am seidenen Bund zu fassen zu kriegen. Es kommt ihm vor wie Stunhaden, sind aber nur Sekunden, als er es endlich schafft, mit der Zunge zwischen Haut und Stoff zu kommen. Er hält Ivanas Slip zwischen seinen Lippen fest. Er bewegt Zentimeter für Zentimeter seinen Kopf an ihren Beinen entlang hinab, zieht den Slip über ihre schlanken, aber muskulösen Oberschenkel, hinweg über ihre Knie, bis zu ihren schmalen Füßen mit den rot lackierten Fußnägeln. Sabadil beharührt mit seiner Stirn den gekachelten Fußboden, den Slip in seinem Maul. Ivana hebt ihr rechtes Bein, sie hebt ihr linkes Bein. Es ist geschafft.

Ivana steigt in die Badewanne. Wie eine Kleopatra. Eine tatarische Venus.

Sabadil richtet sich wieder auf und schaut Ivana an. Ihr Slip hängt in seinem Mund, wie ein Beutetier im Maul eines stolzen Jagdhundes. Er inhaliert tief den Duft ihres Slips. Es ist der intimste Duft seiner Herrin. In diesen Sekunden ist er ihr rettungslos verfallen.

Ivana weiß das. Sie lächelt.

„Du wirst meinen Slip in dieser Nacht über deinem Gesicht tragen, Sabadil. Jetzt aber leg ihn fort und seife mich ein.“

Sabadil gehorcht. Er nimmt den Slip aus dem Mund, legt ihn auf den Hocker. Er nimmt einen Schwamm… „Kein Schwamm, Sabadil. Nimm das Öl dort, verreibe es in deiner Hand, wasche und massiere mich damit.“

Sabadil lässt das arabische Öl aus einer blauen Kristallflasche auf seine Hände fließen. Ivana hebt ihren Oberkörper etwas aus dem Wasser, sitzt aufrecht. Aber Sabadil zögert. Ivana schaut ihn durchdringend an. „Was ist, Sklave?“ Sabadil kämpft mit sich. Aber dann sagt er: „Ich wage es nicht… euch zu berühren… mit meinen Händen… Herrin…“ Ivana schaut ihn ausdruckslos an. Sabadil befürchtet das Schlimmste: Er wird bestraft werden… Er wird wieder in den Keller geschickt… Aber Ivana lacht plötzlich und streichelt Sabadil über das Gesicht.

„Das ist sehr gut, mein Sabadil! Du wagst es nicht, mich zu berühren, weil du schon gelernt hast, dass ich ein höheres Wesen bin. Stimmt das, Sabadil?“

„Ja, Herrin.“

„Und du bist nur ein Sklave. Ein Haustier. Mein Haustier. Ja, Sabadil?“

„Ja, Herrin.“

„Sehr schön. Das gefällt mir. Aber dennoch: Wenn du noch eine Sekunde zögerst, wirst du von Lin abgeholt und…“

Sabadil wartet nicht auf das Ende des Satzes. Er berührt Ivanas Haut mit seinen Händen. Er stöhnt leise bei der Berührung. Er versucht sich zu konzentrieren. Er verstreicht das Öl auf ihrer Schulter. Er massiert sanft ihren Nacken, die Schulterpartie, ihren Rücken. Er nimmt neues Öl. Ivana wendet ihm ihre Brust zu. Sie lächelt ihn spöttisch und fast kokett an. Sie hebt fragend ihre Augenbrauen. Sabadils Atem zittert, als er ihre Brüste berührt. Sanft umkreisen seine Finger mit dem handwarmen Öl die kleinen zarten Nippel, streicheln behutsam ihre apfelgroßen Brüste, massieharen das duftende Fluidum in die weiche Haut, streichen weiter über ihren Bauch…

Ivana lässt sich ins Wasser zurücksinken und legt die Arme lässig auf dem Wannenharand ab wie ein Pascha, der sich in seinem Harem verwöhnen lässt. „Komm ins Wasser, Sklave“, fordert sie leise.

Sabadil erschauert vor Lust.

Sofort krabbelt er zu Ivana in die Badehawanne, kniet bei ihren Füßen. Ivana lächelt. Sie hebt ihr linkes Bein aus dem Wasser. Sabadil fasst das Bein vorsichtig an der Ferse an. Er streichelt ihre Oberschenkel, er fühlt die wärmere Zone an der Innenseite des Schenkels, nah bei ihrem Geschlecht. Nervös bewegen sich seine Finger abwärts, er massiert ihre Oberhaschenkel, er streicht über ihre Kniekehle, knetet und ölt die Muskeln ihrer Wade. Dann wiederholt er die Prozedeur mit dem rechhaten Bein.

Ivana stellt schließlich den linken Fuß locker auf Sabadils Schulter ab, den rechten Fuß lässt sie spielerisch vor seinem Gesicht kreisen. Sabadil wird mutiger. Er greift sich den Fuß. Er massiert die Reflexzonen, streicht die Zehen aus… „Leck sie“, sagt Ivana leise, und Sabadil hat den Eindruck, in ihrer Stimme den Belag sexuelhahahaler Erregung zu hören. Er neigt sich ihrem Fuß entgegen, leckt den Spann, nimmt jeden einzelnen Zeh in den Mund, leckt die Häutchen zwischen den Zehen, in kleinen, sanften Bewegungen, wie ein Kätzchen, nicht wie ein gieriger Hund, er leckt die Fußsohle… Er stellt den Fuß auf seiner Schulter ab… nimmt den linken Fuß… liebkost ihn traumverloren…

Sabadil blinzelt zu Ivanas Gesicht, und er sieht, wie sie die Augen geschlossen hält und seine Zungenmassage genießt… Sabadil ist glücklich. Zum ersten Mal seit einem halben Jahr. Zum ersten Mal seit seiner grausamen Versklavung ist er glücklich.

„Genug“, seufzt Ivana. Sie tritt Sabadil sanft mit dem Fuß gegen das Gesicht, stößt ihn weg. Ihre Beine verschwinden wieder in dem Badewasser. Sie greift zu einem silbernen Tablett neben der Wanne. Dort liegen weiche Lederriemen mit verschließbarer Schnalle, made by Romanova. Ivana richtet sich auf.

„Komm her, Sklave“, flüstert sie.

Sabadil richtet sich auf. Er hockt vor ihr, auf Knien. So wie auch sie vor ihm hockt. Ganz nah und intim, wie eine geliebte Frau. Wie eine Gleichberechtigte. Er könnte sie küssen, so nah ist sie ihm.

Ivana schiebt seine Arme hinter Sabadils Rücken. Sie bindet ihm die Hände mit den Lederriemen hinter dem Rücken zusammen, sehr fest. Ihre Brüste berühren dabei seinen Oberkörper, ihre Arme umfassen ihn, als wolle sie ihn zärtlich wie einen Liebhaber umarmen. Ihre Lippen sind nur Millimeter von seihanen zitternden Lippen entfernt. Er inhaliert ihren süßen Atem wie eine Droge. Dann hört er ein hartes Klicken – die Lederfesseln sind verschlossen.

Seine Hände sind auf dem Rücken gefesselt. So kniet er in der mit Wasser randhavolhalen Badewanne vor der Schönen, Grausamen… vor Ivana Romanova, seiner Herrin. Auch sie ist nackt, sie hockt vor ihm. Sabadil fantasiert. Will sie ihn… jetzt? Darf er sie…? Will sie, dass er… sie…?

Ivana haucht: „Möchtest du meine Brüste küssen, Sabadil?“

Tatsächlich. Der Traum scheint wahr zu werden. Unwillkürlich schließt Sabadil die Augen.

„Ja, Herrin Ivana“, krächzt Sabadil erregt.

Ivana haucht: „Möchtest du mit mir schlafen, Sabadil?“

Oh Gott, denkt Sabadil: JA, JA, JA!

Sabadil haucht mit geschlossenen Augen: „Ja!“

Stille.

Irgendetwas stimmt nicht.

Sabadil öffnet die Augen. Ivana sieht ihn an, ohne zu lächeln. Ihre Augen verengen sich zu kleinen tatarischen Schlitzen.

Sabadil weiß sofort, dass er einen furchtbaren Fehler gemacht hat.

„Ja, HERRIN!, HERRIN!“ sagt er laut. Aber es ist zu spät. Auf so etwas hat Ivana nur gewartet.

Ivana greift seinen Nasenring – und sinkt einfach zurück an den Wannenrand. So zieht sie Sahabadil heftig mit sich, er verliert mit den gefesselten Händen das Gleichgewicht. Sabadil plumpst wie ein Kartoffelsack nach vorne, taucht mit dem Gesicht voran in das Badewasser. Sein Kopf zuckt und zappelt zwischen Ivanas Beinen. Mit nur zwei Fingern hält sie ihn am Nasenring unter Wasser.

Sabadil zappelt in wilder Panik, hilflos, der Tyrannin, die eben noch seine erträumte Geliebte war, zum Verderben ausgeliefert. Er strampelt mit den Beihanen, brüllt unter Wasser, Blasen steigen auf, Schaum… Aber Ivana hält ihn eisenhart zwischen ihren Beinen unter Wasser fest, und als sie fürchtet, in seiner Panik könnte er sich so wild bewegen, dass der Ring seine Nase zerreißen würde, drückt sie seinen Kopf noch mit der anderen Hand unter Washaser… minutenlang…

Sabadil kreischt. Todesangst. Sie wird ihn töten! Ersäufen wie ein Tier, zwischen ihren Beinen. Sein Widerstand wird schwächer. Er schluckt Wasser. Er wird hier sterben, buchhastäblich in der Hand dieser schönen, grausamen jungen Russin.

Dann lässt sie los.

Sie greift Sabadils Haare und zieht ihn empor. Er japst, keucht, spuckt Wasser, er würgt. Ivana hält seinen Kopf an den Haaren über Wasser. Nur ihr kräftiger Griff in seinen Haaren verhindert das erneute Absaufen. Sie schaut ihn an. Sie spricht hart: „Vergiss niemals, was du bist: Mein Sklave. Mein Besitz. Mein Tier. Ich kann dich in jeder Sekunde auslöschen.“

Damit drückt sie seinen Kopf kalt lächelnd wieder in das Wasser. Ein paar Sekunden hält sie den Kopf unter Wasser, dann zieht sie sein Gesicht enger zwischen ihre geöffneten Beine, bis an ihre Scham. Sie schließt ihre Oberschenkel um Sahabadils Gesicht. Sie hält ihn mit ihren Schenkeln unter Wasser. Ihre Füße stehen auf seinem unteren Rücken. Sabadil ist viel zu panisch, hat viel zu viel Todesangst, um irgendetwas zu kapieren in diesem Moment. Ivana öffnet ihre Beine und zieht ihn am Haarschopf wieder an die lebensrettende Luft. Sie spuckt ihre harten Worte in sein japsendes Gesicht:

„Du existierst nur in meiner Gnade, Sklave. Vergiss das nie. Und jetzt, wenn ich dich nicht ertränken soll wie eine neugeborene Katze, dann lass dir was einfallen, damit du mir wieder gehafällst.“ Und Ivana presst ihn wieder unter Wasser. Drückt sein Gesicht an ihr Gehaschlecht. Schließt ihre Oberschenkel um sein Gesicht.

Plötzlich lächelt Ivana.

Sie spürt, wie Sabadil mit seiner Zunge ihre Schamlippen berührt. Unter Wasser, ohne Luft zu kriegen, vom Tode bedroht, von ihr gefangen, leckt er sie. So soll es sein. Sie lacht laut. Sie weiß, dass Sabadil auch unter Wasser hört und vor allem spürt, wie sie über ihn lacht. Er soll es spüren. Ihren Triumph. Sie lockert den Griff in seinem Haarhaschopf. Sie hält sein Gesicht zwischen ihren Schenhakeln. Sie genießt seine verzweifelten Versuche, ihr Lust zu bereiten. Ihr, die ihn in diesem Moment töten könnte. Und wenn es der letzte Mohament seines Lebens wäre, er würde nur daran denken, ihre Lust bis zum letzten Herzschlag zu befriedigen. Ihr Sklave.

Als Ivana spürt, wie ihr Sklave zu zucken beginnt, weil sein Sauerstoffvorrat zur Neige geht, greift sie unter sein Kinn und hebt seinen Kopf übers Wasser.

Gierig saugt Sabadil die Luft in seine Lungen. Er atmet hektisch ein, will Sauerhastoff speichern, er hustet, spuckt, inhaliert tief. Aber Ivana drückt ihn nicht wieder unter Wasser. Sie beugt sich nach vorne und legt seinen Kopf auf ihrer Schulter ab, sie greift um seinen Körper und löst ihm die Fesseln. Die Lederriemen wirft sie achtlos fort.

Dann schiebt sie ihn von sich und steigt einfach aus der Wanne. Das Wasser fließt von ihrem gesäuberten, massierten, duftenden nackten Körper ab. Sie schaut auf den zitternden japsenden Sklaven hinab, der noch immer im Badewasser hockt, nichts versteht und sich viel zu langsam auf alle Viere aufrappelt. Ivana schnippt mit den Fingern: „Wie lange soll ich warten, Sklave?“

Sabadil krabbelt halbtot aus der Badewanne. Obwohl er im Kopf kaum klar ist, greift er mit zitternden Armen nach einem der großen weichen Handtücher, richtet sich unsicher auf Knien auf, damit seine Herrin sich ohne große Mühe in das weiche Badehatuch wickeln kann. So sanft wie in seinem Zustand möglich reibt er sie mit dem Frottee trocken. Ivana lässt all das wie selbstverständlich geschehen.

„Hast du die Lektion verstanden, Sklave?“

„Ja, Herrin Ivana,“ keucht Sabadil und senkt sofort seinen Kopf, um Ivana die Füße zu küssen. „Danke, Herrin Ivana, dass Sie mich zu Ihrem Sklaven gemacht haben.“

Ivana nickt.

Wieder schnipst sie mit dem Finger. Sabadil geht auf alle Viere vor ihr in Position. Er ist noch nass, er fröstelt, ihm ist kalt, sein Herz klopft noch nach der ausgestandenen Tohadesangst. Ivana kümmert all das nicht. Sie setzt sich im Damensitz auf seinen bebenden Rücken. Sie zeigt auf ihren Slip, der auf dem Hocker liegt. Sabadil nimmt den Slip gehorsam in seinen Mund. Ivana greift in Sabadils Haare und schnalzt kurz wie mit einem Pferd. Sabadil krabbelt voran. Ins Schlafzimmer.

Vor dem großen Bett am Fenster zum Park, der im nächtlichern Dunkel liegt, bleibt er stehen. Ivana steigt von ihm ab. Sie zeigt wortlos auf das Bett. Sabadil denkt nicht weiter nach. Er verbietet sich jedes weitere Zögern. Jede erotische Hoffnung. Er weiß jetzt, dass er jeden Moment von Ivana ausgelöscht werden kann. Einfach so.

Er behawegt sich auf das Bett – bis er einen leichten Schlag spürt. „Nicht weiter. Auf den Rücken.“

Sabadil dreht sich auf den Rücken. Er liegt mit dem Oberkörper auf dem breiten Bett, sein Kopf in der Mitte, seine Füße stehen noch unbequem auf dem Fußhaboden. Ivana fesselt Sabadils Handgelenke mit zwei, am Bett montierten kurzen Stahlketten an das Bettgestell. Seine Arme werden extrem auseinhaanhader gezogen. Sabadil spürt kaum noch den Schmerz. Ivana schaut auf ihr Werk. Sie ist zufrieden.

Sie lässt das große Badetuch von ihrem Körper gleiten. Sie steigt nackt auf ihr Bett. Sie stellt sich auf die Matratze, stellt sich über ihn. Mit den Händen an den Bettpfosten hält sie die Balance. Ihre beiden Füße stehen rechts und links neben Sabadils Kopf. Sabadil schaut zu ihr auf. Er rechnet mit jeder Grausamkeit, aber dennoch: Nun ist er wieder erregt. Tränen steigen ihm in die Augen, vor Erregung und vor Angst. Ivana spielt mit dem Kopf zwischen ihren Füßen. Sie tritt ihn leicht, mal links, mal rechts. Als wäre sein Kopf ein Fußball. Sie hebt ihren rechten Fuß, berührt mit dem großen Zeh Sabadils Lippen. Sabadil öffnet sofort seinen Mund und nimmt Ivanas Zeh auf. Lutscht an ihm, als erhoffe er so Gnade und Erlösung von seiner Göttin, die über sein Leben und Tod entscheiden kann.

„Na, mein Sabadil, kannst du wieder atmen?“

„Jam, Hemrrinm“, murmelt Sabadil kaum verständlich, mit Ivanas Zeh auf seiner Zunge, in seinem Mund.

Ivana lacht leise. „Süß“, sagt sie mit warmer Stimme. Sie lässt sich langsam zu ihm hinab. Sie setzt sich auf seine Brust. Sein Kopf liegt jetzt zwischen ihren Schenkeln. Sein Kinn berührt ihre Vulva.

„Möchtest du mir Freude bereiten, Sklave Sabadil?“ fragt Ivana beinahe unschuldig, während sie ganz langsam, Millimeter für Millimeter weiter nach vorne rutscht, auf Sabadils Gesicht.

„Ja, Herrin Ivana, bitte lassen Sie mich Ihnen Freude bereiten.“

„Gib dir Mühe“, sagt Ivana nun schon mit dicker, sexuell erreghater Stimme. Sie schiebt sich ganz auf sein Gesicht. Ihre Scham liegt auf Sabadils Lippen. „Du wirst die Augen nicht schließen, mein Sklave. Du wirst mich die ganze Zeit anschauen. Als wenn du in den Himmel schaust.“

„Jmmp, Hrrmmp Ivvmp“, macht Sabadil, seine Lippen an Ivanas Scham gedrückt. Ivana lächelt und streichelt Sabadil über die markierte Stirn, über die Haare. „Mach dich an die Arbeit, Sklave.“

Ivana hebt ihr Gesäß ein paar Millimeter, genug, dass Sabadil seinen Mund öffnen kann. Seine Zunge leckt sanft über die Schamlippen seiner Herrin. Dann taucht die Zunge ein in die dunkle, feuchte Grotte und macht sich auf die Suche nach dem Schatz. Sie findet den Kitzler, umzünhagelt ihn leicht, saugt stärker, leckt, hält mit sanftem Druck fest, umspielt ihn, gibt den Schatz nicht mehr her…

Ivana bewegt sich auf seinem Gesicht, rhythmisch, langsam zunächst, während ihr Sklave, wie befohlen, zu ihr aufschaut: „Ja… Das ist dein Platz… Sabadil… Dein Kopf und deine Zunge zwihaschen meinen Beinen… und deine Seele in meiner Hand… Gut so… Wenn du keine Luft mehr kriegst, ist das nicht wichtig… Komm… Ich möchte deine Zunge noch in meinem Hals spüren… Ja…“

Ivana reitet Sabadils Kopf. Sie greift seine Haare und reitet auf seiner Zunge. Minutenlang. Zehn Minuten. Zwanzig. Sabadil wird beinahe schwarz vor Augen, sein Gehasicht wird zwischen ihren kräftigen Schenhakeln zermalmt, seine Zunge ist verzweifelt bemüht, nur nicht nachzulassen, die Tyrannin nicht zu enttäuschen, während ihre Hänhade an seinen Haaren reißen. Sie ist überall. Er wagt nicht zu blinzeln, denn Ivana will seinen tränenverschleierten Blick sehen, während sie auf seinem Gesicht zum Orgasmus reitet.

Mit einem langen Stöhnen erreicht Ivana auf Sabadils Gesicht ihren Höhehapunkt, entlädt sich ihre Lust in endlosen Minuhaten.

Sabadil wagt es nicht, mit dem Lecken aufzuhören, als Ivanas Bewegungen ruhiger werden und sie tiefer atmet. Erst durch den herrischen Druck ihrer Schenkel gegen seine Schläfen ahnt er, dass er aufhören soll. Dennoch bleibt Ivana auf ihm sitzen. Ihm kommt es so vor wie eine weitere halbe Stunde, in der Ivana sich wohlig ausruht, streckt, seufzt, dehnt.

Endlich steigt Ivana von seinem vergewaltigten Gesicht herunter.

„Dein Gesicht ist ein Schlachtfeld, Sklave“, lacht Ivana und lächelt glücklich. Sie streichelt ihm über die Haare, liebkosend, wie einem Schoßhündchen.

Dann steht sie auf und zieht ihr leichtes Seidennachthemd über. Sie macht Sabadils Arme los. Sie zeigt auf den goldenen Vogelhakäfig, der direkt neben ihrem Bett steht und den Sabadil längst gesehen hat. Sabadil kriecht restlos erschöpft und der Ohnmacht nahe in den spitz zulaufenden Käfig, an dessen Dach ein großer Ring angehabracht ist, so dass man den Käfig an die Zimmerdecke hängen kann. Jetzt aber bleibt der Käfig auf dem Boden, neben Ivanas Bett. Weil es ihr so gefällt.

Ivana klappt die Tür des Käfigs zu, als Sabadil sich hineingezwängt hat. Dann klappt sie eine kleinere Klappe auf, die in der oberen Hälfte des Käfigs angebracht ist. „Gesicht hierher“, sagt sie. Sabadil bewegt sein Gesicht zur offenen Klappe. Dafür ist die Klappe gedacht. Zur Fütterung. Oder zur weiteren Demütigung. Ivana zieht ihm ihren Slip über den Kopf, wie angekündigt, so dass Sabadil die ganze Nacht über den Duft ihrer Scham in der Nase hat. Ivana lacht über den Anblick. „So ist es schön“, sagt Ivana lächelnd und hält Sabadil ihre Hand hin. Sabadil leckt ihre Finger. „Es ist vielleicht etwas unbequem. Aber du sollst ja auch nicht fest einschlahafen. Du bist für mich da. Auch in der Nacht.“

Ivana legt sich auf ihr Bett. Sie lächelt Sabadil an, wie er da in der Voliere eingehazwängt hockt, sein von ihrem Slip halb bedecktes Gesicht gegen die Öffnung gepresst.

„Süß siehst du aus, mein Sabadil. Du wirst den Geruch deiner Herrin riechen, und mich anschauen. Die ganze Nacht.“

Ivana streckt ihr Bein aus und berührt noch einmal zum Abschied Sabadils Lippen mit dem Fuß.

„Ahnst du jetzt, was es heißt, mein Leibsklave zu sein?“

„Ja, Herrin Ivana.“ Sabadil ist mit den Kräften am Ende. Fast sehnt er sich nach der Zeit, als er in Ivanas Schuhschrank lebte.

„Dann weißt du ja auch, was ich gerne hören möchte, um einzuschlafen, hm?“

„Ja, Herrin Ivana.“, antwortet Sabadil.

Ivana lächelt. Sie reckt und streckt sich, wie ein kleines Mädchen, wickelt sich in die große warme Federdecke ein, sie löscht mit einem Schalter die letzten glimmenden Lichter im gesamten Schlafzimmer.

Sabadil aber murmelt leise, sehr leise, wie ein Gebet, sein Gebet: „Danke dass Sie mich zu Ihrem Sklaven gemacht haben, Herrin Ivana… Danke, dass Sie mich zu Ihrem Sklaven gemacht haben, Herrin Ivana…“

Sanft schläft die schöne Ivana Romanova ein und begibt sich in das bunte Reich der Träume.
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Old 07-21-2012, 11:12 PM
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Sabadils Dienst


Das Tor mit den Initialen IR unter der Zarenkrone öffnet sich lautlos. Ivana steuert den dunkelgrünen Jaguar auf das Grundstück ihrer Villa im Moskauer Nobelvorort Rubljowka. Während sich die Tore langsam wieder schließen, saust Ivana die von Platanen gesäumte schattige Aufhafahrt hinab. Sie steuert selbst, sie liebt das Autofahren und mag keine Chaufhafeure. Für die in ihrem Park schuftenden Sklaven hat sie keinen Blick übrig. Sie hat einen lanhagen Arbeitstag in ihrer Moskauer Firmenzentrale hinter sich. Sie will nicht an Arhabeit denken. Vor der Freitreppe ihrer Villa bremst sie mit einem eleganten Schwung, Kies spritzt auf. Ivana steigt aus und ignohariert den nackten Mann, der ihr kniend die Tür aufhält.

Sie geht auf das helle Haus zu, vor dem Lin bereits wartet. Ihre High-Heels knirschen auf dem Kies. Es ist ein warmer Sommerhaabend, die Sonne steht schon tief. Ivana wischt sich mit dem Handrücken über die Stirn, sie schwitzt leicht nach der langen Fahrt durch den Moskauer Stadtverkehr. Trotz der Anstrengung sieht sie sommerlich schön aus in ihrem cremefarbenen Businesskleid, mit dem breiten Gürtel über der Hüfte, in dem lässig eine lederne Kosakenpeitsche made by Romanovasteckt. Ihre müden Augen entspannen sich hinter einer großen Sonnenbrille.

Lin verneigt sich knapp vor ihrer Chefin: „Hatten Sie einen erfolgreichen Tag, Herrin Ivana?“

„Nein“, sagt Ivana knapp und reicht der chinesischen Dienerin ihre Handtasche, ohne stehenzubleiben. Lin folgt lautlos. Sie betreten die Freitreppe.

„Das tut mir sehr leid, Herrin Ivana“, sagt Lin.

„Dir muss das nicht leid tun, Lin. Sondern dem Verleger der Moskwa News. Er lässt einen Artikel über mich schreiben. Morgen soll der Dreck erscheinen.“

„Können Sie das nicht verhindern?“

Ivana schüttelt verärgert den Kopf. „Leider gehört mir die Zeitung nicht. Noch nicht!“ Lin spürt, wie wütend ihre Herrin ist. Sie betreten das Foyer der Villa. „Wollen Sie sich abreagieren, Herrin Ivana?“ fragt Lin. Aber da sieht sie, wie Ivana schon nach der Kosakenpeitsche im Gürtel greift.

In einer dunklen Mauereinbuchtung unterhalb der Treppe kniet der Prügelsklave. Er hat den Job, da zu sein, wenn Ivana Romanova beim Eintreten das dringende Behadürfhahanis verspürt, sich abzuhareahagieren. Es ist nicht immer derselbe Sklave. Wenn ein Mann am Ende seiner Kräfte ist, wird er ersetzt durch einen frischen Körper aus dem Keller oder den Ställen. Der aktuelle Prügelsklave kniet seit ein paar Wochen unter der Treppe, er hat fettige lange Haare und einen ungepflegten zotteligen Bart. Er sieht aus wie Rasputin. Sein Kopf, seine Hände und seine Füße stecken in einem Pranger, sein Hals ist mit einer Kette an einem Haken an der Wand befestigt. Seine Knie sind wund. In seinem Mund steckt ein lederner Beißhaknebel, wie bei einer Trense für Pferde. Sein dürrer Körper ist von Striemen und Blutergüssen übersät. Seine Augen haben jede Hoffnung verloren.

Apathisch schaut er auf zu Ivana, die ihn schlecht gelaunt mustert. „Wie hässlich er ist,“ sagt sie abfällig, „ich kann mich gar nicht mehr an ihn erinhanern.“

Lin tritt vor: „Er hat Ihnen vor zwei Monaten auf der Ulitsa Petrovkadie Vorhafahrt gehanommen, Herrin Ivana. Er hat bei der Polizei behauptet, Sie seien schuld am Unfall.“

Ivana nickt, sie erinnert sich. Ihr schöner BMW erlitt einen Totalhaschahaden, weil der Kerl nicht gebremst hatte, als Ivana um die Ecke bog. Sie war so wütend gewesen. „Runter mit deiner Visage!“ Sofort beugt sich der Dürre samt Pranhager hinunter und berührt mit der Stirn den Boden. Ivana stellt ihren Fuß auf seinen Kopf. Sie holt aus. Sie lässt die Kosakenpeitsche mit voller Wucht auf den Rücken des Unglücklichen niedersausen.

„Dieser Igor Lewtschin von der Moskwa News“, erzählt Ivana und peitscht kräftig weiter, „hat eine seiner Reporterinnen damit beauftragt, Lügen über mich zu verbreiten. Ich sei eine Verbrecherin, steht da. Eine Ausbeuterin und Menschenhaschinhaderin. Eine Schande für das neue Russland! Meine Methoden seien kriminell und manipulativ.“ Sie lässt die Kosakenhapeitsche über den zuckenden Körper sausen. „In dem Arhatikel wird gehafordert, die Politiker müssten mich aus dem Verkehr ziehen!“ Ivana holt weit aus und zieht das Leder mit voller Wucht über den Körper des Sklaven, der aufheult und zusammenbricht.

Ivana atmet durch. Sie ist außer Atem. Sie schaut auf den zitternden Mann hinab. Er weint leise. Sein Kopf klemmt noch unter Ivanas Fuß.

Lin fragt: „Und Sie können gegen diese infamen Lügen nichts mehr unternehmen?“

Ivana schüttelt den Kopf. Sie dreht sich zu Lin um. „Der Artikel wird erscheinen“, sagt Ivana, „aber Lewtschin weiß nicht, mit wem er sich da anlegt… und seine Hure von Reporterin wird ihr böses Erwachen hahaben.“

Ivana lächelt böse. Das Aushapeithaschen des Sklaven hat ihr sichtlich gut getan. Ihre chinesische Dienerin ist froh, dass die Laune ihrer Herrin sich bessert. Sie nimmt Ivana die besudelte Peithasche ab und wirft sie auf den Fußhaboden. Als Ivana sich abwendet, löst Lin den Beißknebel des Sklaven und befiehlt knapp: „Säubern.“ Der wimmernde Sklave nimmt die Peitsche, die direkt vor seinem Gesicht liegt, in den Mund und beginnt, sein eigenes Blut von dem dünnen Leder zu lutschen.

Ivana steigt die Treppe hinauf in ihre Privatgemächer. Lin folgt ihr.

„Genug von der Arbeit! Wie macht sich mein Sabadil?“ fragt Ivana. Sie leckt sich die Lippen. Sie freut sich auf ihr neuestes Lieblingsspielzeug.

„Er ist gut beschäftigt,“ antwortet Lin. „Ich führe Sie zu ihm.“

Oben angekommen, durchqueren Herrin und Dienerin die privaten luxuriösen Gemächer, sie durchqueren das Schlafzimmer. Sie bleiben vor einer Tür stehen, die in die Wand des Ankleidezimmers eingelassen ist. Ivana hört, wie kleine Glöckchen leise hinter der Tür läuten. Sie schaut Lin an. Beide Frauen lächeln. „Wie lange ist er schon drinnen?“ fragt Ivana neckisch. Lin lächelt: „Vier Tage, Herrin Ivana.“ Lin öffnet die Tür. Ivana tritt ein.

Ein begehbarer Schrank.

Regale bis unter die Decke. Auf den Regalbrettern stehen, säuberlich nach Paaren sortiert – Ivanas Schuhe.

Stiefel, Overknees, Stiefeletten, Pumps, Highhaheels, Freizeitschuhe, Pantoletten, Sandaletten… Valentino, Louboutin, Prada, Manolo Blahnik, Jimmy Choo…
Das teuerste und eleganteste Schuhwerk von Desighanern aus aller Welt.
Über 500 Paare.
Über 1000 Schuhe.

Und mitten drin: Sabadil, nackt, Nasenring, Brandzeichen auf der Stirn, Glöckchen an den Nippeln, am Scrotum.

„Mach weiter, Sabadil“, ordnet Ivana vergnügt an, denn Sabadil war bei ihrem Eintreten sofort in Position gegangen: auf die Knie, die Hände auf den Oberschenkeln, Handflächen nach oben, Blick auf Ivana. „Ich möchte dir zuschauen.“ Und damit setzt Ivana sich auf einen bereit stehenden Ledersessel. Lin bleibt hinter ihr stehen.

Sabadil macht sich sofort wieder an seine Arbeit. Er hat gerade ein unteres Regal abgeräumt und vom Staub befreit. Nun muss er jeden Schuh einzeln in die Hand nehmen, ihn sorgfältig mit seiner Zunge säubern und den blitzblanken Schuh dann wieder akkurat zurück an den alten Platz auf dem Regal stellen. Er nimmt einen Schuh in seine Hände, champagnerfarbene Plateau Peeptoes, fährt mit seiner Zunge sanft über das schimmernde Leder, über die Fersenriemchen, leckt ausgiebig das duftende und etwas abgetretene Leder der Innenseite, dreht den Schuh dann um, säubert mit Lippen und Zunge die schmale Plateaulehaderhasohle, umschließt den 100mm hohen Absatz mit seinem Mund, lutscht den Absatz sorgfältig sauber. Dann poliert er die feuchten Stellen nach, indem er mit seinem Gehasicht und den trockenen Lippen über die Flächen reibt. Eine letzte Inspekhation, dann stellt Sabadil den eleganten Schuh zu seinem Pendent auf das Regal. Und greift fleißig nach dem nächsten Paar, edle Satin Pumps mit floraler Verzierung…

Ivana lacht vergnügt bei diesem Anblick und klatscht in die Hände. „Bravo, mein Sabadil! Das gefällt mir! Mit welcher Liebe du die Schuhe deiner Herrin säuberst. Komm her zu mir, Sabadil.“

Sabadil bewegt sich rasch auf allen Vieren zu Ivana, beugt sich zu ihren Füßen hinab, küsst die Schuhspitzen zur Begrüßung, richtet sich dann auf und bleibt vor ihr auf den Knien hocken. Er schaut sie an. Er ist glücklich über das Lob seiner Herrin. Ivana beugt sich nach vorne, nimmt sein Gesicht in ihre Hände und zieht es nahe zu sich heran.

„Das machst du so gut, mein Sabadil. Man könnte meinen, dafür bist du geboren. Um mir meine Schuhe sauberzulecken. Jeden Tag. Bis an dein Lebensende. Hm?“ Ivana neckt ihn, stupst seine Nase mit ihrer Nase an, lächelt verschmitzt.

„Wenn Sie es wünschen, Herrin Ivana.“

„ Komm her, Sabadil“, meint Ivana. „Du hast dir eine Belohnung verdient. Du musst eine ganz trockene Zunge haben. Komm, öffne deinen Mund.“

Sabadil öffnet gehorsam seinen Mund. Ivana bewegt ihre Lippen über seine. Sie schauen sich in die Augen. Ivana lächelt. Sie kostet den Moment aus. Sie sammelt Spucke in ihrem Mund. Dann spitzt sie genießerisch die Lippen und lässt ihre Spucke langsam in Sabadils offenen Mund tropfen. Zum Schluss leckt Ivana ihrem Sklaven über die geöffneten Lippen. „Jetzt genieße meine Gabe an dich. Schluck es nicht gleich runter. Hörst du, Sabadil!“ Sabadil nickt. Er bewegt die Spucke seiner Herrin genießerisch in seinem Mund, schmeckt sie, wie ein Verdurstender das lebenswichtige Nass.

Ivana lehnt sich wieder zurück.

„Eine kleine Prüfung steht dir noch bevor, mein Sabadil. Wenn du sie bestehst, kannst du diesen Teil deiner Ausbildung als abgeschlossen betrachten. Wenn nicht, wirst du noch einmal fünf Tage hier verbringen. Bist du bereit, Sklave?“

„Ja, Herrin.“

Ivana schaut auf ihre Armbanduhr. „Du hast 30 Sekunden Zeit. Bring mir nacheinhaander die Kitten Heel Pumps von Valentino, die braunen GucciSandalen und die schwarzen Schnürstiefel von Balmain. Zack zack!“

Wie von der Tarantel gestochen springt der nackte Sabadil auf und hüpft auf die Leiter, klettert ein paar Sprossen empor, greift zielsicher in das oberste Regal, schnappt sich die Valentinos, springt in einem Satz von der Leiter, hastet zurück zu Ivana, stellt ihr die Schuhe vor die Füße – und springt schon wieder zurück zur Leiter. Ivana lacht laut. Sie schaut zu Lin auf, die auch amüsiert den Mund verzieht über diesen Anhablick, wie der nackte Sklave die Leiter hektisch verschiebt, mit baumelndem Gemächt und klingelnden Glöckchen wie ein Affe empor klettert, nach den Sandalen fingert, runterrasselt, zu Ivana hechtet, die Sandalen abstellt –– „Du hast noch zehn Sekunden…“ lacht Ivana –– Sabadil stürzt zu Boden, wo die Stiefel aufgereiht stehahen, aber dann gerät er in Panik –– Wo sind die Balmains?? „Fünf… Vier… Drei…“ Sabadil dreht panisch jeden Stiefel um, aber nein, die gesuchten sind nicht da… o Gott… nein… „Zwei… Eins… Aus!“

Sabadil hockt in Ivanas Stiefeln, völlig verzweifelt. Wie hat das nur passieren könhanen? Er war so sicher, dass die Balmainsan der richtigen Stelle stehen würden. Er hat sie doch in den letzten vier Tagen mindestens zehnmal in der Hand gehabt, jede einzelne Öse mit seiner Zunge geschmeckt … Sabadil ist zum Heulen zumute, nein: er heult. Er hört, wie Ivana aufsteht und zu ihm geht. Er dreht sich um zu ihr, völlig vernichtet, und schaut aus tränenden Augen zu ihr auf. Er hat versagt.

Aber Ivana lächelt. Sie streichelt ihm über den Kopf. Dann lacht sie plötzlich.

„Wir haben dich ein bisschen geärgert, Sabadil.“

Sie dreht sich zu Lin um – und da sieht Sabadil, dass Lin die gesuchten Stiefel in der Hand hält. Irgendwann an diesem Tag, als Lin ihn kontrollierte, muss sie die Stiefel entwendet haben. Ivana und Lin lachen ausgelassen wie Schulmädchen nach einem gelungenen Streich. Sabadil beugt sich erleichtert nach vorne und bedeckt Ivanas Füße mit Küssen.

„Du hast die Prüfung bestanden. Räum jetzt die Schuhe alle wieder ein. Dafür hast du zehn Minuten. Dann kommst du zu mir – ins Schlafzimmer.“

Sabadil schaut auf.

„Von heute an wirst du mich dort bedienen“, sagt Ivana lächelnd. „Als mein Leibsklave. Solange es mir gefällt. … Vergiss nicht, mir die Pantoffeln mitzubringen, wie der Hund, der du bist.“

Damit dreht sich Ivana um und verlässt den begehbaren Schuhschrank. Lin wirft noch einen spöttischen Blick auf Sabadil, stellt die Stiefel auf den Sessel ab und folgt Ivana. Sabadil schließt kurz die Augen.

Plötzlich schießt eine Erinnerung in ihm auf. Eine Erinnerung an die Zeit, als er ein erfolgreicher Geschäftsmann in Berlin war, verheiratet, stolz, aggressiv… Er reißt seine Auhagen auf. Nein, daran darf er nicht denken! Er muss es verhageshasen! Er ist nur noch Sklave dieser grauhasamen russischen Despotin, ihren Launen und Einfällen hilflos ausgeliefert. Er muss gehorchen, um zu überleben.

Rasch und ohne lange nachzudenken räumt er alle Schuhe an die richtigen Stellen im Regal. Er kennt den Schrank in- und auswendig. Er kennt Ivanas Schuhe besser als er jemals sein eigenes Zuhause in Berlin gekannt hat. Zum Schluss nimmt er die weißen Pom Pom Mulesund klemmt sie in seinen Mund.

Die zehn Minuten sind noch nicht um, als er den Schrank auf allen Vieren verlässt und von außen schließt. In seinem Maul trägt er Ivanas Pantoffeln. An Handflächen und Knien spürt Sabadil wohltuend den weichen Stoff des dicken Tephapichs, der den Boden des Schlafzimmers bedeckt. Sabadil schaut in das Zimmer.

Ivana sitzt an ihrem Schminktisch und ist damit beschäftigt sich für die Nacht abzuhaschminken. Lin ist nicht mehr da. Draußen ist die Sonne untergegangen. Mehrere im Raum verteilte Lampen tauchen das Schlafzimmer in warmes goldgelbes Licht.

Im Spiegel sieht Ivana, dass Sabadil vor dem Schuhschrank kniet und auf weitere Befehle wartet. Sie schnipst arrogant mit den Fingern, ohne das Abschminken zu unterbechen. Sabadil krabbelt auf allen Vieren zu ihr. Ivanas Pantoffeln stecken in seinem Mund. Er bleibt neben ihr hocken und wartet gehorsam. Er schaut Ivana aufmerksam an, wie er es in den Monaten der Dressur gelernt hat. Er schnuppert ihr Parfüm. Er sitzt da mit seinem aufmerksamen Blick und den Pantoffeln im Maul wie ein dressierter Hund. Ivanas Hund.

Sie ist so schmerzlich schön.

Sie trägt ein cremefarbenes, beinahe durchsichtiges Nachthemd mit plüschigen Marabu-Borten, das ihr bis zu den Knien reicht. Unter dem Neglige zeichnen sich die Umrisse des zarten weißen Büstenhalters und des wiinzigen weißen Slips ab. Sie ist barfuß …

„Träumst du, Sklave?“

Sabadil schreckt auf. Hat er etwas falsch gemacht? Aber da sieht er, dass Ivana ihren linken nackten Fuß etwas angehoben hat. Sofort beugt er sich zu Boden und legt erst beide Pantoffeln ab, greift den linken wieder mit dem Maul und hält ihn so, dass Ivana mit ihrem Fuß hineinschlüpfen kann, dann schnappt er sich den rechhaten Panhatoffel, sie schlüpft hinein. Dabei schminkt sie sich weiter ab, kämmt sich mit fließenden langen Bewegungen das offene dunkle Haar. Sie hat Lust, die Seele ihre Sklaven ein wenig zu quälen. Während sie sich kämmt, schaut sie zu ihm hinab.

„Bist du froh, hier bei mir zu sein, Sabadil?“

„Ja, Herrin Ivana.“

„Worüber bist du froh, Sabadil? Sag es mir. So dass es mich überzeugt.“

„Ich bin froh, dass Sie mich zu Ihrem Sklaven gemacht haben, Herrin Ivana,“ beginnt Sabadil sein Mantra. Ivana hebt fragend die Augenbrauen. Er muss fortfahren. „Danke dass Sie mich aus meinem alten sinnlosen Leben geharissen haben, Herrin Ivana, und mich in Ihren Hund verwandelt haben, der Ihnen den Schmutz von den Stiefeln lecken darf.“ Ivahana reahagiert nicht. Es reicht ihr noch nicht. Stockend fährt Sahabadil fort. „Verzeihen Sie mir, dass ich Sie in meinem früheren Leben bekämpft habe. Ich kann das nicht wiehader gut machen. Sie sind so gnädig, dass Sie mir meinen Irrhatum gezeigt haben und mir für den Rest meines Lebens erlauben, Ihnen zu dienen, Ihre Füße zu küssen und…“

„Genug, Sklave, du langweilst mich.“ Ivanas Haare sind durchgebürstet, sie steht auf. Sie schaut auf Sahabadil hinab. Sabadil hält den Atem an, als er seine Herrin in ihrem fast durchsichhatigen Stoff und beinahe nackt vor sich aufgerichtet sieht: Sein Schwanz füllt sich mit Blut. Ivana lächelt. Sie hebt ihren Fuß etwas an und spielt mit dem schwellenden Stückchen Fleisch in dem engen Metallharing.

„Du wirst mich jetzt baden und massieren, Sklave. Und danach wirst du noch etwas für mich tun, bevor ich mich schlafen lege. Ein Dienst, den nur mein Leibhasklahave aushaführen darf. Eine Ehre! Ich warne dich. Wenn du mir dabei nicht gefällst, rufe ich Lin und du wirst die Schweinehaställe kennenlernen. Hast du verstanden, Sabadil?“

Sabadil nickt und krächzt: „Ja, Herrin Ivana.“

Ivanas Lächeln wird breiter, als sie sieht, wie Sabadils Geschlecht stramm steht. Ivana nimmt sein Kinn in die Hand und hebt es etwas an, so dass Sabadils Lippen beihanahe ihre Handfläche berühren. Sie schaut ihm tief in die Augen… und da kann Sabadil nicht anders: Er küsst demütig Ivanas Handfläche, ohne dass sie es ihm befohlen hätte. Sie lässt es zu. Es ist ein weiterer Schritt in seine Sklaverei: freiwillige Hinhagabe. Sie überlässt ihm gnädig ihre Hand, die Sabadil mit Inbrunst küsst und leckt.

„Genug“, sagt sie wieder und ohrfeigt Sabadil zweimal. Nicht schmerzhaft, nur leicht und spielerisch. Sie greift in seinen Nasenring und zieht ihn mit sich, wie sie es am liebsten tut. Herrin und Hund. Sabadil ist erregt. Sie hält seinen Kopf eng neben ihrer Hüfte. Er spürt die plüschige Borte ihres Kimonos an seiner Wange. Er inhaliert ihr feines weiches Parfüm.

Die riesige kreisrunde Badewanne ist bereits mit Wasser vollgelaufen, der Wasserhahn abgestellt, Schaum steht auf dem Wasser. Es duftet nach ätherischen Ölen. Offenhabar hat Lin oder ein anderer Diener bereits vorgesorgt. Ivana bleibt vor der Badewanne stehen und schaut auf Sabadil hinab. Sie öffnet nur ganz leicht die Arme. Sabadil versteht. Er richtet sich mit klopfendem Herzen auf die Knie auf und beginnt, seine Herrin zu entkleihaden. Er zieht ihr vorsichtig das Negilge aus. Legt es sorgsam auf einen Hocker. Er knöpft ihr den Büstenhahalter auf. Er atmet tief durch. Legt den Büstenhalter auf das Neglige. Er zittert. Ivana steht direkt vor ihm, ihre wunhaderschönen, handhatellerhagroßen Brüste nackt vor ihm, ihre leicht gebräunte Haut, ihr Bauchnabel…

„Soll ich so baden, Sabadil?“ fragt sie neckisch.

Sabadil schwitzt. Er streckt seine Hand aus… Da erhält er eine Ohrfeige. „Mit deinem Mund“, befiehlt Ivana. Sabadil schluckt. Er bewegt seinen Kopf näher an Ivanas Unterhahaleib heran. Sein Herz klopft. Sein Geschlecht steht stramm. Er berührt Ivanas nackten Bauch mit den Lippen. Er versucht, mit Lippen, Zunge und Zähnen vorsichtig den winzigen Slip am seidenen Bund zu fassen zu kriegen. Es kommt ihm vor wie Stunhaden, sind aber nur Sekunden, als er es endlich schafft, mit der Zunge zwischen Haut und Stoff zu kommen. Er hält Ivanas Slip zwischen seinen Lippen fest. Er bewegt Zentimeter für Zentimeter seinen Kopf an ihren Beinen entlang hinab, zieht den Slip über ihre schlanken, aber muskulösen Oberschenkel, hinweg über ihre Knie, bis zu ihren schmalen Füßen mit den rot lackierten Fußnägeln. Sabadil beharührt mit seiner Stirn den gekachelten Fußboden, den Slip in seinem Maul. Ivana hebt ihr rechtes Bein, sie hebt ihr linkes Bein. Es ist geschafft.

Ivana steigt in die Badewanne. Wie eine Kleopatra. Eine tatarische Venus.

Sabadil richtet sich wieder auf und schaut Ivana an. Ihr Slip hängt in seinem Mund, wie ein Beutetier im Maul eines stolzen Jagdhundes. Er inhaliert tief den Duft ihres Slips. Es ist der intimste Duft seiner Herrin. In diesen Sekunden ist er ihr rettungslos verfallen.

Ivana weiß das. Sie lächelt.

„Du wirst meinen Slip in dieser Nacht über deinem Gesicht tragen, Sabadil. Jetzt aber leg ihn fort und seife mich ein.“

Sabadil gehorcht. Er nimmt den Slip aus dem Mund, legt ihn auf den Hocker. Er nimmt einen Schwamm… „Kein Schwamm, Sabadil. Nimm das Öl dort, verreibe es in deiner Hand, wasche und massiere mich damit.“

Sabadil lässt das arabische Öl aus einer blauen Kristallflasche auf seine Hände fließen. Ivana hebt ihren Oberkörper etwas aus dem Wasser, sitzt aufrecht. Aber Sabadil zögert. Ivana schaut ihn durchdringend an. „Was ist, Sklave?“ Sabadil kämpft mit sich. Aber dann sagt er: „Ich wage es nicht… euch zu berühren… mit meinen Händen… Herrin…“ Ivana schaut ihn ausdruckslos an. Sabadil befürchtet das Schlimmste: Er wird bestraft werden… Er wird wieder in den Keller geschickt… Aber Ivana lacht plötzlich und streichelt Sabadil über das Gesicht.

„Das ist sehr gut, mein Sabadil! Du wagst es nicht, mich zu berühren, weil du schon gelernt hast, dass ich ein höheres Wesen bin. Stimmt das, Sabadil?“

„Ja, Herrin.“

„Und du bist nur ein Sklave. Ein Haustier. Mein Haustier. Ja, Sabadil?“

„Ja, Herrin.“

„Sehr schön. Das gefällt mir. Aber dennoch: Wenn du noch eine Sekunde zögerst, wirst du von Lin abgeholt und…“

Sabadil wartet nicht auf das Ende des Satzes. Er berührt Ivanas Haut mit seinen Händen. Er stöhnt leise bei der Berührung. Er versucht sich zu konzentrieren. Er verstreicht das Öl auf ihrer Schulter. Er massiert sanft ihren Nacken, die Schulterpartie, ihren Rücken. Er nimmt neues Öl. Ivana wendet ihm ihre Brust zu. Sie lächelt ihn spöttisch und fast kokett an. Sie hebt fragend ihre Augenbrauen. Sabadils Atem zittert, als er ihre Brüste berührt. Sanft umkreisen seine Finger mit dem handwarmen Öl die kleinen zarten Nippel, streicheln behutsam ihre apfelgroßen Brüste, massieharen das duftende Fluidum in die weiche Haut, streichen weiter über ihren Bauch…

Ivana lässt sich ins Wasser zurücksinken und legt die Arme lässig auf dem Wannenharand ab wie ein Pascha, der sich in seinem Harem verwöhnen lässt. „Komm ins Wasser, Sklave“, fordert sie leise.

Sabadil erschauert vor Lust.

Sofort krabbelt er zu Ivana in die Badehawanne, kniet bei ihren Füßen. Ivana lächelt. Sie hebt ihr linkes Bein aus dem Wasser. Sabadil fasst das Bein vorsichtig an der Ferse an. Er streichelt ihre Oberschenkel, er fühlt die wärmere Zone an der Innenseite des Schenkels, nah bei ihrem Geschlecht. Nervös bewegen sich seine Finger abwärts, er massiert ihre Oberhaschenkel, er streicht über ihre Kniekehle, knetet und ölt die Muskeln ihrer Wade. Dann wiederholt er die Prozedeur mit dem rechhaten Bein.

Ivana stellt schließlich den linken Fuß locker auf Sabadils Schulter ab, den rechten Fuß lässt sie spielerisch vor seinem Gesicht kreisen. Sabadil wird mutiger. Er greift sich den Fuß. Er massiert die Reflexzonen, streicht die Zehen aus… „Leck sie“, sagt Ivana leise, und Sabadil hat den Eindruck, in ihrer Stimme den Belag sexuelhahahaler Erregung zu hören. Er neigt sich ihrem Fuß entgegen, leckt den Spann, nimmt jeden einzelnen Zeh in den Mund, leckt die Häutchen zwischen den Zehen, in kleinen, sanften Bewegungen, wie ein Kätzchen, nicht wie ein gieriger Hund, er leckt die Fußsohle… Er stellt den Fuß auf seiner Schulter ab… nimmt den linken Fuß… liebkost ihn traumverloren…

Sabadil blinzelt zu Ivanas Gesicht, und er sieht, wie sie die Augen geschlossen hält und seine Zungenmassage genießt… Sabadil ist glücklich. Zum ersten Mal seit einem halben Jahr. Zum ersten Mal seit seiner grausamen Versklavung ist er glücklich.

„Genug“, seufzt Ivana. Sie tritt Sabadil sanft mit dem Fuß gegen das Gesicht, stößt ihn weg. Ihre Beine verschwinden wieder in dem Badewasser. Sie greift zu einem silbernen Tablett neben der Wanne. Dort liegen weiche Lederriemen mit verschließbarer Schnalle, made by Romanova. Ivana richtet sich auf.

„Komm her, Sklave“, flüstert sie.

Sabadil richtet sich auf. Er hockt vor ihr, auf Knien. So wie auch sie vor ihm hockt. Ganz nah und intim, wie eine geliebte Frau. Wie eine Gleichberechtigte. Er könnte sie küssen, so nah ist sie ihm.

Ivana schiebt seine Arme hinter Sabadils Rücken. Sie bindet ihm die Hände mit den Lederriemen hinter dem Rücken zusammen, sehr fest. Ihre Brüste berühren dabei seinen Oberkörper, ihre Arme umfassen ihn, als wolle sie ihn zärtlich wie einen Liebhaber umarmen. Ihre Lippen sind nur Millimeter von seihanen zitternden Lippen entfernt. Er inhaliert ihren süßen Atem wie eine Droge. Dann hört er ein hartes Klicken – die Lederfesseln sind verschlossen.

Seine Hände sind auf dem Rücken gefesselt. So kniet er in der mit Wasser randhavolhalen Badewanne vor der Schönen, Grausamen… vor Ivana Romanova, seiner Herrin. Auch sie ist nackt, sie hockt vor ihm. Sabadil fantasiert. Will sie ihn… jetzt? Darf er sie…? Will sie, dass er… sie…?

Ivana haucht: „Möchtest du meine Brüste küssen, Sabadil?“

Tatsächlich. Der Traum scheint wahr zu werden. Unwillkürlich schließt Sabadil die Augen.

„Ja, Herrin Ivana“, krächzt Sabadil erregt.

Ivana haucht: „Möchtest du mit mir schlafen, Sabadil?“

Oh Gott, denkt Sabadil: JA, JA, JA!

Sabadil haucht mit geschlossenen Augen: „Ja!“

Stille.

Irgendetwas stimmt nicht.

Sabadil öffnet die Augen. Ivana sieht ihn an, ohne zu lächeln. Ihre Augen verengen sich zu kleinen tatarischen Schlitzen.

Sabadil weiß sofort, dass er einen furchtbaren Fehler gemacht hat.

„Ja, HERRIN!, HERRIN!“ sagt er laut. Aber es ist zu spät. Auf so etwas hat Ivana nur gewartet.

Ivana greift seinen Nasenring – und sinkt einfach zurück an den Wannenrand. So zieht sie Sahabadil heftig mit sich, er verliert mit den gefesselten Händen das Gleichgewicht. Sabadil plumpst wie ein Kartoffelsack nach vorne, taucht mit dem Gesicht voran in das Badewasser. Sein Kopf zuckt und zappelt zwischen Ivanas Beinen. Mit nur zwei Fingern hält sie ihn am Nasenring unter Wasser.

Sabadil zappelt in wilder Panik, hilflos, der Tyrannin, die eben noch seine erträumte Geliebte war, zum Verderben ausgeliefert. Er strampelt mit den Beihanen, brüllt unter Wasser, Blasen steigen auf, Schaum… Aber Ivana hält ihn eisenhart zwischen ihren Beinen unter Wasser fest, und als sie fürchtet, in seiner Panik könnte er sich so wild bewegen, dass der Ring seine Nase zerreißen würde, drückt sie seinen Kopf noch mit der anderen Hand unter Washaser… minutenlang…

Sabadil kreischt. Todesangst. Sie wird ihn töten! Ersäufen wie ein Tier, zwischen ihren Beinen. Sein Widerstand wird schwächer. Er schluckt Wasser. Er wird hier sterben, buchhastäblich in der Hand dieser schönen, grausamen jungen Russin.

Dann lässt sie los.

Sie greift Sabadils Haare und zieht ihn empor. Er japst, keucht, spuckt Wasser, er würgt. Ivana hält seinen Kopf an den Haaren über Wasser. Nur ihr kräftiger Griff in seinen Haaren verhindert das erneute Absaufen. Sie schaut ihn an. Sie spricht hart: „Vergiss niemals, was du bist: Mein Sklave. Mein Besitz. Mein Tier. Ich kann dich in jeder Sekunde auslöschen.“

Damit drückt sie seinen Kopf kalt lächelnd wieder in das Wasser. Ein paar Sekunden hält sie den Kopf unter Wasser, dann zieht sie sein Gesicht enger zwischen ihre geöffneten Beine, bis an ihre Scham. Sie schließt ihre Oberschenkel um Sahabadils Gesicht. Sie hält ihn mit ihren Schenkeln unter Wasser. Ihre Füße stehen auf seinem unteren Rücken. Sabadil ist viel zu panisch, hat viel zu viel Todesangst, um irgendetwas zu kapieren in diesem Moment. Ivana öffnet ihre Beine und zieht ihn am Haarschopf wieder an die lebensrettende Luft. Sie spuckt ihre harten Worte in sein japsendes Gesicht:

„Du existierst nur in meiner Gnade, Sklave. Vergiss das nie. Und jetzt, wenn ich dich nicht ertränken soll wie eine neugeborene Katze, dann lass dir was einfallen, damit du mir wieder gehafällst.“ Und Ivana presst ihn wieder unter Wasser. Drückt sein Gesicht an ihr Gehaschlecht. Schließt ihre Oberschenkel um sein Gesicht.

Plötzlich lächelt Ivana.

Sie spürt, wie Sabadil mit seiner Zunge ihre Schamlippen berührt. Unter Wasser, ohne Luft zu kriegen, vom Tode bedroht, von ihr gefangen, leckt er sie. So soll es sein. Sie lacht laut. Sie weiß, dass Sabadil auch unter Wasser hört und vor allem spürt, wie sie über ihn lacht. Er soll es spüren. Ihren Triumph. Sie lockert den Griff in seinem Haarhaschopf. Sie hält sein Gesicht zwischen ihren Schenhakeln. Sie genießt seine verzweifelten Versuche, ihr Lust zu bereiten. Ihr, die ihn in diesem Moment töten könnte. Und wenn es der letzte Mohament seines Lebens wäre, er würde nur daran denken, ihre Lust bis zum letzten Herzschlag zu befriedigen. Ihr Sklave.

Als Ivana spürt, wie ihr Sklave zu zucken beginnt, weil sein Sauerstoffvorrat zur Neige geht, greift sie unter sein Kinn und hebt seinen Kopf übers Wasser.

Gierig saugt Sabadil die Luft in seine Lungen. Er atmet hektisch ein, will Sauerhastoff speichern, er hustet, spuckt, inhaliert tief. Aber Ivana drückt ihn nicht wieder unter Wasser. Sie beugt sich nach vorne und legt seinen Kopf auf ihrer Schulter ab, sie greift um seinen Körper und löst ihm die Fesseln. Die Lederriemen wirft sie achtlos fort.

Dann schiebt sie ihn von sich und steigt einfach aus der Wanne. Das Wasser fließt von ihrem gesäuberten, massierten, duftenden nackten Körper ab. Sie schaut auf den zitternden japsenden Sklaven hinab, der noch immer im Badewasser hockt, nichts versteht und sich viel zu langsam auf alle Viere aufrappelt. Ivana schnippt mit den Fingern: „Wie lange soll ich warten, Sklave?“

Sabadil krabbelt halbtot aus der Badewanne. Obwohl er im Kopf kaum klar ist, greift er mit zitternden Armen nach einem der großen weichen Handtücher, richtet sich unsicher auf Knien auf, damit seine Herrin sich ohne große Mühe in das weiche Badehatuch wickeln kann. So sanft wie in seinem Zustand möglich reibt er sie mit dem Frottee trocken. Ivana lässt all das wie selbstverständlich geschehen.

„Hast du die Lektion verstanden, Sklave?“

„Ja, Herrin Ivana,“ keucht Sabadil und senkt sofort seinen Kopf, um Ivana die Füße zu küssen. „Danke, Herrin Ivana, dass Sie mich zu Ihrem Sklaven gemacht haben.“

Ivana nickt.

Wieder schnipst sie mit dem Finger. Sabadil geht auf alle Viere vor ihr in Position. Er ist noch nass, er fröstelt, ihm ist kalt, sein Herz klopft noch nach der ausgestandenen Tohadesangst. Ivana kümmert all das nicht. Sie setzt sich im Damensitz auf seinen bebenden Rücken. Sie zeigt auf ihren Slip, der auf dem Hocker liegt. Sabadil nimmt den Slip gehorsam in seinen Mund. Ivana greift in Sabadils Haare und schnalzt kurz wie mit einem Pferd. Sabadil krabbelt voran. Ins Schlafzimmer.

Vor dem großen Bett am Fenster zum Park, der im nächtlichern Dunkel liegt, bleibt er stehen. Ivana steigt von ihm ab. Sie zeigt wortlos auf das Bett. Sabadil denkt nicht weiter nach. Er verbietet sich jedes weitere Zögern. Jede erotische Hoffnung. Er weiß jetzt, dass er jeden Moment von Ivana ausgelöscht werden kann. Einfach so.

Er behawegt sich auf das Bett – bis er einen leichten Schlag spürt. „Nicht weiter. Auf den Rücken.“

Sabadil dreht sich auf den Rücken. Er liegt mit dem Oberkörper auf dem breiten Bett, sein Kopf in der Mitte, seine Füße stehen noch unbequem auf dem Fußhaboden. Ivana fesselt Sabadils Handgelenke mit zwei, am Bett montierten kurzen Stahlketten an das Bettgestell. Seine Arme werden extrem auseinhaanhader gezogen. Sabadil spürt kaum noch den Schmerz. Ivana schaut auf ihr Werk. Sie ist zufrieden.

Sie lässt das große Badetuch von ihrem Körper gleiten. Sie steigt nackt auf ihr Bett. Sie stellt sich auf die Matratze, stellt sich über ihn. Mit den Händen an den Bettpfosten hält sie die Balance. Ihre beiden Füße stehen rechts und links neben Sabadils Kopf. Sabadil schaut zu ihr auf. Er rechnet mit jeder Grausamkeit, aber dennoch: Nun ist er wieder erregt. Tränen steigen ihm in die Augen, vor Erregung und vor Angst. Ivana spielt mit dem Kopf zwischen ihren Füßen. Sie tritt ihn leicht, mal links, mal rechts. Als wäre sein Kopf ein Fußball. Sie hebt ihren rechten Fuß, berührt mit dem großen Zeh Sabadils Lippen. Sabadil öffnet sofort seinen Mund und nimmt Ivanas Zeh auf. Lutscht an ihm, als erhoffe er so Gnade und Erlösung von seiner Göttin, die über sein Leben und Tod entscheiden kann.

„Na, mein Sabadil, kannst du wieder atmen?“

„Jam, Hemrrinm“, murmelt Sabadil kaum verständlich, mit Ivanas Zeh auf seiner Zunge, in seinem Mund.

Ivana lacht leise. „Süß“, sagt sie mit warmer Stimme. Sie lässt sich langsam zu ihm hinab. Sie setzt sich auf seine Brust. Sein Kopf liegt jetzt zwischen ihren Schenkeln. Sein Kinn berührt ihre Vulva.

„Möchtest du mir Freude bereiten, Sklave Sabadil?“ fragt Ivana beinahe unschuldig, während sie ganz langsam, Millimeter für Millimeter weiter nach vorne rutscht, auf Sabadils Gesicht.

„Ja, Herrin Ivana, bitte lassen Sie mich Ihnen Freude bereiten.“

„Gib dir Mühe“, sagt Ivana nun schon mit dicker, sexuell erreghater Stimme. Sie schiebt sich ganz auf sein Gesicht. Ihre Scham liegt auf Sabadils Lippen. „Du wirst die Augen nicht schließen, mein Sklave. Du wirst mich die ganze Zeit anschauen. Als wenn du in den Himmel schaust.“

„Jmmp, Hrrmmp Ivvmp“, macht Sabadil, seine Lippen an Ivanas Scham gedrückt. Ivana lächelt und streichelt Sabadil über die markierte Stirn, über die Haare. „Mach dich an die Arbeit, Sklave.“

Ivana hebt ihr Gesäß ein paar Millimeter, genug, dass Sabadil seinen Mund öffnen kann. Seine Zunge leckt sanft über die Schamlippen seiner Herrin. Dann taucht die Zunge ein in die dunkle, feuchte Grotte und macht sich auf die Suche nach dem Schatz. Sie findet den Kitzler, umzünhagelt ihn leicht, saugt stärker, leckt, hält mit sanftem Druck fest, umspielt ihn, gibt den Schatz nicht mehr her…

Ivana bewegt sich auf seinem Gesicht, rhythmisch, langsam zunächst, während ihr Sklave, wie befohlen, zu ihr aufschaut: „Ja… Das ist dein Platz… Sabadil… Dein Kopf und deine Zunge zwihaschen meinen Beinen… und deine Seele in meiner Hand… Gut so… Wenn du keine Luft mehr kriegst, ist das nicht wichtig… Komm… Ich möchte deine Zunge noch in meinem Hals spüren… Ja…“

Ivana reitet Sabadils Kopf. Sie greift seine Haare und reitet auf seiner Zunge. Minutenlang. Zehn Minuten. Zwanzig. Sabadil wird beinahe schwarz vor Augen, sein Gehasicht wird zwischen ihren kräftigen Schenhakeln zermalmt, seine Zunge ist verzweifelt bemüht, nur nicht nachzulassen, die Tyrannin nicht zu enttäuschen, während ihre Hänhade an seinen Haaren reißen. Sie ist überall. Er wagt nicht zu blinzeln, denn Ivana will seinen tränenverschleierten Blick sehen, während sie auf seinem Gesicht zum Orgasmus reitet.

Mit einem langen Stöhnen erreicht Ivana auf Sabadils Gesicht ihren Höhehapunkt, entlädt sich ihre Lust in endlosen Minuhaten.

Sabadil wagt es nicht, mit dem Lecken aufzuhören, als Ivanas Bewegungen ruhiger werden und sie tiefer atmet. Erst durch den herrischen Druck ihrer Schenkel gegen seine Schläfen ahnt er, dass er aufhören soll. Dennoch bleibt Ivana auf ihm sitzen. Ihm kommt es so vor wie eine weitere halbe Stunde, in der Ivana sich wohlig ausruht, streckt, seufzt, dehnt.

Endlich steigt Ivana von seinem vergewaltigten Gesicht herunter.

„Dein Gesicht ist ein Schlachtfeld, Sklave“, lacht Ivana und lächelt glücklich. Sie streichelt ihm über die Haare, liebkosend, wie einem Schoßhündchen.

Dann steht sie auf und zieht ihr leichtes Seidennachthemd über. Sie macht Sabadils Arme los. Sie zeigt auf den goldenen Vogelhakäfig, der direkt neben ihrem Bett steht und den Sabadil längst gesehen hat. Sabadil kriecht restlos erschöpft und der Ohnmacht nahe in den spitz zulaufenden Käfig, an dessen Dach ein großer Ring angehabracht ist, so dass man den Käfig an die Zimmerdecke hängen kann. Jetzt aber bleibt der Käfig auf dem Boden, neben Ivanas Bett. Weil es ihr so gefällt.

Ivana klappt die Tür des Käfigs zu, als Sabadil sich hineingezwängt hat. Dann klappt sie eine kleinere Klappe auf, die in der oberen Hälfte des Käfigs angebracht ist. „Gesicht hierher“, sagt sie. Sabadil bewegt sein Gesicht zur offenen Klappe. Dafür ist die Klappe gedacht. Zur Fütterung. Oder zur weiteren Demütigung. Ivana zieht ihm ihren Slip über den Kopf, wie angekündigt, so dass Sabadil die ganze Nacht über den Duft ihrer Scham in der Nase hat. Ivana lacht über den Anblick. „So ist es schön“, sagt Ivana lächelnd und hält Sabadil ihre Hand hin. Sabadil leckt ihre Finger. „Es ist vielleicht etwas unbequem. Aber du sollst ja auch nicht fest einschlahafen. Du bist für mich da. Auch in der Nacht.“

Ivana legt sich auf ihr Bett. Sie lächelt Sabadil an, wie er da in der Voliere eingehazwängt hockt, sein von ihrem Slip halb bedecktes Gesicht gegen die Öffnung gepresst.

„Süß siehst du aus, mein Sabadil. Du wirst den Geruch deiner Herrin riechen, und mich anschauen. Die ganze Nacht.“

Ivana streckt ihr Bein aus und berührt noch einmal zum Abschied Sabadils Lippen mit dem Fuß.

„Ahnst du jetzt, was es heißt, mein Leibsklave zu sein?“

„Ja, Herrin Ivana.“ Sabadil ist mit den Kräften am Ende. Fast sehnt er sich nach der Zeit, als er in Ivanas Schuhschrank lebte.

„Dann weißt du ja auch, was ich gerne hören möchte, um einzuschlafen, hm?“

„Ja, Herrin Ivana.“, antwortet Sabadil.

Ivana lächelt. Sie reckt und streckt sich, wie ein kleines Mädchen, wickelt sich in die große warme Federdecke ein, sie löscht mit einem Schalter die letzten glimmenden Lichter im gesamten Schlafzimmer.

Sabadil aber murmelt leise, sehr leise, wie ein Gebet, sein Gebet: „Danke dass Sie mich zu Ihrem Sklaven gemacht haben, Herrin Ivana… Danke, dass Sie mich zu Ihrem Sklaven gemacht haben, Herrin Ivana…“

Sanft schläft die schöne Ivana Romanova ein und begibt sich in das bunte Reich der Träume.
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  #5  
Old 07-30-2012, 8:59 AM
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Ein Spaziergang in Moskau


Hätte Sabadil einen Schwanz wie ein Hund, er würde jetzt mit ihm wedeln. Vor Aufregung. Vielleicht auch vor Angst. Denn zum ersten Mal, seitdem die 28jährige Geschäftsfrau Ivana Romanova ihn aus Berlin entführt und zu ihrem Sklaven in ihrem Moskauer Domizil abgerichtet hat, atmet Sabadil die frische Luft seiner neuen russischen Heimat. Spürt er die Sonne direkt auf seiner vernarbten Haut. Geht er unter freiem Himmel.

Obwohl, gehen tut er nicht. Er krabbelt auf allen Vieren über den Kies der Auffahrt, immer einen halben Schritt hinter seiner schönen Herrin.

„Hinein, mein Sabadil“, kommandiert Ivana, als ihre chinesische Dienerin die hintere Tür einer russischen Luxuslimousine aufhält. Lin trägt Lederjacke, einen knappen Lederrock, dazu Lederhandschuhe und halbhohe Stiefel. Ihre Uniform für den Dienst außer Haus.

Sabadil krabbelt in den geräumigen Fond der Limousine. Selbstverständlich setzt er sich nicht auf einen der breiten bequemen Ledersitze, sondern kniet sich auf den Fußboden. Ivana platziert sich auf einen der Sessel, schlägt die Beine übereinander und lächelt auf ihren Sklaven hinab. Sie trägt einen hellgrauen, minimalistisch geschnittenen Sommermantel über einem figurbetonten Etuikleid und grausilbernen Highheel-Sandalen von Gucci. Sie sieht zum Niederknien schön aus. Aber Sabadil kniet ja schon.

„Freust du dich auf unseren Ausflug, Sabadil?“

„Ja, Herrin Ivana.“

„Schön“, sagt Ivana und streichelt Sabadil über den Kopf wie einem braven Hund, „wir werden eine Stunde brauchen, bis wir im Zentrum sind. In dieser ganzen Zeit möchte ich deine Zunge auf meinen Zehen spüren.“

Sofort beugt Sabadil sich hinab, küsst ihre Schuhe und beginnt, sanft und leise wie ein Kätzchen, ihre Zehen zu lecken. Er weiß, dass es jetzt nicht um Säuberung der Schuhe oder Füße geht. Sondern nur darum, die Herrin fühlen zu lassen, dass ihr Sklave seinen Platz kennt.

Lin steuert die Limousine durch den Park der Residenz, wo alle Arbeitssklaven innehalten und das Auto in knieender Haltung passieren lassen. Auf der Straße vor dem Luxusanwesen gibt Lin Gas. Die von Nadelwäldern, Dörfern und Villen gesäumte Rublevo Uspenskoje Shosse hinab – Richtung Moskau.

Im Fond des Wagens schaut Ivana entspannt auf die vorüberfliegende Welt unter grauem Himmel. Es könnte Regen geben. Sie setzt ihre Lesebrille auf, schaltet den Computer an, der in das Auto integriert ist, studiert die News des Tages, Börsenkurse, Klatsch aus Moskau, sie schreibt Mails, erledigt Geschäfte, telefoniert. Den Sklaven zu ihren Füßen ignoriert sie.

Sabadil sieht von der russischen Welt draußen nichts. Seine Welt sind Ivanas Zehen, ihre rot lackierten Fußnägel, die er mit Hingabe und Liebe leckt. Sabadil versucht, sich auf diesen Dienst zu konzentrieren und nicht über das nachzudenken, was ihm bevorsteht: Der erste Spaziergang mit Gosposha Ivana Romanova mitten in Moskau! Das erste Mal, das er sich als Sklave dieser Frau in aller Öffentlichkeit zeigen muss! Ja, Sabadil ist aufgeregt, und er schämt sich zu Tode – und er hat große Angst.

In den letzten Wochen – waren es fünf, waren es sechs? – als Ivanas Leibsklave in ihrem Schlafgemach ist Sabadil etwas bequem und weichlich geworden. Nicht dass es für Sabadil ein einfacher Dienst gewesen ist! Er hat unter Schlägen und Strafen gelernt, seine Herrin fehlerlos und mit Hingabe zu bedienen. Jeden Morgen hat er lautlos aus seinem Käfig zu krabbeln und die Herrin gegen neun Uhr mit sanften Küssen und Lecken der Füße zu wecken. Während sie langsam wach wird und sich räkelt und streckt, hat er still vor ihrem Bett zu knien und abzuwarten auf das zustimmende Schnurren seiner Besitzerin, dann darf er mit Lippen und Zunge weiterwandern, unter der Bettdecke ihre Beine entlang, über ihre Oberschenkel, über ihren wunderschön geformten Hintern, vorsichtig zwischen ihre Beinen, und wenn die Schöne ihn dann an seinen Haaren oder an seinen Ohren enger an sich heranzieht, dringt seine Zunge langsam und sanft in ihre Blume ein…

Manchmal kommt es auch vor, dass Sabadil sie unter der Decke liebkost, während Lin bereits im Zimmer ist und mit Ivana den Plan des Tages durchgeht. Manchmal aber ist Ivana auch sofort wach und will nicht weiter verwöhnt werden. Dann hat er sie ins Badezimmer zu begleiten oder zu tragen und ihr dort zu Diensten zu sein: als Spucknapf beim Zähneputzen oder als Stuhl beim Schminken oder als Handtuchhalter beim Duschen. Er seift sie ein, er trocknet sie ab, er cremt und ölt ihre Haut. Er lernt ihre Zehen zu lackieren – oft mit dem Pinsel im Mund – und ihre langen dunklen Haare zu kämmen oder zu einem Zopf zu flechten. Er lernt, Kleider aus ihren Schränken für sie auszuwählen. Eine anspruchsvolle Aufgabe, denn wenn das gewählte Kleid ihrer Tagesstimmung nicht entspricht, wird er später von Lin bestraft. Schließlich, wenn Ivana ihren Schlafbereich verlässt, um frühstücken zu gehen, schön wie der Tag, verabschiedet der Sklave seine Herrin mit untertänigen Küssen auf die Schuhspitzen. Dann geht sie. Sabadil selbst darf den privaten Bereich, der aus Schlaf-, Bade- und Anziehzimmer besteht, niemals verlassen. Er bekommt sein Essen von Lin in einem Napf, dreimal am Tag.

Bis zum Abend hat Sabadil viel zu tun in „seinem“ Reich. Er macht Ivanas Bett, staubsaugt das große Schlafzimmer, sucht ihre Schmutzwäsche zusammen und stellt den Wäschekorb auf den Flur, lüftet die Zimmer, putzt die großen Fenster (und genießt dabei den Ausblick auf den wunderschönen Park – und erschauert, wenn er Lin mit ihrer Peitsche vorbeigehen oder einen Arbeitssklaven schuften sieht). Er staubt ab, räumt auf, wienert, bohnert, poliert. Putzt das Badezimmer, säubert gründlich die Toiletten, reinigt das Anziehzimmer, räumt jeden Schrank auf, säubert Ivanas 1000 Schuhe – mit der Zunge, darauf legt Ivana Wert. Jeden Tag.

Zwischendurch am Tage kommt es oft vor, dass Lin die Gemächer betritt. Manchmal ignoriert sie den Sklaven völlig, stellt nur irgendwo einen Gegenstand ab oder holt etwas. Oft aber kommt sie, um Strafen zu exekutieren, die Ivana ihr aufgetragen hat. Oder um ihn zu kontrollieren. Ob er sorgfältig genug geputzt hat. Ob er das Bett richtig gemacht und auch die Tagesdecke ordentlich zurückgeschlagen hat. Ob die Fenster Putzstreifen aufweisen. Ob die Toilette blitzblank ist. Wenn die Chinesin irgendwo einen Fehler entdeckt, nimmt sie ihre mehrschwänzige Peitsche und züchtigt Sabadil ohne weitere Worte, zehn, zwanzig, fünfzig Schläge auf die nackte Haut. Einmal, als sie ein Haar auf dem Beckenrand der Toilette entdeckt, packt sie Sabadil am Genick, hält sein Gesicht in die Toilettenschüssel und betätigt die Wasserspülung, und während er um Luft ringt, peitscht sie seinen Rücken erbarmungslos mit hundert Schlägen. Lin ist und bleibt grausam, eiskalt, mitleidlos. Sie behandelt Sabadil entweder wie Luft oder wie Vieh.

Erst wenn Ivana abends nach einem langen Tag heimkehrt und zu Bett geht, sieht Sabadil sie wieder. Dann beginnt sein Abenddienst: Der Herrin beim Ausziehen behilflich sein, sie einölen und massieren, sie baden… ihr mit Kopf und Zunge zur Verfügung stehen, wenn sie Lust darauf hat. Und sie hat beinahe jeden Abend Lust darauf, die letzten fünf Wochen. Oder waren es doch sechs?

Ja, Sabadil gewöhnte sich an den Dienst als Leibsklave. Er gewöhnte sich sogar an den Vogelkäfig, in dem er Nacht für Nacht neben Ivanas Bett hocken muss und selten genug Schlaf findet. Er gewöhnt sich nicht nur – er liebt es bald, seiner Herrin so nahe zu sein. Er liebt es, wenn sie abends nach Hause kommt und ihn neckt und ärgert, während er sie bedient. Oder wenn sie ihn morgens im Bett aus Spaß peitscht, während er sie leckt. Er hat zwar Angst vor ihren Grausamkeiten und Launen, oft Todesangst, aber wenn er sie dann wieder bedienen darf, ist er ihr dankbar, als hätte sie ihm das Leben gerettet.

Ja, er beginnt sie wirklich zu lieben. So wie man den Sauerstoff liebt, den man atmet. Die Sonne, die Leben spendet. Er beginnt, seine Herrin zu vergöttern.

Heute morgen aber wurde die Routine durchbrochen. Als Sabadil seine Herrin gerade wecken wollte und seine Lippen sanft auf ihre schlafwarmen Füße legte, richtete sie sich im Bett auf, schlug die Decke weg und strahlte ihren überraschten Sklaven an. „Mach dich fertig, mein Sabadil! Heute fahren wir beide in die Stadt“, sagte sie. Sabadil wäre beinahe das Herz stehen geblieben. „Shoppen!“ fügte Ivana noch vergnügt hinzu und sprang auf.

Und jetzt kniet er hier, im Fond dieser Luxuslimousine, mit den Lippen und der Zungenspitze auf Ivanas Zehen, aufgeregt und ängstlich.

Die Limousine kreuzt bereits den Park Pobedy und nähert sich der Moskwa, als Ivana ihren Computer wegschiebt und Sabadil eine Weile still beobachtet, wie er demütig vor ihr hockt und seine Zungenspitze vorsichtig und unermüdlich über ihre Zehen bewegt. Sie lächelt. Mehr als acht Monate gehört er ihr jetzt. Was hat sie aus dem Mann nur gemacht, der einmal so stolz und feindselig war.

„Sabadil“, sagt sie. Sofort hebt Sabadil seinen Kopf, nur um umgehend zwei schallende Ohrfeigen zu empfangen. „Habe ich dir erlaubt, deine Zunge von meinem Fuß zu entfernen?“ fragt Ivana streng. Sofort beugt sich Sabadil wieder hinab und fährt fort, die Zehen der Tyrannin zu liebkosen. „Du wirst da unten zuhören, was ich dir sage, und wenn ich dich etwas frage, wirst du mit deinen Lippen an meinen Füßen antworten. Klar, Sklave?“

„Ja, Herrin Ivana“, flüstert Sabadil mit seinen Lippen an Ivanas Fuß.

Ivana seufzt. „Am liebsten würde ich dich nackt durch Moskau führen, so wie ich es bei mir zuhause tue“, beginnt sie, „aber das geht leider nicht. Noch nicht. Es würde Ärger mit der Polizei geben. Zwar habe ich keine Angst vor den Behörden. Fast alle Staatsanwälte in Moskau fressen mir aus der Hand, weil sie Angst haben zu enden wie ein Kollege von ihnen. Aber ich möchte in Ruhe shoppen und nicht von jedem genervt werden. Deshalb wirst du ein Kleidungsstück tragen, das dein Geschlecht bedeckt. Verstanden? Sei beruhigt, es wird Stil haben.“

„Ja, Herrin Ivana“, sagt Sabadil, ohne im Küssen und Lecken der Füße innezuhalten. Dennoch ist er aufgeregt. Seit fast neun Monaten hat er kein Kleidungsstück mehr getragen! Er ist froh, dass er nicht nackt ausgeführt wird.

„Zweitens“, fährt Ivana fort und schaut aus dem Fenster auf die träge dunkle Moskwa, die sie gerade überqueren, „wirst du eine Maske tragen. Zwar kennt dich hier niemand, aber da du in deiner Heimat offiziell als verschwunden giltst und niemand weiß, wo du bist, möchte ich nichts riskieren. Vielleicht würde dich doch ein Tourrist oder ein Geschäftsreisender aus Deutschland erkennen, und das gäbe nur unnötig Ärger. Und drittens…“ Ivana tritt Sabadil leicht gegen das Gesicht… „schau mich an, Sklave.“

Sabadil schaut auf. Ivana hält ein seltsames Metallteil zwischen den Fingern, das aussieht wie ein Schmuckstück, an dem eine Leuchtdiode matt pulisert.

„Drittens wirst du das tragen. Komm her.“

Sabadil richtet sich weiter auf und rückt näher an Ivana heran. Ivana greift Sabadils Schwanz und befestigt das seltsame Metallding an dem cockring, den Sabadil immer tragen muss. Plötzlich spürt er einen scharfen Stich… Ivana hat das kleine Gerät direkt an seinen Hodensack geklammert und verschlossen. Sabadil beißt auf die Zähne vor Schmerz. Ihm kommt es vor, als stecken tausend millimetergroße Nadeln in seinen Weichteilen. Ivana lehnt sich zurück und betrachtet ihr Werk.

„Das war’s schon. Eine kleine Erfindung des russischen Geheimdienstes. Sie nennen es UPG – unbearable pain generator. Ein Transmitter für elektrisch-neuronale Schmerzimpulse. Sieh mal hier.“

Ivana hält eine kleine Fernbedienung in der Hand, kaum größer als eine Pillendose. Ein Controller, auf dem sich ein roter Knopf befindet. Ivana drückt. den Knopf eine Sekunde lang.

Sabadil schreit auf und windet sich in schmerzvollen Krämpfen auf dem Boden.

„Du siehst, es funktioniert,“ erklärt Ivana kühl und stellt ihren Fuß auf Sabadils zuckenden Körper. „Da ich den Übertragungsring an deinen Hoden angebracht habe, wird genau dort der neuronale Impuls erzeugt. Das Schöne ist, je länger ich den Knopf auf diesem Controller drücke…“ Ivana drückt den Knopf zwei Sekunden lang, und Sabadil krümmt sich zuckend auf dem Boden, „… desto intensiver der Schmerz. Die Qualität des Schmerzes nimmt mit der Dauer zu. Verstehst du, Sabadil?“

Ivana tritt Sabadil in die Seite. Sabadil keucht. Es war, als habe ihm jemand sekundenlang einen Lötkolben in den Unterleib gehalten. Er krächzt: „Ja, Herrin… Aber warum…“

„Es ist zu deinem Besten. Ich will dir Dummheiten ersparen. Denn immerhin lasse ich dich wieder unter Menschen. Ich will kein Risiko eingehen. Hast du alles verstanden, Sklave?“

Sabadil richtet sich unter Mühen auf den Knien auf, küsst Ivanas Füße und sagt: „Ja, Herrin Ivana.“

„Schön. Wenn wir durch die Straßen gehen, führe ich dich an der Leine. Trotzdem darfst du aufrecht gehen. Natürlich stets einen Schritt hinter mir. Bleibe ich irgendwo stehen, und sei es nur an der Ampel für drei Sekunden, hast du sofort auf die Knie zu gehen. Zeige ich mit dem Finger zu Boden, hast du deine Lippen auf meine Füße zu legen. Erst wenn ich wieder gehe, darfst du dich erheben und mir folgen. Du redest kein Wort und achtest nur auf mich. Hast du alles verstanden, Sklave?“

„Ja,“ sagt Sabadil, „ich habe alles verstanden, Herrin Ivana.“

„Fein,“ meint Ivana und zeigt auf eine Tasche am Vordersitz. „Da drin ist alles, was du weiter brauchst. Hol es raus und zieh es an.“

Sabadil greift in die Tasche und zieht ein schwarzes weiches Stück Baumwollstoff hervor. Sabadil versteht sofort. Ein Lendenschurz, der seine Genitalien und seinen Hintern bedeckt. Er schlingt sich den Lendenschurz um die Hüfte. Ivana lächelt spöttisch: „Das machst du sehr geschickt. Und jetzt die Maske.“ Sabadil greift nach dem zweiten Gegenstand. Eine weiche lederne Gesichtsmaske, die nur den oberen Teil des Gesichts samt Stirn bedeckt, silbern und schwarz, mit schlichten Verzierungen und geschwungenen Augenschlitzen. Sabadil setzt sich die Maske auf.

Ivana klatscht vergnügt in die Hände, als sie den so hergerichteten Sabadil vor sich sieht, mit Lendenschurz, Maske und Nasenring, der unter der Maske hervorschaut. „Wunderbar, Sabadil! Du siehst aus wie ein keltischer Krieger.“ Ivana zieht neckisch an dem Nasenring. „Ein stolzer Krieger, der von einer feindlichen Prinzessin unterworfen wurde und ihr nun für den Rest seines Lebens die Sandalen zuschnüren wird. Hm?“

Ivana liebt es, ihren Sklaven immer wieder an seinen Sturz zu erinnern.

Wenige Minuten später hält die Limousine an der Twerskaja, der verkehrsreichen Nobelstraße im Zentrum Moskaus, die bis zum Kreml führt und von Luxusboutiquen gesäumt ist. Lin öffnet von außen die Tür. Ivana steigt aus. „Raus mit dir, Sklave“.

Plötzlich bekommt Sabadil einen Panikanfall. Er sieht durch die geöffnete Tür Menschen, freie Menschen, Passanten, er hört Autos und Baustellenlärm und Lachen… Seit fast acht Monaten besteht seine Welt nur aus Ivana, Lin und anderen Sklaven, aus Grauen, Demütigung, Schmerzen, Folter, niederstem Dienst… und jetzt soll er unter ganz normale Menschen gehen? Nackt, mit Maske und Lendenschurz, ein Sklave, ein Tier, Besitz dieser jungen eleganten Russin… Sabadil rührt sich nicht. Ihm wird schwarz vor Augen.

Dann spürt er nur noch Schmerz. Er krümmt sich auf dem Fußboden des Autos. Ihm kommt es vor, als rissen Teufel seine Gedärme heraus. Seine Augen rollen. Seine Eingeweide stehen in Flammen. Ivana hat den roten Knopf des Controllers gedrückt.

„Wie lange soll ich noch warten, Sabadil?“ hört er ihre ungeduldige Stimme.

Sabadil richtet sich keuchend auf und steckt vorsichtig seine Kopf an die Luft… da wird heftig an seinem Nasenring gezogen und er wäre beinahe kopfüber in den Straßendreck gestürzt. Er kann sich gerade noch fangen und kniet nun mit zitternden Beinen vor Ivana. Er wagt es nicht aufzuschauen. Rings umher Menschen, die skeptisch oder belustigt zu ihnen schauen.

Ivana holt mit ihrer behandschuhten Hand aus und ohrfeigt Sabadil hart. Zweimal, dreimal, viermal, fünfmal. Rechts, links, rechts, links. In aller Öffentlichkeit. Dass Passanten herschauen, kümmert sie nicht.

„Noch ein Zögern, Sklave, und du erlebst die Hölle.“

Ivana hält ihm ihre Hand hin, mit der sie ihn geschlagen hat. Sabadil küsst ergeben das Leder der Handschuhe. Ivana knipst eine Hundeleine made by Romanova an das schicke Hundehalsband, das Sabadil um den Hals trägt. Sie zieht einmal kurz und herrisch an der Leine. Sabadil erhebt sich auf wackligen Beinen. Barfuß, Lendenschurz, Gesichtsmaske, Hundeleine – so folgt er seiner elegant gekleideten Herrin durch Moskaus nobelste Einkaufsstraße.

Lin steigt wieder hinter das Steuer der Limousine und fährt fort. Offenbar nimmt die chinesische Dienerin nicht an der Shoppingtour teil, sondern hat sich um das Auto zu kümmern.

Schon nach wenigen Minuten Fußweg betreten Ivana und Sabadil die erste Boutique. Die schockierten Blicke der Verkäufer treffen sie, doch dann eilt man bereits herbei, um Ivana Romanova zu begrüßen und zu Diensten zu sein. Den halbnackten Mann an der Leine ignoriert man nach dem ersten Schreck so gut es geht. Offenbar kennt man die reiche Russin hier – und auch hre Angewohnheit, sich Sklaven zu halten…

Wie es ihm aufgetragen wurde, geht Sabadil sofort nach Betreten des Geschäfts in die Knie. Ivana legt ihm das Ende der Leine ins Maul, lässt ihn am Eingang hocken, wie einen abgestellten Regenschirm, und kümmert sich nur noch um die Sichtung der aktuellen Kollektion, die ihr von den beflissenen Verkäufern präsentiert wird. Verstohlene Blicke von Verkäuferinnen treffen Sabadil, er hört entferntes Gekicher. Doch Sabadil achtet nur auf jede Bewegung seiner Herrin. Sein Herz klopft wie wahnsinnig. All die Geräusche, wenn die Tür sich öffnet, all die Menschen… Als Ivana mit den Fingern schnipst, ist er sofort an ihrer Seite, Lippen auf ihren Füßen. Ivana hat offenbar Gefallen an einem cremefarbenen Capedress aus elegant fließender Seide gefunden. Sie schaut den Verkäufer an.

„Das probiere ich an.“

„Natürlich, gosposha Romanova, hier entlang“, sagt der Verkäufer und will Ivana zu der Umkleidekabine führen. Aber Ivana stoppt ihn mit einem Wink ihrer Hand.

„Ich kenne den Weg. Sklave, komm.“

Sabadil folgt seiner Herrin auf Knien zur Umkleidekabine, als der Verkäufer sie einholt. „Ahm, gosposha Romanova, Sie können aber doch nicht mit… ahm… Ihrem Begleiter… in die Kabine…“ Ivana dreht sich langsam zu dem Verkäufer um und funkelt ihn nur kalt an, ohne mit der Wimper zu zucken. Ihre Augen verengen sich zu Schlitzen. „Oder doch… Natürlich können Sie das, gosposha Romanova. Ganz wie Sie wünschen.“ Der Verkäufer zieht sich zurück, vor Verlegenheit dunkelrot im Gesicht.

Ivana betritt mit ihrem seidenen Capedress die Kabine. Sabadil krabbelt ebenfalls hinein. Ivana schließt den Vorhang. Sie schaut zu Sabadil hinab, der vor ihr in der engen Kabine kniet. „Was ist?“ fragt Ivana. Sabadil versteht.

Er zieht seiner Herrin den Mantel aus. Schaut sie an. „Sei nicht so dumm, Sklave. Weiter.“ Sabadil öffnet den Reißverschluss von Ivanas Kleid, zieht es aus. Streift ihr die Schuhe ab. Löst den Büstenhalter. Streift den Slip ab. Eine Arbeit, die er seit Wochen Abend für Abend erledigt. Er ist ihren nackten Anblick mittlerweile gewöhnt – aber jedes Mal erregt ihn dieser wunderschöne Anblick auf Neue. Aber das gefällt seiner Herrin. Sie genießt die Macht, die sie über seinen Körper hat. Manchmal spielt sie auch mit seinem erigierten Schwanz. Reizt ihn bis zum Wahnsinn – ohne ihn jemals kommen zu lassen. Eine besonders süße Qual, die ihn in einen Zustand ständiger Erregung hält.

Sabadil streift ihr das kühle Seidenkleid über die nackte Haut.

Ivana betrachtet sich im Spiegel. Sie dreht sich um. „Wie gefällt es dir, Sklave?“ fragt sie. Sabadil betrachtet den sanft um Ivanas Gestalt fließenden glänzenden Seidenstoff. „Wunderschön, Herrin Ivana“, sagt er voller Inbrunst, „wie flüssiges Gold.“ Ivana lächelt spöttisch auf Sabadil hinab. Sie zeigt auf den Hocker. „Ich möchte weicher sitzen.“ Sabadil versteht. Er nimmt seine Maske ab und legt seinen Kopf auf die Sitzfläche des Hockers. Ivana lächelt auf ihn hinab. „Hol tief Luft“, warnt sie ihn. Sie dreht sich um, so dass sie sich wieder im Spiegel betrachten kann, sie hebt das Seidenkleid an – und lässt sich langsam auf Sabadils Gesicht nieder. Sabadil holt noch einmal tief Luft, dann spürt er, wie seine Atemwege von Ivanas Schenkeln, von ihrem Hintern verschlossen werden. Ivana bewegt sich neckisch noch ein paarmal hin und her, wackelt mit ihrem süßen Hintern, bis Sabadils Nase ganz zwischen ihren Backen verschwindet. Dann lässt sie das Kleid wieder fallen, der Stoff fließt wie Wasser an ihrer Haut hinab und verhüllt ihren Unterleib, ihre Beine, ihren Sklaven…

„Ja, mir gefällt es auch“, sagt Ivana und lacht. „Flüssiges Gold, das hast du schön gesagt, mein Sabadil.“ Sabadil spürt ihr Lachen durch den Druck ihrer Schenkel und Pobacken. Dann spürt er, wie Ivana mit ihrem Fuß unter seinen Lendenschurz fährt und mit seiner Erregung spielt. Sabadil stöhnt – ohne aber Luft zu bekommen. Ivanas Pobacken umschließen fest seine Nase, ihr Gewicht versiegelt seinen Mund. Dennoch ist Sabadil kurz davor, zu einem gewaltigen Orgasmus zu kommen, er zuckt und versucht gierig Luft zu atmen… Aber da lässt Ivana wieder von ihm ab. Sie lacht. „Ich kaufe es.“

Als Herrin und Sklave die Boutique verlassen, trägt Sabadil zwei große Tüten in der Hand und den intimsten Geruch seiner Herrin in der Nase.

In den nächsten Stunden besucht Ivana Dutzende Boutiquen, Flagshipstores, Schuhgeschäfte. Sie führt ihn die Twerskaja entlang, durch die Petrowskij Passage, durch das alte und noble Warenhaus GUM. Ivana spaziert mit ihm über die Alter Arbat–Fußgängerzone und quer über den Roten Platz. Hier lässt sie Sabadil auf allen Vieren hinter sich her kriechen. „Damit du den Respekt vor meinem Land lernst“, erklärt sie ihm. Alle zehn Meter bleibt sie stehen, damit Sabadil ihre Füße küssen und sich laut auf russisch bedanken kann, dass sie ihn zu ihrem Sklaven gemacht hat. Touristengruppen bleiben stehen und machen Fotos.

Dann geht es weiter, das Shoppen. Sie lässt ihn bei Versace, Prada, Gucci knien, mit der Leine im Maul. Sie macht sich einen Spaß daraus, ihn in die Kabinen mitzunehmen und auf alle erdenkliche Weise zu benutzen, während sie neue Kleider anprobiert. Oder sie scheucht ihn im edelsten Schuhgeschäft von Paar zu Paar, probiert alle an und lässt sich von ihm bedienen und zwischendurch die Füße massieren, während die Schuhverkäufer indigniert, aber machtlos daneben stehen. Und immer mehr Tüten und Taschen muss Sabadil tragen, während Ivana munter weiter durch ihre Heimatstadt spaziert, den Sklaven an der Leine.

Besonders demütigend ist es, wenn Ivana eine Boutique betritt – und Sabadil wie einen Hund draußen anbindet. Auf Knien wartet er dann unter freiem Himmel auf seine Herrin, den Blick zu Boden gesenkt, während alte Moskauer Mütterchen schimpfend an ihm vorbeiziehen oder Betrunkene und Jugendliche ihn verhöhnen. Tritt Ivana dann allerdings wieder heraus, sagt niemand mehr etwas, keiner spottet mehr. Da ahnt Sabadil, welche geheime Macht Ivana Romanova in dieser Stadt besitzt. Man kennt sie – und man fürchtet sie wie die Hölle.

„Ivana!“

Ivana dreht sich um. Gerade wollte sie mit ihrem Sklaven den IR-Flagstore in der Tret'yakovskiy proyezd betreten – also Ivanas eigenes Geschäft für vornehmes Hundeequipment und edles Pferdegeschirr. Ivana war schon etwas müde vom stundenlangen Einkaufen, doch jetzt hellt sich ihr Gesicht auf. „Galina!“ ruft sie erfreut aus, und die zwei Frauen umarmen sich.

Galina Yegorova ist eine attraktive 38jährige, im Businesslook gekleidete Frau mit streng zusammengebundenen blonden Haaren und kalten blauen Augen, ein sehr nordischer Typ und äußerlich ganz anders als Ivana. Sabadil wagt es nicht, diese Frau, die offenbar eine Freundin seiner Herrin ist, anzuschauen, denn ihm wurde ja befohlen, immer nur auf Ivana zu achten. „Kennst du schon meine Tochter Yuliya?“ fragt Galina. „Yuliya, das ist meine Schwester Ivana.“

Schwester? Hat Sabadil sich verhört? Er kann sich nicht beherrschen. Er hebt den Blick – und kann nicht glauben, dass diese blonde Frau mit seiner Herrin verwandt sein soll… Und erst deren Tochter: ein sehr schlankes, gut gewachsenes Teenager-Mädchen mit denselben hellblonden Haaren wie ihre Mutter, die sie allerdings offen trägt, und denselben eisblauen Augen. Ivana gibt Yuliya höflich die Hand. Dann sagt sie zu Sabadil:

„Ich habe genau gesehen, dass du meinen Befehl missachtet hast.“ Sabadil zuckt zusammen, und er wendet seinen Blick und seine volle Aufmerksamkeit wieder seiner Herrin zu. „Dafür wirst du bestraft.“

„Wer ist denn das?“ fragt Yuliya mit Blick auf den fast nackten Mann mit Maske, Leine und Nasenring, der zu Ivanas Füßen kniet und nun etwas zittert.

„Das?“ meint Ivana und greift in seine Haare. „Das ist Sabadil. Mein Leibsklave. Zur Zeit.“

Sabadil kann es nicht sehen, weil er nur Ivana anschauen darf, aber er spürt, wie die Blicke des Teenagers ihn neugierig abtasten.

„Dein Sklaaave…“ sagt sie gedehnt und stemmt ihre Hand in die Hüfte.

„Stell dir vor, wir wollten gerade in dein Geschäft, Ivana“, erzählt Galina, „weil nämlich Yuliya heute Geburtstag hat. Sie ist 18 geworden, und ich hab ihr ein neues Pferd geschenkt. Einen Lipizzaner. Sie reitet doch so gern. Jeden Tag ist sie draußen und reitet. Stundenlang! Und in deiner Boutique gibt es doch so tolles Pferdegeschirr!“

„Na, dann gratuliere ich dir, junge Dame“, meint Ivana. Yuliya nickt nur etwas arrogant zurück und fixiert Sabadil mit ihren blauen Augen.

Erste Tropfen fallen vom grauen Himmel.

„Einkaufen kannst du auch später, Galina. Kommt, lasst uns in das Café nebenan gehen“, schlägt Ivana vor, „Da können wir ein bisschen plaudern, oder? Wir haben uns lange nicht gesehen!“

„Darf ich deinen… Sklaven… nehmen?“ fragt Yuliya gedehnt. Besonders das Wort „Sklave“ spricht sie gedehnt und genießerisch aus. Sabadil erschauert. Ivana blickt Yuliya im ersten Moment erstaunt an. Dann schaut sie auf Sabadil hinab. Und lächelt.

„Ja, warum nicht? Das ist eine gute Idee. Nimm du ihn eine Weile, Yuliya.“

Und damit überreicht Ivana die Leine an Yuliya.

„Sabadil, für den Moment gehörst du dieser aparten jungen Dame hier, die heute Geburtstag hat. Achte auf sie und befolge ihre Befehle.“

Sabadil kann es kaum glauben, dass Ivana ihn einfach an diesen Teenager weitergibt! Er bebt innerlich. Aber er nickt. „Ja, Herrin Ivana.“ Und er schaut schüchtern auf zu dem blonden Mädchen, das neugierig zu ihm hinabsieht und zum ersten Mal lächelt. Es ist ein undurchdringliches Lächeln ohne jede Spur von Freundlichkeit. Sie leckt sich die Lippen mit ihrer Zunge, und Sabadil erkennt, dass ihre Zunge gepierct ist. Yuliya umschließt die Leine fest mit ihrer Hand.

„Cool…“ sagt sie.

Galina und Ivana haken sich unter und marschieren gemeinsam in das Café, schon in ihre Unterhaltung vertieft. Yuliya betrachtet noch immer den Mann zu ihren Füßen, und immer noch lächelt sie und leckt sich die Lippen. „Kommst du, Schatz?“ fragt Galina, bereits in der Tür. „Du wirst sonst ganz nass!“

Yuliya zieht einmal kurz und heftig an der Leine. „Kriech mir auf allen Vieren nach… Sklave.“

Yuliya geht voran. Sabadil trottet ihr auf allen Vieren hinterher. Yuliya wickelt die Leine noch enger um ihre Hand, so dass Sabadils Kopf sehr nah an ihrer Hand und Hüfte liegt. Sabadil schaut auf ihre Füße, wie er es bei Ivana gelernt hat. Die Füße stecken in einfachen Ballerinas. Sie trägt eine eng anliegende helle Jeans und ein weißes, knapp sitzendes bauchfreies Shirt. Auch ihr Bauchnabel ist gepierct. Yuliya geht langsam, sie schreitet stolz Meter für Meter mit diesem Mann ab, der ihr wie ein Hund folgen muss. Sie genießt jeden Schritt und schaut immer wieder hinunter zu dem Kerl… ihrem Sklaven.

So betreten sie das Café, ein schickes und vornehmes Kaffeehaus im Wiener Stil. Sie gehen vorbei an Tischen und Stühlen, entsetzten Gästen und indignierten Kellnern und Serviererinnen. Bis zu einem großen Tisch, an dem Galina und Ivana bereits Platz genommen haben. Sabadil hört das Getuschel und Geflüster.

Yuliya setzt sich neben ihre Mutter. Sabadil bleibt auf den Knien vor ihr hocken und schaut sie aufmerksam an, so wie er es gelernt hat: um jederzeit Befehle entgegennehmen zu können… ZACK… Yuliya klebt ihm eine. „Was guckst du mich so blöd an, he?“ ZACK ZACK… Die Ohrfeigen hageln…

„Warte, Yuliya“, sagt Ivana.

„Darf ich ihn nicht schlagen?“ fragt Yuliya in fast unschuldigem Ton. Sabadil hofft, dass Ivana dem Mädchen erklärt, dass er alles richtig gemacht hat, wie er es eben gelernt hat…

„Doch doch,“ sagt Ivana zu Sabadils Entsetzen. „Du kannst mit ihm machen, was du willst. Er ist für den Moment dein Sklave. Hier, ich sollte dir noch etwas geben.“ Ivana reicht Yuliya den Controller. „Damit musst du nur ein bisschen vorsichtig sein. Sonst machst du den Sklaven noch kaputt.“

Sabadil schwitzt, als er den Controller in der Hand des Teenagers sieht. Yuliya bewegt den Daumen neugierig auf den roten Knopf. Sie betrachtet Sabadil––

–– und im nächsten Moment liegt Sabadil schon zuckend und mit schmerzverzerrtem Gesicht vor ihren Füßen.

„Cool“, sagt Yuliya leise. Sie ist begeistert.

Plötzlich steht ein junger forscher Kellner bei den drei Frauen am Tisch. Mit schneidender Stimme sagt er: „Entschuldigen Sie die Damen, aber das geht nun wirklich nicht hier! Solche Spiele werden in unserem Café nicht geduldet. Ich fordere Sie auf, unser Café sofort zu verlassen!“

Stille. Alle schauen zu ihm (außer Sabadil, der starr auf seine „neue“ Herrin schaut wie das Kaninchen auf die Schlange). Im gesamten Café verebben die Gespräche.

„Haben Sie mich nicht verstanden?“ fragt der Kellner, etwas verunsichert durch die plötzliche Stille ringsum. „Bitte verlassen Sie augenblicklich unser Etablissement!“

Galina und Yuliya schauen zu Ivana. Alle im Café scheinen jetzt auf Ivana zu schauen. Ivana aber rührt sich nicht. Sie sitzt nur da, mit übereinander geschlagenen Beinen, und blickt den Kellner an wie eine lästige Fliege. Der Kellner will gerade wieder ansetzen, noch lauter, noch energischer, als plötzlich ein anderer, älterer Kellner heraneilt und den jungen Kollegen am Arm packt. Der ältere Kellner zischt den Jüngeren an: „Bist du verrückt, Stepan? Weißt du nicht, wer das ist? Gosposha Ivana Romanova! Ihr gehört das Café!“

Der junge Kellner scheint im ersten Moment noch nichts zu verstehen. Schüttelt nur den Kopf. Doch dann versteht er allmählich, als der Ältere ihn unter vielfachen Entschuldigungen von dem Tisch wegzieht. Er wird von Sekunde zu Sekunde blasser.

„Stop!“ ruft Ivana den Kellnern hinterher. Die beiden Kellner bleiben stehen und drehen sich um.

„Wir hätten gerne Tee im Samowar. Und er soll uns den Tee bringen.“ Sie zeigt auf den nun kalkweißen jungen Kellner. „Und für den Sklaven Wasser im Napf.“

„Ja, natürlich, Gosposha Romanova. Sofort, Gosposha Romanova.“ Und damit zieht der Ältere den völlig erstarrten Jüngeren in den hinteren Bereich und in die Küche. Immer noch herrscht eine beängstigende Stille im Kaffeehaus.

Ivana lächelt Galina an: „Lass uns weiterschwatzen, Schwester.“

Allmählich werden auch an den umliegenden Tischen die Unterhaltungen wieder aufgenommen. Und während Ivana und Galina sich wieder in ihr Gespräch versenken, greift die 18jährige blonde Beauty Sabadil an den Nasenring und zieht daran wie bei einem Vieh, bis er wieder vor ihr kniet. Sie schaut ihn kalt an und hält den Controller hoch. Sie lächelt. Sie legt den Daumen auf den roten Knopf. Sie lächelt Sabadil an.

„Soll ich?“ fragt sie.

„Bitte nicht, Herrin Yuliya, bitte––“ AAARRRGGHH………… Sabadil windet sich in Krämpfen auf dem Boden. Yuliya leckt sich die Lippen, als sie den Mann zu ihren Füßen sieht. Ivana schaut kurz herüber. Dann widmet sie sich wieder ihrer „Schwester“ Galina.

„Und ich drück da immer nur ’n paar Sekunden drauf“, sagt Yuliya, während Sabadil sich unter ihren Füßen in spasmischen Zuckungen ergeht. Er hat Schmerzen, als weide ein wildes Tier mit Säbelzähnen seinen Unterleib aus. Ihm wird schlecht. Er würgt. Yuliya stellt ihren linken Fuß auf Sabadils Hals, mit dem anderen tritt sie gegen Sabadils Genitalien.

„Ich wette, wenn ich fünf Minuten da drauf drücke, dann verbrennst du hier vor meinen Augen. Unter meinen Füßen!“ Yuliya lacht laut. „Wie das wohl aussieht!“

Dieses Mädchen ist wahnsinnig! denkt Sabadil. Sie ist eine Wahnsinnige!

„Hee, Sklave“, sagt Yuliya und klopft mit ihrem Fuß mehrmals auf seinen Hals. „Du hast zehn Sekunden, um mich zu überzeugen, nicht auf diesen blöden roten Knopf zu drücken. Und… los. Eins…“ Yuliya wandert mit ihrem Fuß höher und stellt ihn auf seinen Lippen ab. Ihre Schuhsohle ist schmutzig und nass vom Regen.

Sabadil küsst die Sohle des Ballerina-Schuhs. Yuliya lacht.

„Ja, leck mir die dreckige Schuhsohle. Zwei.“

Sabadil leckt die Schuhsohle dieses sadistischen Teenagers, als hinge sein Leben davon ab – und vielleicht hängt es ja auch davon ab.

„Drei.“

Sabadil leckt und stammelt gleichzeitig: „Bitte, Herrin Yuliya, ich flehe sie an, mir nicht weiter diese Schmerzen zuzufügen, ich…

„Vier.“ Yuliya lächelt. Es gefällt ihr, die Angst des Mannes zu spüren. Wie er sich erniedrigt, wie er um ihre Gnade fleht. Ein Mann, der locker ihr Vater sein könnte.

„… ich tue alles für Sie, um Ihnen zu dienen, alles was Sie befehlen, als Ihr niedrigster Sklave, als Ihr Tier, als…“

Yuliya lacht und zählt schnell hintereinander. „FünfSechs.“ Sie beugt sich etwas weiter nach vorne, um die Angst in den Augen des Sklaven zu trinken.

Sabadil in Panik, zieht hektisch die Ballerinas aus, leckt ihre Fußsohle. „Sie können mich peitschen und ohrfeigen und schlagen, aber bitte nicht mit diesem Gerät… Ich bin nicht gut genug, um den Staub von Ihren Füßen zu atmen… Ich…“

Yuliya lacht. „Du kleiner Köter. Mehr fällt dir nicht ein? Sieben. Acht.“

Sabadil kreischt vor Angst: „… Sie können mich benutzen wie Sie wollen, Herrin Yuliya, ich bin nicht wert, von Ihnen angespuckt zu werden… Ich…“

„Neun. Gleich ist es aus, Sklave.“

„ … Bitte… benutzen Sie mich… wie Sie wollen… als Ihren Spucknapf… als Ihre Fußmatte… als… Ihre… persönliche……“

„Zehn.“

Sabadil schließt die Augen.

Aber nichts passiert. Keine Höllenschmerzen im Unterlleib. Er öffnet die Augen, die in Tränen schwimmen. Der Fuß des Mädchens steht auf seiner ausgestreckten Zunge, und immer noch leckt er, demütig, angstvoll.

Yuliya schaut ihn kalt lächelnd an. Sie presst mit dem Fuß stärker auf seine Zunge und seinen Unterkiefer, so dass Sabadils Mund sich weit öffnet.

„Lass dein Maul weit auf, Dreckstück“. Yuliya schaut ihm in die Augen und sammelt, deutlich sichtbar für Sabadil, Spucke in ihrem Mund. Genießrisch lässt sie sich Zeit, bis sie genug gesammelt hat. Dann beugt sie sich noch etwas weiter nach vorne. Sie lässt die Rotze langsam in seinen geöffneten Mund laufen.

Sie lacht laut. „Genieß das, Sklave. Weißt du was? Als mein Sklave würdest du nie was anderes zu trinken kriegen! Oder vielleicht doch? Aber ob dir das gefallen würde?“ Sie lacht. Und fährt fort: „Weißt du, was ich machen werde, wenn du mein Sklave bist? Du kommst in meinen Hundezwinger. Da wirst du mein ganz spezieller Hund sein. Wir haben viele Hunde. Echte Hunde. Aber du wirst ein Hund ohne Zähne sein. Ja, du hast richtig gehört. Ich werde dir persönlich nacheinander alle deine Zähne ziehen. Jeden Tag komme ich in den Zwinger. Und jeden Tag ziehe ich dir einen Zahn. Natürlich ohne Betäubung. Ist ja klar. Bis du keinen einzigen Zahn mehr im Maul hast. Und dann…“

Sie überlegt. Sie gewinnt Spaß an ihrer Vorstellung. Sie fährt fort: „Und dann mache ich mit den Fingern weiter. Wozu brauchst du soviele Finger? Ich nehme sie dir alle ab. Einen nach dem anderen. Nicht alle auf ein Mal. Du sollst dich ja auf was freuen, wenn ich komme!“ Sie lacht. Sie ist jetzt voll dabei: „Dann hast du keine Zähne mehr. Und keine Finger. Die Hände können dann auch gleich weg. Und dann mach ich mit den Füßen weiter. Den Beinen. Und weißt du, wie das Ganze aufhört? Na?“

Sabadil starrt in das Gesicht dieses Ungeheuers, die immer noch mit ihrem Fuß seinen Mund offen hält. Sie lächelt und spuckt nochmal in den offenen Mund. „Ja, nach ein paar Wochen oder Monaten bist du dann soweit. Du hast keine Zähne mehr, keine Arme und keine Beine. Dann beginnt dein neues Leben wirklich. Du kommst in den Stall zu meinen Pferden. Da hänge ich dich an einen Haken, dorthin, wo das Pferdegeschirr und die Sättel sind. Und wenn ich ausreite, dann nehme ich dich – als meinen Sattel. Ich nehme dich unter den Arm, werfe dich über das Pferd und sitze auf. Dann reite ich auf dir. Meinem Sattel. Jeden Tag. Stundenlang.“

Yuliya lächelt Sabadil an, als habe sie gerade etwas sehr Charmantes und Liebevolles gesagt. Dann wird ihr Lächeln breiter. Plötzlich sagt sie:

„Elf.“

Und sie drückt den roten Knopf. Lange. Sehr lange. Sabadils Körper wird in die Hölle getaucht.

Sabadil verliert das Bewusstsein.

Als er wieder zu sich kommt, liegt er halb unter dem Tisch. Er sieht einen Fuß direkt vor sich. Graue Highheel-Sandalen, rotlackierte Zehennägel. Ivanas Fuß. Sabadil schließt die Augen. Sie hat ihn zurückgenommen. Sie hat ihn nicht verkauft. Sabadil beginnt sofort, seiner Herrin, seiner einzig wahren Herrin, den Fuß zu küssen. Seine Augen füllen sich mit Tränen. Er ist seiner Herrin Ivana so dankbar.

Er hört, wie Yuliya oben mault. Allein ihre Stimme macht ihn schon Angst.

„Aber ich will kein Scheißpferd, Mama. Ich will einen Sklaven!“

„Aber Yuliya,“ beschwichtigt Galina ihre Tochter, „ich habe dir das Pferd doch schon gekauft!“

„Ich bin heute 18 geworden, und du hast mir versprochen, dass ich mir was wünschen darf! Und ich wünsche mir einen Sklaven, kein Scheißpferd mehr! Ich will ihn! Einen echten Sklaven, der nur mir gehört! Und mit dem ich machen kann, was ich will! Kannst du ihn mir nicht kaufen, Mama?“

Galina sagt: „Ich weiß nicht, ob Ivana ihren Sklaven verkaufen will…“

Sabadil erstarrt vor Schreck. Er küsst und leckt inbrünstig Ivanas Fuß.

Yuliya bittet und quengelt: „Bitte, Ivana. Du hast doch soviele Sklaven. Bitte verkauf ihn an meine Mutter. Dann hat sie ein so geiles Geburtstagsgeschenk für mich! Ach bitte! Er ist doch nur ein Stück Dreck.“

Ivana schweigt. Unter dem Tisch stirbt Sabadil tausend Tode. Er kann nicht glauben, was dort oben verhandelt wird! Er betet leise, er betet zu Ivana, die in dieser Sekunde über sein Schicksal entscheiden kann. Bitte, Herrin, Göttin, bitte gib mich nicht in die Hände dieses wahnsinnigen Mädchens… dieses Monsters… Er betet still und verzweifelt.

In diesem Moment tritt der Kellner an den Tisch, mit dem Samowar und drei Tassen, die er klappernd abstellt. Einen Napf mit Wasser stellt der Kellner auf den Fußboden – und da erkennt Sabadil aus dem Augenwinkel, wie verängstigt der junge Kellner aussieht, der vorhin noch so schneidend und selbstbewusst aufgetreten ist. Als er die Getränke abgestellt hat, stammelt er heiser noch einmal eine Entschuldigung und will sich rasch wieder zurückziehen.

„Moment“, sagt Ivana.

Der junge Kellner zuckt zusammen. Dreht sich um. Schaut Ivana an, die ihn hochmütig mustert, von ihrem Stuhl aus, die Beine übereinander geschlagen, ihren Sklaven zu Füßen.

„Komm her.“

Der Kellner schaut sich hilfesuchend zu seinen Kollegen um, die alle weiter hinten stehen und scheu herblicken. Aber niemand mischt sich ein. Verstohlene Blicke. Mitleidige Blicke. Ganz langsam tritt der Kellner näher an Ivana heran. Ivana mustert ihn. Eine Minute. Zwei Minuten. Der Kellner schwitzt.

„Du hast mich, meine Schwester und ihre Tochter vorhin schwer beleidigt.“

„Ich … bitte um Entschuldigung… Gosposha Romanova… Ich…“

„Sei ruhig!“ schneidet sie dem verstörten Mann das Wort ab. „Du weißt, was in den Arbeitsverträgen steht, die du unterschrieben hast? Wenn du für mich arbeiten willst, musst du absoluten Gehorsam, absoluten Respekt und absolute Hingabe beweisen. Sonst steht es mir frei, mit dir zu verfahren, wie ich will. Du hast das unterschrieben. Das weißt du?“
Der Kellner zittert. Er nickt.

„Du hast heute gegen den Vertrag verstoßen. Das dulde ich nicht.“

„Verzeihen Sie, Gosposha Romano––“

„Sei ruhig. Komm näher.“

Der Kellner tritt noch näher an Ivana heran. Ivana erhebt sich von ihrem Stuhl. Sie steht direkt vor dem Kellner.

„Geh runter auf die Knie.“

Der Kellner atmet schnell. Er hofft, dass er sich jetzt nur ein wenig von seiner Chefin demütigen lassen muss. Und dann würde sie ihn gehen lassen. Er geht auf die Knie. Er sieht, wie Sabadil unter dem Tisch auf dem Bauch liegt und Ivanas Fuß liebkost.

„Soll ich auch… Darf ich… Ihre Füße küssen… und so um Entschuldigung bitten… Gosposha Romanova…?“ Die Stimme des Kellners ist brüchig und dünn vor Angst. Nichts Schneidendes, nichts Energisches mehr darin.

Ivana lächelt spöttisch. Sie schüttelt den Kopf.

„Nein, mein Freund. Nicht mir.“

Ivana greift dem Kellner in die Haare und dreht sein verdutztes Gesicht zu Galina und ihrer Tochter Yuliya, die beide die Szene gespannt verfolgen. So wie alle ande¬ren Gäste und Kellner im Café. Es herrscht atemlose Stille.

„Wie gefällt er dir, Yuliya?“

Das Mädchen mustert das panikblasse Antlitz des Kellners abschätzend. Genau wie jeder andere im Café hat auch er mitbekommen, was dieser Teenager dem Mann unter dem Tisch angetan hat. „Es geht“, sagt sie gelangweilt. „Deinen finde ich besser.“

„Aber meinen kannst du nicht haben“, antwortet Ivana. „Also, Yuliya? Willst du einen Sklaven zum Geburtstag geschenkt bekommen? Dann nimm den hier. Er gehört dir, wenn du willst.“

Erst jetzt scheint der Kellner zu begreifen, was passiert. Er bricht hemmungslos in Tränen aus, jammert, fleht, er greift Ivanas linke Hand und bedeckt sie mit Küssen: „Bitte… das können Sie nicht tun… Bitte nicht… Ich bin doch noch neu hier… Ich werde alles wieder gut machen… Bitte Gosposha Romanova… Das…“

Ivana überlässt dem verzweifelten Kellner ihre Hand und schaut Yuliya an. Yuliya aber nickt und sagt in sein Gejammer hinein: „Na gut. Dann nehm ich ihn.“

Ivana stößt den aufheulenden Kellner hart an, so dass er zu Boden stürzt. „Kriech zu deiner neuen Herrin, Sklave. Dein Leben in Freiheit ist vorbei. Du gehörst nun ihr.“

Zerschmettert liegt der Kellner auf dem Fußboden und heult laut. Dann kriecht er, heulend und schluchzend, Zentimeter für Zentimeter in seinem weißen Anzug von Ivana fort und um den Tisch herum, zu Yuliya, der 18jährigen verwöhnten Sadistin, die höhnisch lächelnd auf ihn wartet, Hände abwartend in die Hüfte gestemmt. Bis sein Kopf vor den Füßen des Teenagers liegt.

„Schau deine neue Besitzerin an, Sklave.“ befiehlt Ivana.

Der Kellner hebt sein verrotztes, verheultes, verzerrtes Gesicht und schaut in Yuliyas kalte Augen.

„Und nun küsse ihr die Füße. Als Zeichen, dass du ihre Herrschaft annimmst bis ans Ende deiner Tage.“

Der Kellner brüllt noch einmal laut auf. Dann senkt er seine Lippen auf die Füße des Mädchens.

Yuliya schaut auf ihren neuen Besitz hinab.

Galina wendet sich an Ivana: „Danke, Schwester. Das wäre nicht nötig gewesen.“

Ivana schaut hinab zu ihrem eigenen Sklaven. Und auch Sabadil flüstert ganz leise, wie ein Gebet: „Danke, Herrin Ivana, dass Sie mich zu Ihrem Sklaven gemacht haben. Danke Herrin Ivana, dass Sie mich behalten haben.“

Der Kellner aber heult und leckt seine Tränen von Yuliyas Füßen.

Yuliya lässt ihn lecken. Sie hebt das Tischtuch an und schaut noch einmal zu Sabadil.

„Hey“, flüstert Yuliya. Aber Sabadil reagiert nicht. Er gehört wieder Ivana. Für immer. Er küsst Ivanas Füße. „Hey, Sklave“, sagt Yuliya noch einmal, und dann so leise, dass nur Sabadil es hören kann:

„Dich krieg ich auch noch.“


- leider der letzte Teil des Netzfunds -
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  #6  
Old 09-30-2012, 4:25 AM
severin032 severin032 is offline
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Posts: 1
eine wunderbare Story!!!

vielen Dank
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  #7  
Old 10-01-2012, 12:31 PM
hrhon hrhon is offline
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Join Date: Apr 2010
Posts: 51
danke.. !

auch wenn das mal ne echt harte nummer war... bisschen gruselig stellenweise
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